Professor Werner Franke, geboren am 31. Januar 1940 in Paderborn, ist ein weltweit anerkannter und hochdekorierter Krebsforscher. Er leitet seit 1973 das Institut für Zellbiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg, nach seinem 65. Geburtstag befindet er sich in einem Verlängerungsjahr.
Seine Frau Brigitte Berendonk, einst Diskuswerferin und Kugelstoßerin, machte schon in den siebziger Jahren mit Zeitungsartikeln von sich reden, die Anabolika-Doping anprangerten. In das Licht der breiten Öffentlichkeit trat das Paar 1991. In diesem Jahr erschien das Buch "Doping Dokumente", in dem das systematische Doping des DDR-Sports anhand zahlreicher Unterlagen belegt wird. Vor fast 15 Jahren hatte Franke hauptsächlich an der militärmedizinischen Akademie Bad Saarow die Dokumente gefunden und gesichert.
Mit seiner Aufklärungsarbeit gab er unter anderem den Anstoß zur Änderung des Arzneimittelgesetzes 1998. Er brachte durch Anzeigen die Doping-Prozesse in Gang, unterstützt die Doping-Opfer in ihrer Schadensersatzklage gegen den einstigen Dopingmittel-Produzenten Jenapharm, initiierte die Gründung des Dopingopfer-Hilfevereins und sorgte dafür, daß der Staat einen Hilfsfonds auflegte. Franke ist ein leidenschaftlicher Kritiker von Sportfunktionären, besonders des Internationalen Leichtathletik-Verbandes.