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Maren Valenti : Die Unbeugsame

Immer noch auf dem Eis: Maren Valenti Bild: Wonge Bergmann

Sie war einst die jüngste WM-Teilnehmerin, erreichte Olympia, und ließ sich auch von multipler Sklerose nicht aufhalten. Heute ist Maren Valenti Pop-Art-Künstlerin und trainiert den Eishockey-Nachwuchs. Chapeau!

          In Ottawa finden gerade die Weltmeisterschaften der Frauen im Eishockey statt, und das nicht zum ersten Mal. Bereits vor 23 Jahren erzielte hier ein erst 13 Jahre altes Mädchen ein Tor für Deutschland: Maren Valenti, bis heute die jüngste WM-Teilnehmerin in ihrem Sport. Nach der Schule wurde die Tochter eines Berufs-Eishockeyspielers selbst Profi, spielte für deutsche und kanadische Klubs und ging 1998 sogar als bisher einzige Frau einmal für ein Team der Top-Liga DEL, nämlich die Eisbären Berlin, aufs Eis, wenn auch nur für 44 Sekunden in einem Testspiel. Allein unter harten Männern - die öffentliche Aufmerksamkeit war ihr gewiss.

          Höhepunkt ihrer Laufbahn waren die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City mit dem sechsten Platz, danach beendete eine bittere Nachricht ihre Karriere: Bei Maren Valenti wurde multiple Sklerose diagnostiziert. Doch das Leben ging weiter, sie sagt sogar, die Krankheit habe ihr eine Tür geöffnet. Heute, mit 37 Jahren, lebt sie als Pop-Art-Künstlerin in Mannheim, und das Eis hat sie nie verlassen: Bei den Löwen Frankfurt trainiert sie Kinder, die kaum jünger sind als sie damals bei ihrem Coup in Ottawa. Der Eishockey-Weltverband hat auf seiner Homepage die Gelegenheit genutzt und mit einem Artikel die unbeugsame junge Frau gewürdigt. Und so wollen wir es jetzt auch machen.

          Quelle: F.A.Z.

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