18.01.2013 · Lance Armstrong hat den Kampf gegen Doping nicht weitergebracht mit seiner Beichte. Wenn er dem angeblich geliebten Radsport helfen will, dann muss er Ross und Reiter nennen.
Von Anno HeckerRichtlinien für Lesermeinungen
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Sorry, aber ich bewundere diesen Mann!
Er hat das System von Anfang an durchschaut!
Der TV-Zuschauer möchte immer mehr,immer schneller,immer besser,
und das war nur mit Doping möglich. Jeder, der selbst mal Rennrad
gefahren ist, weiß daß bereits im Straßensport
fleißig gedopt wird. Wer von uns tatsächlich geglaubt hat,
daß LA nur mit Müsliriegel die Berge hochgedüst ist, der
glaubt auch an den Weihnachtsmann!
Es ist schade für diese Sportart, aber wir sollten akzeptieren,
daß es einfach Sportarten gibt, bei denen nicht der Bessere,
sondern der besser gedopte gewinnt. Eine häßliche Wahrheit
für saubere Sportler!
LA bleibt seiner Linie jetzt treu. Die Vermarktung seiner Person im TV
ermöglicht ihm interessant zu bleiben und läßt seine
Kasse weiter klingeln.
Und letztendlich wird ihm der dämliche TV-Zuschauer genauso
zusehen, wie er es damals bei der Tour de France gemacht hat!
Ich wiederhole mich, dieser Mann hat das System kapiert!
Ich habe auch eine Zeitlang regelmäßig Tour de France geschaut.
Und kann aus zwei Gründen sagen, ihr Kommentar ist falsch.
Erstens: Weder ich noch meine Freunde wollten "immer schneller,
immer besser" sehen. Die Etappen waren doch nie vergleichbar und
die Durchschnitts- oder Spitzengeschwindigkeiten völlig unwichtig.
Zweitens: Das Zuschauerinteresse am Radsport ist wegen der
Dopingproblematik stark zurückgegangen. Mein Verdacht: gedopte
Sportler will eigentlich niemand sehen, da helfen auch
übermenschliche Leistungen nicht.
Mag sein, dass es immer Doping geben wird. Aber das liegt an Typen wie
Armstrong, der nicht nur einer von vielen ist, sondern ein Extremfall.
Ich bewundere ihn nicht, ich halte ihn für eines der
größten A****löcher.
@Herr Schaller
Dieser Mann hatte die Wahl zwischen Betrug an der Gesellschaft und
sportlicher Fairness. Er hat sich für den Betrug entschieden und
damit muss er nun auch leben. Ihre Argumentation ist die typische
"Alle habens gemacht was wollt ihr von mir". Dann gebe ich mal
das typische Gegenargument: "Wenn alle ausm Fenster springen,
springste doch auch nicht hinterher".
Wenn ein Sport von Doping 1zerfressen ist, dann liegt das nicht am Sport
sondern an den Hohlbirnen, die ihn ausführen und/oder managen.
Lernziel definiert!
Wieso Sorry? Eine glasklare Beschreibung eines Lernziels. natürlich steht sie im Konflikt mit dem Fairnessgebot im Sport, aber dem kann man schnell abhelfen, wenn man Dopingklassen einführt. Statt der "Prohibition" Doping legalisiert und es beim Sport immer mehr auf die Methode ankommt, dann sollten auf dem Treppchen auch alle Helfer stehen und nicht nur das Aushängeschild.
Woran erkennt man einen Lügner?
Eine der großen Fragen der Kriminalfroschung.
Dank der vielen Interviews, die es mit L.A. gibt, gibt es dazu jetzt
auch eine wunderbare Quelle. Eine Fundgrube sind all die Interviews,
jetzt wo wir wissen, dass es uns getäuscht hat! Wie hat er uns
seine Siege erklärt, seine Erfolge und wie ist er mit Kritikern umgegangen.
Seine Gesten, wie er mit den Fingern spielt, sich an's Ohr fasst, mit
dem Zeigefinger über seine Nasenflügel streicht, die Augen
verdreht, - seine ganze Haltung! Ein unwiederstehliches Studienobjekt.
Die Gesten eines Lügners!
Hoffe die großen Profilder beginnen mit ihren Interviewanalysen
und schreiben darüber.
Empirik ist doch eine spannende Quelle zur Erforschung all zu
menschlichen Verhaltens!
Ein betriebswirtschaftliches Medien-Lehrstück
Wie holt man aus einer vermeintlichen Niederlage einen zumindest
finanziell maximalen Gewinn?
Indem ein eigentlich ebenso überfälliges wie unnötiges,
nun aber angeblich sensationelles Geständnis tagelang global
angekündigt wird, um angesichts der maximal zu erwartenden
Einschaltquoten die Werbeeinbelndungen zu Höchstpreisen verkaufen
und daran partizipieren zu können. In keinen Medien habe ich
Angaben dazu gefunden, wieviel Geld OW an LA für dieses Event
zahlt, auf welchem Wege auch immer. Diese Zahl wäre jedenfalls interessant.
Vor (Sport-) Gerichten werden für solche Teil-Geständnisse
wohl in der Regel keine solchen Summen bezahlt (ggf. bis auf
Sonder-US-Ausnahmen für echte Whistleblower).
Und die Medienwelt macht bei alledem gerne mit, denn auch sie labt sich
an solchen aufgeblasenen, für die reale Lebenswelt aber ziemlich
irrelevanten Pseudo-Skandalen.
Wer die Doping-Realität verstehen will, lese die deutlichen Worte
von Prof. Franke.
Mehr braucht niemand.
Honorar von OW TV!
Laut Bericht hat er kein Honorar für's Interview bekommen.
Ihre betriebswirtschaftlichen Anmerkungen sind eine gute Ergänzung.
Er und sie verdienen Geld, an der Vermarktung des Interviews und es gibt
genug, die dafür Geld auf den Tisch legen, obwohl es genau anders
herum sein müsste.
Die Medienwelt sollte jede Meldung über einen Celebrity, denen
selbst in Rechnungen stellen, aller GEMA. Wer ins Fernsehen will und
eine Botschaft hat, die nicht frei von Selbstmarketing ist, sollte
dafür bezahlen. (nota bene, liebes FAZ Management!)
Den Medien sollten wieder schärfer unterscheiden, was Marketing ist
und was wirklich eine echte Nachricht, die verbreitet werden muss.
Was stimmt nicht an dem Comic?
Der Inhalt der Textblase! Richtiger wäre:
Q.: Haben sie auf einer Tour schon mal drei Zigarettenschachteln geraucht?
A.: Ja !
Q.: Haben sich auch schom mal auf einer Bergetappe Whiskey weg geputzt?
A.: Ja !
Q.: Soll ihnen das einer mal nach machen?
A.: Ja, wenn er das kann!
L.A. gehört nicht von einer befreundeten Journalisten befragt,
sondern in aller Öffentlichkeit,unter Eid ins kreuzverhör
genommen!
L.A. ein krimineller, kein Sportler! Unsportlichkeit hat einen neuen
Namen! Mach mal den Armstrong! Oder lancen!
Tags: Meineid, Betrug, Vortäuschung falscher Tatsachen, Verleumdung
zum Schaden Dritter..
Das Armstrong nicht Ross und Reiter nennen würde in seiner TV-Beichte,
war zu erwarten. Er hat mit sich selber und seinen Dopingpraktiken mehr
als zu kämpfen. Einst war ein ein Radsport-Held, wie auch Jan
Ullrich so
einer war. Für Armstrong verdüstert sich nun der Himmel und er könnte
vom Himmel in die Hölle hinab steigen.
Dennoch sollte in diesem Kontext erwähnt werden, das alle Tests negativ
waren bei Armstrong. Dies ist kein Zufall, denn die weltweite positive
Dopingquote im Spitzensport, erreicht noch nicht einmal ein Prozent.
Sie werden im Radsport nun, speziell bei der Tour de France, Be-
sserung geloben bezüglich Doping und wieder vom sauberen Sport
orakeln. Man kann dies den Radsport-Profis nicht mehr glaubwürdig
abnehmen. ARD und ZDF werden im diesem Jahr die Tour aufgrund
der Dopingfälle nicht mehr übertragen. Den Radsportfans wird dies
nicht sonderlich schmecken, der Tour natürlich auch nicht, aber wem
kann man hier eigentlich noch gerecht werden?
Manipulation durch Armstrong?
Auch wenn Armstrong die Dopingproben manipliert hat
oder hat manipulieren lassen, sind alle seine Doping-
proben defintiv negativ geblieben.
Man weiß doch, das die Rad-Profis dopen wie die
Kesselflicker. Die erwischt werden bei den Kontrollen,
sind nur singulär. Anno Hecker, deutete mit den
"famosen" Anti-Doping-Agenturen an, welches
denn von jenen zu halten ist!
Alle Tests waren negativ?
Woher wissen Sie, dass nicht auch hier manipuliert worden ist? Das ist
keine böse Unterstellung, sondern die aller wahrscheinlichste
Realität. Die Frage sollte lauten: Wie konnte er die Tests
manipulieren?
Armstrong ist doch nur die Spitze des Eisbergs
Armstrong ist ekelhaft, seine Verarsche von krebskranken Menschen ist abartig. Es gibt nur noch eine widerwärtigeres Pack, das sind die Antreiber, die dahinter stehen. Lobbyisten, Pharma und Verbände. Ein eiserner Besen müsste das ganze Pack hinwegfegen! Gnadenlos! Solange das nicht geschieht, will ich keinen Radsport sehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.01.2013 11:35 UhrKrankenakte offenlegen!
Erst erzählt er uns die Geschichte von seiner Krebserkrankung und
wie er zu neuem Leben erwacht ist.
Wie heißt es so schön, je größer die Lüge,
desto glaubwürdig wird sie!
Also, alles schön aufbauschen, dann nimmt man dir das auch ab und
jetzt die Tränen und sein Gang nach Kanossa ist ja ein wohl
eingebetteter -, man kann das auch Komfortzone nennen. Vorbildlich und
am Ende kommt ein Anwalt, der uns erzählt, dass wir selbst schuld
sein, weil wir ihm das alles glaubten.
Ich zweifele jetzt auch an seiner Krankenakte! Es wird alles gar nicht
so schlimm gewesen sein! Aber mit Krebs läßt sich gut
Geschäft machen und Geschäfte machen, das kann er wirklich gut.
Er sollte seine Krankenakte veröffentlichen, dann glauben wir ihm
zumindestens das!
Ist ja klar: Nach der Armstrong-Beichte muss erstmal wieder die
Moralkeule ausgepackt werden, das drängt sich ja geradezu auf. Wie
denn, wenn Armstrong ein paar von den Rössern und Reitern genannt
hätte? Ich verwette meinen Allerwertesten darauf, dass auch das zum
Nachteil von Armstrong gewertet werden würde (z.B. Verantwortung
auf andere schieben, etc.).
Moral ist einfach nur blöde. Indem sie sich - anstatt die Tat
genauer ins Visier zu nehmen - die Person verurteilt, die die Tat
begangen hat, lenkt sie unsere Aufmerksamkeit dorthin, wo kein
Blumentopf zu gewinnen ist. Wo sich nichts zum Besseren wenden kann.
Der Fall Armstrong sollte vielmehr Anlass dazu sein, den medial
hochgejubelten und kommerziell lukrativen Leistungssport zu
hinterfragen. Auch auf Zuschauerseite: Wozu eigentlich brauchen wir die
"großen Emotionen", den Traum des "one moment in
time", Rekorde brechen, Geschichte schreiben, die Erhöhung von
"Leistung" zum Symbol (nicht vorhandener) Unsterblichkeit?
Maßstäbe festlegen
Ob wir die Moral vergessen sollen, fragen Sie. Meine Antwort: Ja. Sie
führt zu nichts, weil sie immer doppelbödig ist, uns in
zirkuläre Denkstrukturen führt und somit zuverlässig
verhindert, dass wir uns Gedanken über die eigentliche Problematik
und solide Maßstäbe machen, die einen fairen
Interessensausgleich ermöglichen. Wünschenswert wäre
nicht Moral, sondern Ethik.
Ausnahmslos alle Menschen suchen ihren persönlichen Vorteil - in
dem Umfeld und mit den Möglichkeiten, die ihnen jeweils zur
Verfügung stehen. Im Leistungssport schlägt sich dies im
Doping nieder; und was den Radsport betrifft, so wissen wir alle, dass
kaum jemand clean ist, wollen es aber nicht wahrhaben. Wir müssten
uns eigentlich mal Gedanken darüber machen, wer hier welche
Interessen hat (Sportler, kommerzielle Medien, Zuschauer), ob ein
Interessensausgleich ohne Schaden möglich ist, und wenn ja, wie.
Alles andere ist pure Zeitverschwendung.
So ist es! und auch die Journalie ist gefragt,
denn diese permanente Überhöhung von sportlichen Superlativen
ist zum kotzen. Das hat auch nichts mit Sport zu tun, zu mindestens
für jene, die täglich Laufen oder anderweitig Sport betreiben.
Das sind die echten Heros, die ihre Grenzen akzeptieren und nicht
anfangen zu manipulieren. Aber das gibt es wohl nur jenseits des vom
Kommerz gesteureten Sports.
Auffällig ist ja auch, wer jetzt alles schweigt und die Klappe
hält, der sich zuvor so gern mit Armstrong hat ablichten lassen!
Sehr gute Analyse Herr Wegener.
Mir ist dies auch langsam widerwärtig, dieser Rummel, dieser
Showjubel, diese Rekordjagd,..., man kann dem kaum ausweichen. Was
wirklich dahinter steckt wird nur ab und an in Häppchen
veröffentlicht, dann aber auch nur für medialen Rummel.
Da kommt einem der Vergleich zu Brot und Spielen aus dem Römischen
Reich, mehr sollen unsere Menschen scheinbar auch nicht mehr bekommen.
Demokratie und Menschenwürde sind da nur noch zweitrangig.
"Moral ist einfach nur blöde."
Sollen wir uns jetzt hinstellen, die Moral vergessen und Armstrong zum
Comeback auffordern?
Natürlich reicht es, wenn wir Besserung wollen, nicht Armstrong
einfach zu verdammen. Natürlich muß man sich fragen, wie so
jemand "systemrelevant" werden konnte.
Aber am Anfang muss schon die Frage der Moral stehen, denn ohne diese
Kategorie brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.
Man sollte die Sache auch mal aus einer anderen Sicht sehen, weil sein Schweigen dann Sinn macht
Er hat nur Sachen zugegeben, die ihm eh schon nachgewiesen wurden.
Richtig ist aber auch, wenigstens das hat er gemacht.
Auch ich war zu erst darüber enttäuscht, dass es bisher keine
weiteren Informationen preisgegeben hat. Aber vielleicht steckt dahinter
doch mehr:
Erstens weiß doch gerade Armstrong am besten, wie gefährlich
Anschuldigungen sein können. Er selber ja selber andere die die
Wahrheit gesagt haben "Mundtot" gemacht.
Zweitens, und das scheint mir viel naheliegender, sind die zu
erwartenden Prozesse. Er hätte z.B bei einem
"Strafprozess" o.ä. ja immer noch was in der Hinterhand.
Er rückt mit den "Hintermännern" raus und bekommt
dafür nur eine Bewährungsstrafe...
Wie gesagt, ich vermutet deshalb sein Schweigen. Somit kann er im
Verfahren noch "was anbieten".
Man kann moralisch darüber streiten, aber aus Sicht seiner
Anwälte, wäre dies eine logische Entscheidung.
sehr richtig
und daran erkennt man den Kriminelle, der nicht aufhört sein Umfeld
zu manipulieren. Deshalb darf man auch die größten
Fragezeichen hinter seine Aussagen setzen, nichts davon entspricht der
Realität, wie sie sich aus vielen Teilen zusammensetzt. Er stellt
wieder Einmal wieder nur seine Sichtweise vor.
Erst, als der große faire Sportler, der nach einer Krebserkrankung
wiedererwacht ist und dann den reuigen Sünder.
Wie heißt es so schön, je größer die Lüge
desto glaubwürdig wird sie!
Also, alles schön aufbauschen, dann nimmt man dir das auch ab und
jetzt die Tränen und sein Gang nach Kanossa. Alles in eine
Komfort-Zone eingebettet.
Wieso haben wir ihm das alles gelaubt, der US Amerikaner, der aus dem
Nichts zum Superstar im Radsport wird, obwohl da doch gar keine
Strukturen zur entsprechenden Sportförderung existieren.
Den "Sportler" Armstrong schnell vergessen
Lance Armstrong ist ein erschütterndes Beispiel, was aus Menschen werden kann bzw. was Menschen aus sich selbst machen um des Erfolges willen.......Sicherlich galt dieser Mensch in Banken und Großkonzernen als mal leuchtendes Beispiel......
Wärs ohne Interview-Beichte besser gewesen? War unnötig?
Das Interview habe ich ja leider nicht gesehen und die Sache im Detail auch nicht verfolgt, aber von dem was ich den derzeitigen Berichten entnehme, hat er nun offen etwas zugegeben, was viele schon länger vermutet haben. Dass er keine weiteren Namen nennt und Niemand anschwärzt - mh, genau genommen müssten diese Beteiligten seinem Beispiel folgen und selbst mit einem Geständnis kommen. Idealerweise führt dieses Interview ja dazu, dass da einiges oder noch mehr ins Rollen kommt ..
Wie halten Sie es mit dem Confed-Cup?