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Ligapokal Bremen glänzt auch ohne Ailton

 ·  Der SV Werder Bremen hat durch einen 2:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart souverän das Finale des Ligapokals erreicht. Am Montag trifft der Double-Gewinner auf den FC Bayern.

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Unter den Augen seines zum FC Schalke 04 gewechselten Torjägers der vergangenen Saison, Ailton, ist der deutsche Fußballmeister Werder Bremen erfolgreich in die neue Saison gestartet. Der Double-Gewinner schlug im Halbfinale des Liga-Pokals den VfB Stuttgart in Meppen verdient mit 2:0 (1:0) und qualifizierte sich damit für das Endspiel am 2. August in Mainz. Dort trifft Werder auf den deutschen Rekordmeister Bayern München.

Vor 12.900 Zuschauern im Emslandstadion gelang Ivan Klasnic nach einer halben Stunde Spielzeit die 1: 0-Führung. Der kroatische Nationalspieler war aus spitzem Winkel erfolgreich, nachdem ihn sein Teamkollege Tim Borowski mustergültig bedient hatte.

Der eingewechselte Nelson Valdez sorgte nach einem Konter in der 86. Minute für den Endstand. Einen höheren Erfolg für die Norddeutschen verhinderte Stuttgarts Torhüter Timo Hildebrand mit mehreren guten Paraden, unter anderem hielt der Nationalkeeper in der 26. Minute einen Foulelfmeter des Franzosen Valerien Ismael.

„Einkehr der Normalität“

Wir haben gut und konzentriert gespielt. Uns fehlen noch noch sieben Leute, dafür war das sogar eine gute Partie“, meinte Werder-Trainer Thomas Schaaf. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung, aber heute ist ein bischen Normalität eingekehrt. Das war auch ganz gut so, wir mußten aufwachen. Von der Aggressivität war es so, als ob wir Schach gespielt hätten. Bloß nicht den Gegner berühren, dafür gibt es Strafpunkte“, sagte der neue VfB-Coach Matthias Sammer.

Acht Tage vor dem Bundesliga-Auftakt der Hanseaten im Weserstadion gegen Ailtons neuen Klub Schalke 04 zeigten die Bremer das flüssigere Kombinationsspiel und mehr Mut zur Offensive. Auch ohne den am Knöchel verletzten Nationalspieler Miroslav Klose beherrschte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf weitgehend das Spielgeschehen, vergab jedoch mehrere Chancen in aussichtsreicher Position. Eine Riesengelegenheit verstolperte Bremens griechischer Europameister Angelos Charisteas (14.), der nach nur zwei Tagen Training weitgehend blaß blieb und nach einer Stunde durch Valdez ersetzt wurde.

Stuttgart: „Nicht aggressiv genug“

Die Schwaben wirkten noch nicht so recht eingespielt, und auch der erste Pflichtspieleinsatz des vom FC Liverpool an den Neckar gewechselten früheren Nationalspielers Markus Babbel stand unter keinem guten Stern. Der ehemalige Münchner hatte mit dem Torschützen Klasnic seine liebe Müh und Not und verursachte auch den Strafstoß, der jedoch nicht verwandelt wurde. Auch von Nationalspieler Philipp Lahm kamen nur wenige Impulse, folgerichtig hingen auch die Stuttgarter Sturmspitzen Imre Szabics und Kevin Kuranyi weitgehend in der Luft. „Wir spielen nicht aggressiv genug und auch zu langsam“, hatte Stuttgarts Co-Trainer Krassimir Balakow schon in der Halbzeitpause kritisiert.

Torschütze Klasnic sowie der vom VfL Bochum verpflichtete Frank Fahrenhorst in der Hintermannschaft waren die stärksten Akteure im Team von Coach Thomas Schaaf. Beim letztjährigen Bundesliga-Vierten, der in der Ligapokal-Vorrunde den VfL Bochum mit 3:0 ausgeschaltet hatte, verdiente sich neben Hildebrand Mannschaftskapitän Zvonimir Soldo auf Grund seines bemerkenswerten Einsatzes eine gute Note.

SV Werder Bremen - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)
Bremen:
Reinke - Pasanen, Ismaël, Fahrenhorst, Stalteri - Borowski, Baumann, Ernst (70. Lagerblom) - Micoud - Klasnic (78. Paul), Charisteas (60. Valdez)
Stuttgart: Hildebrand - Hinkel (80. Cacau), Stranzl, Babbel, Lahm - Meira (72. Meißner), Soldo, Tiffert (65. Heldt) - Hleb - Szabics, Kuranyi
Schiedsrichter: Fleischer (Hallstadt)
Zuschauer: 12 900
Tore: 1:0 Klasnic (30.), 2:0 Valdez (86.)
Besonderes Vorkommnis: Hildebrand hält Foulelfmeter von Ismaël (26.)
Gelbe Karten: Micoud / Babbel

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