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Judo-WM : Yvonne Bönisch mit Silber ins Krankenhaus

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Yvonne Bönisch besiegt die Kubanerin Yurisleydis Lupetey Bild: AP

Yvonne Bönisch hat bei der Judo-WM die Silbermedaille in der Klasse bis 57 kg gewonnen. Bronze in der Kategorie bis 52 kg erkämpfte Raffaella Imbriani.

          Mit ausgekugeltem Ellenbogen freute sich Yvonne Bönisch über Silber, Raffaella Imbriani holte Bronze: Die deutschen Judoka kämpfen bei der WM in Osaka in der Weltspitze mit.

          Einen Tag nach dem sensationellen Titelgewinn des Münchners Florian Wanner in der 81-kg-Klasse steigerte der Deutsche Judo-Bund (DJB) seine Medaillen-Bilanz auf fünf. Außerdem hatten die Leipzigerin Annett Böhm (-70 kg) und Anna von Harnier (Böblingen/-63 kg) jeweils Bronze erobert. Mit ihren Erfolgen erhöhten Bönisch und Imbriani zugleich die Zahl der dem DJB zustehenden Olympia-Startplätze vor dem letzten WM-Tag auf sieben. Vor vier Jahren bei der letzten vorolympischen WM in Birmingham hatte der DJB nur einmal Bronze (Anna-Maria Gradante) und drei Olympia-Tickets erkämpft.

          „Sensationeller Auftritt“

          Die Titel sicherten sich in der mit 12.000 Zuschauern ausverkauften Osaka-Jo-Hall Amarilis Savon (Kuba/-52 kg) und Sun-Hui Kye (Nordkorea/-57 kg) bei den Frauen sowie Won-Hee Lee (Südkorea/-73 kg) und Arash Miresmaili (Iran/-66 kg) bei den Männern.

          „Wenn mir einer gesagt hätte, daß wir nach dem dritten WM-Tag schon mit fünf Medaillen dastehen, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt. Unser Auftritt hier ist sensationell“, sagte DJB-Cheftrainer Manfred Birod. Dabei verpaßte Yvonne Bönisch (Potsdam) den ersten deutschen WM-Frauentitel seit zehn Jahren (1993 siegte Schwergewichtlerin Johanna Hagn) knapp. 1:07 Minuten vor dem Ende des Finalkampfes gegen Nordkoreas Olympiasiegerin Sun-Hui Kye stürzte Bönisch bei einer Wurfaktion unglücklich zu Boden und mußte mit ausgekugeltem Ellenbogen aufgeben.

          Nach Siegerehrung ins Krankenhaus

          „Sie hat sich unglücklich abgestützt. Das war großes Pech“, meinte Bundestrainer Norbert Littkopf. Mannschaftsarzt Albert Güssbacher kugelte den Ellenbogen hinter den Kulissen umgehend wieder ein. Dennoch mußte Bönisch, die unter anderem in der Vorschlußrunde die favorisierte Titelverteidigerin Yurisleidis Lupetey (Kuba) bezwang, nach der Siegerehrung zur Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht werden.

          „Mein Traum von einer WM-Medaille ist in Erfüllung gegangen. Jetzt kann ich mich in Ruhe auf Athen vorbereiten“, sagte Raffaella Imbriani. Die 30jährige warf ihre nordkoreanische Kontrahentin Sung-Sim Ri nach 3:33 Minuten entscheidend zu Boden.

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