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Leichtathletik-WM Speerwerferin Steffi Nerius gewinnt Bronze

30.08.2003 ·  Steffi Nerius hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften die Bronzemedaille im Speerwerfen gewonnen und bescherte dem leidgeprüften deutschen Team endlich die dritte Medaille.

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Ohne die gedopte Doppelweltmeisterin Kelli White reichte es für das amerikanische 4 x 100 m Quartett bei dere Leichtathletik-Weltmeisterschaft nur zu Silber: In 41,83 Sekunden kamen die Amerikanerinnen nur auf den Ehrenplatz hinter der französischen Equipe, die in 41,78 gewann und den zweiten Titel für die Gastgeber innerhalb von 20 Minuten erkämpfte. Die deutsche „Notstaffel“ mit Melanie Paschke, Marion Wagner, Sandra Möller und Katja Wakan übertraf mit Platz fünf (43,27) die Erwartungen.

Für positive Schlagzeilen der sauberen Art sorgte zuvor Speerwerferin Steffi Nerius: Vor 55.000 Zuschauern im Stade de France erkämpfte die EM-Zweite aus Leverkusen mit 62,70 m Bronze und bescherte dem leidgeprüften Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) endlich die dritte Medaille.

Ein „gigantisches Gefühl“ Steffi Nerius

„Ich bin happy. Es ist ein gigantisches Gefühl, auf dem Treppchen stehen zu können“, jubelte Nerius. Weltmeisterin wurde die Griechin Mirlea Manjani mit der Weltjahresbestweite von 66,52 m vor der Russin Tatjana Schikolenko (63,28).

Siebenkampf-Vizeweltmeisterin Eunice Barber setzte in der Weitsprunggrube noch einen drauf: Mit 6,99 m im letzten Versuch gewann die 28jährige das erste Gold für Frankreich bei dieser WM. Zweite wurde die Russin Tatjana Kotowa (6,74). Anju Bobby George (6,70) entführte als Dritte die erste Medaille in der WM-Geschichte nach Indien.

Männer-Staffeln scheitern vorzeitig

Schon zum vierten Mal glückte dem Amerikaner Allen Johnson der WM-Coup über 110 m Hürden. Diesmal war der Olympiasieger in 13,12 Sekunden schneller als sein Landsmann Terrence Trammell (13,20). Das dritte Gold für Äthiopien holte die erst 18jährige Tirunesh Dibaba in 14:51,72 Minuten über 5000 m. Marathon-Weltmeister wurde der Marokkaner Jaouad Gharib in beachtlichen 2:08:31 Stunden.

Auch mit Ingo Schultz war für die deutsche 4 x 400-m- Staffel im Vorlauf Endstation; Schlußläuferin Grit Breuer führte die Frauen dagegen mit ihrem gefürchteten Spurt ins Finale. Das DLV-Sprintquartett der Männer rettete sich noch ins Halbfinale - und verlor dort den Stab. Die DLV-Bilanz war vor dem letzten Wettkampftag mehr als dürftig: Silber für Stabhochspringerin Annika Becker, dazu zwei Mal Bronze durch 50-km-Geher Andreas Erm und Steffi Nerius.

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