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Leichtathletik Dopingsperre für Calvin Harrison

03.08.2004 ·  Ohne 400-m-Läufer Calvin Harrison wird das amerikanische Olympiateam nach Athen reisen. Die nationale Anti-Doping-Agentur sperrte den Weltklasse-Sprinter nach seinem zweiten Dopingvergehen für zwei Jahre.

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Der amerikanische Weltklasse-Sprinter Calvin Harrison ist nach seinem zweiten Dopingvergehen für zwei Jahre gesperrt worden und wird damit nicht an den Olympischen Spielen in Athen teilnehmen. Darüber informierte am Montag (Ortszeit) die nationale Anti-Doping-Agentur USADA.

Harrison ist im Juni vorigen Jahres bei den nationalen Meisterschaften im kalifornischen Stanford die Einnahme des verbotenen Stimulanzmittels Modafinil nachgewiesen worden. Der Wiederholungstäter war bereits 1993 bei den amerikanischen Hallen-Junioren- Meisterschaften auf Ephedrin positiv getestet worden. Seinerzeit wurde der 400-m-Läufer für drei Monate gesperrt.

Aberkennung von Staffelgold droht

Harrison hatte im vorigen Monat bei den Olympia-Trials in Sacramento über die Stadionrunde den fünften Platz belegt. Er verpaßte zwar ein Einzelstartrecht, dennoch wurde er für Athen in den sechs Läufer umfassenden Staffel-Pool aufgenommen.

Durch die Suspendierung von Harrison droht der bei den vorjährigen Weltmeisterschaften siegreichen 4-x-400-m-Staffel der Vereinigten Staaten die Aberkennung der Goldmedaille. Harrison hätte bei den im August in Paris ausgetragenen Titelkämpfen nicht zum Einsatz kommen dürfen. Über die Disqualifikation hat der Leichtathletik-Weltverband IAAF zu entscheiden. Sollten die Staffel nachträglich disqualifiziert werden, würde Frankreich als Weltmeister nachrücken. Harrison war der erste Läufer im Team, dem außerdem Tyree Washington, Derrick Brew und Jerome Young angehörten.

IOC entscheidet über Medaillen

Calvin Harrison gehörte auch vor vier Jahren bei den Spielen in Sydney zusammen mit seinem vor einer lebenslangen Dopingsperre stehenden Zwillingsbruder Alvin sowie Michael Johnson und Antonio Pettigrew zum erfolgreichen Staffel-Quartett. Auch diese Goldmedaille
wird voraussichtlich aberkannt werden, weil der im Vorlauf und Halbfinale eingesetzte Jerome Young nicht hätte starten dürfen. Young war 1999 positiv auf Anabolika getestet worden, wurde damals aber vom amerikanischen Verband nicht wie üblich für zwei Jahre gesperrt.

Im Juni hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) Young als des Dopings
überführt erklärt und ihm die Goldmedaille aberkannt. Nachdem sich die IAAF bereits für die Disqualifikation der gesamten Siegerstaffel von Sydney ausgesprochen hat, muß darüber nun das Internationale Olympische Komitee (IOC) endgültig entscheiden.

Alvin Harrison ist von der USADA wegen der Einnahme des verbotenen anabolen Steroids THG angeklagt worden. Ein positiver Test liegt von dem Olympia-Zweiten über 400 m allerdings nicht vor. Harrison hat sich zur Klärung seines Falles an ein amerikanisches Schiedsgericht gewandt.

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