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Leichathletik-EM kompakt Börgeling und Lobinger souverän

 ·  Die zwei deutschen Stabhochspringer haben am dritten Tag der Leichtathletik-EM in München im Vorkampf ohne Probleme abgehoben.

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Zwei deutsche Stabhochspringer haben am dritten Tag der 18. Leichtathletik-EM in München ohne Probleme abgehoben. Im Finale am Samstag wollen Lars Börgeling und Tim Lobinger den Srpung auf einem Medaillenplatz schaffen.

„Lars und Tim waren sehr souverän“, lobte Bundestrainer Herbert Czingon nach der eindrucksvollen Qualifikation. Nur der nachgerückte Richard Spiegelburg verpasste den Endkampf, für den der fehlerfreie Börgeling versprach: „Eine Medaille werden wir sicher gewinnen.“

Der beste Geher aller Zeiten

Die erste Entscheidung des dritten Tages war wieder mal ein Fall für den besten Geher aller Zeiten. In „Weltrekord“-Zeit fügte der Pole Robert Korzeniowski seiner beachtlichen Medaillensammlung ein weiteres Gold hinzu und verteidigte seinen Titel über 50 km erfolgreich. Der Sportlehrer aus Krakau, dem bei Olympia in Sydney das historische Double über 20 und 50 km gelungen war, siegte auf dem Rundkurs durch den Olympiapark in 3:36:39 Stunden mit deutlichem Vorsprung vor dem Russen Aleksej Wojewodin (3:40:16) und dem Spanier Jesus Angel Garcia (3:44:33).

Korzeniowski verbesserte bei seinem bemerkenswerten Alleingang auf den nunmehr 30 Jahre alten Spuren des deutschen Olympiasiegers Bernd Kannenberg die zwei Jahre alte Weltbestzeit des Russen Walerj Spitsin um 47 Sekunden. Der Besitzer eines Sportgeschäftes, der zeitweise in Frankreich lebt und sich von einer Süßwarenfabrik unterstützen lässt, hat über 50 km in seiner Karriere außerdem Gold bei Olympia 1996 sowie bei den Weltmeisterschaften 1997 und 2001 gewonnen. Ein deutscher Teilnehmer war in München nicht am Start.

Aus für Bolm

Hartnäckige Ischiasprobleme raubten der Kölnerin Kirsten Bolm, bei der Hallen-EM 2002 in Wien nachträglich vom dritten auf den zweiten Platz hochgestuft, über 100 m Hürden wie befürchtet die Medaillenchance. In ihrem Vorlauf kam sie erst als Fünfte (13,46 Sekunden) ins Ziel.

„Das war ein trauriger Augenblick in meinem Sportlerleben“, klagte die 27 Jahre alte Studentin. Seit den deutschen Meisterschaften vor vier Wochen habe sie nicht mehr richtig trainieren können, „aber dass es eine solche Katastrophe wird, habe ich nicht gedacht“, sagte die deutsche Meisterin, die nach der Verbesserung ihrer Bestzeit auf 12,84 in diesem Jahr zumindest um Bronze hätte mitlaufen können.

Drehende Winde

Neben Börgeling, der 5,45 m und 5,60 jeweils im ersten Versuch meisterte, blieb bei ungünstigen Bedingungen nur der Tscheche Stepan Janacek ohne Fehlversuch. Während auch Lobinger nach einem Patzer die Höhe von 5,60 locker meisterte, wurden Spiegelburg, der durch den Verzicht von Danny Ecker kurzfristig ins EM-Aufgebot nachgerückt war, die ständig drehenden Winde zum Verhängnis.

Der Leverkusener kam zwar wie acht der zwölf Finalteilnehmer über die 5, 45 m, allerdings verpasste er wegen der höheren Zahl an Fehlversuchen die Medaillenrunde. Weiter souverän auf Goldkurs lag der Zehnkampf-Weltrekordler. Roman Sebrle aus Tschechien lag nach der siebten Disziplin bei 6330 Punkten und damit ungefährdet in Führung. Seinen Weltrekord (9026) wird er allerdings verfehlen. Vor den letzten drei Disziplinen trennten ihn bereits 157 Punkte von seiner „Marschtabelle“.

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