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100.000 Zuschauer Anja Dittmer wird beim Hamburg-Triathlon Sechste

07.08.2005 ·  Maik Petzold aus Bautzen hat den ersten Heimsieg der deutschen Triathlon-Männer beim Weltcup in Hamburg verpaßt. Auch Favoritin Anja Dittmer ging vor 100.000 Zuschauern leer aus.

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Maik Petzold aus Bautzen hat den ersten „Heimsieg“ der deutschen Triathlon-Männer beim Weltcup in Hamburg verpaßt. Beim Erfolg des Tschechen Filip Ospaly verfehlte der 27jährige als Fünfter knapp die Podestplätze.

Im Schlußspurt einer fünfköpfigen Spitzengruppe verwies Ospaly die Schweizer Reto Hug und Sven Riederer auf die Plätze zwei und drei. Petzold hatte in 1:45:40 Stunden letztlich sieben Sekunden Rückstand auf den Sieger. „Wenn man so nah dran ist, will man auch gewinnen. Schade, daß es nicht geklappt hat. Aber Rang fünf ist auch kein schlechtes Ergebnis“, erklärte Petzold als bester Starter der Deutschen Triathlon-Union (DTU).

Gebrochenes Pedal

Auch DTU-Sportdirektor Rolf Ebeling zeigte sich zufrieden: „Wir kommen jedes Jahr etwas näher an das Podium heran. Das war eine tolle Leistung vor allem von Maik Petzold.“ Angefeuert von mehr als 100.000 Zuschauern in der Hansestadt kam Daniel Unger aus Mengen als zweitbester Deutscher auf Rang 13. Pech hatte Junioren-Vizeweltmeister Jan Frodeno (Saarbrücken). Der 23jährige schied wegen eines gebrochenen Pedals nach wenigen Kilometern der Radstrecke aus. „Das ist ärgerlich, so was ist mir noch nie passiert“, sagte Frodeno enttäuscht. Nach dem Schwimmen hatte der deutsche „U23“-Meister aussichtsreich unter den Top 10 gelegen. Nicht besser erging es Christian Weimer (Schrammberg), der das Rennen wegen eines Reifenschadens aufgeben mußte.

Derweil verpaßte die Neubrandenburgerin Anja Dittmer nach den Erfolgen in den beiden vergangenen Jahren den Titel-Hattrick und mußte sich bei ihrem dritten Hamburg-Start mit dem sechsten Platz begnügen. Die zweimalige Weltcupsiegerin hatte in einer Gesamtzeit von 1:58:36 Minuten einen Rückstand von 57 Sekunden auf Siegerin Samantha Warriner aus Neuseeland (1:57:39), die sich mit einem Vorsprung von 14 Sekunden vor der Spanierin Ana Burgos durchsetzte. Auf den dritten Platz kam die Australierin Annabel Luxford (1: 58:14), die ihre Führung im Gesamtweltcup behauptete. Kathrin Müller aus Potsdam (2:00:41) wurde als zweitbeste Deutsche 16., Joelle Franzmann aus Trier (2:01:05) belegte nach einem Sturz Rang 19.

„Hamburg hätte die WM verdient“

Für Dittmer bedeutete der sechste Platz die Qualifikation für die Weltmeisterschaften am 11. September in Gamagori/Japan. „Ich war dieses Jahr noch nicht in der Form des Vorjahres, von daher wußte ich, daß es mit einem Sieg schwierig wird“, sagte die 29jährige. Bundestrainer Louis Delahaye zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Athletinnen: „Anja Dittmer und Kathrin Müller haben eine hervorragende Leistung gezeigt. Schade ist aber der Sturz von Joelle Franzmann. Wenn sie mit Vorsprung vom Rad gekommen wäre, hätte sie sehr gute Chancen gehabt.“

Durchweg positiv bewerteten die Athleten die Veranstaltung in der Hansestadt, in der in zwei Jahren die Weltmeisterschaften stattfinden. „Hamburg bietet einen wirklich tollen Weltcup und hat es verdient, die WM auszurichten“, sagte Dittmer. Ähnlich sah es Unger: „Hamburg ist ein echtes Highlight, und das Publikum ist einfach fantastisch.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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