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Kommentar Warnsignal Arena

18.07.2007 ·  Der Weg ist frei für die Rückkehr der Bundesliga zu Premiere. Die Finanzinvestoren, denen Arena gehört, haben den deutschen Bezahlfernsehmarkt falsch eingeschätzt. Dass es den Eigentümern so eklatant an Branchenkenntnis mangelte, gibt Grund zur Sorge. Von Marcus Theurer.

Von Marcus Theurer
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Am Mittwoch hat das Bundeskartellamt erwartungsgemäß den Weg frei gemacht für die Rückkehr der Fußball-Bundesliga zum Bezahlsender Premiere. Der bisherige Konkurrent Arena streicht weitgehend die Segel und wird wohl ganz vom Markt verschwinden. Geht der Platzhirsch Premiere damit nach anderthalbjährigem Kampf gegen den neuen Herausforderer als strahlender Sieger vom Platz?

Sicher nicht, dafür ist der kolportierte Preis mit dem sich Premiere die Bundesliga zurückgekauft hat, zu hoch. Zumindest strategisch allerdings ist dieser Ausgang für den Sender ein wertvoller Erfolg.

Bezahlfernsehmarkt völlig falsch eingeschätzt

Dem Kabelnetzkonzern Unity Media ist es mit seiner Tochtergesellschaft Arena nicht gelungen, das Bezahlfernsehmonopol in Deutschland zu sprengen. Die Finanzinvestoren BC Partner und Apollo, denen Unity und damit Arena gehört, haben den deutschen Bezahlfernsehmarkt völlig falsch eingeschätzt. Anders ist der Rückzieher schon ein Jahr nach Sendestart nicht zu erklären.

Das ist ein Warnsignal und es weist über den Einzelfall hinaus: Finanzinvestoren kontrollieren mit Unity, Kabel Deutschland, Pro Sieben Sat.1 und weiteren Anbietern zahlreiche Schlüsselunternehmen im deutschen Fernsehgeschäft. Dass in dieser wichtigen Gruppe von Eigentümern ein so eklatanter Mangel an Branchenkenntnis anzutreffen ist, gibt Grund zur Sorge.

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Jahrgang 1972, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

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