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Interview Interview Sven Hannawald: "Innerlich habe ich 200 Puls"

Völlig überwältigt vom Doppel-Sieg und den eigenen Gefühlen: Sven Hannawald kann nicht fassen, was ihm bei der Vierschanzentournee widerfahren ist. Das Interview.

© AP Vergrößern Frohnatur: Sven Hannawald

Völlig überwältigt vom Doppel-Sieg und den eigenen Gefühlen: Sven Hannawald kann nicht fassen, was ihm bei der Vierschanzentournee widerfahren ist. Eigentlich ist er gar nicht so locker, wie es von außen ausschaut.

Zweiter Wettkampf, zweiter Sieg - ist die Vierschanzentournee ein wahr gewordener Traum für Sie?

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Sven Hannawald: Ich schnalle einfach gar nichts mehr. Ich bin nur noch oberfroh. Es ist phänomenal. Ich genieße einfach das geile Siegesgefühl. Ausgerechnet bei diesem Spektakel der Vierschanzentournee läuft es optimal. Es ist unfassbar.

Sie haben nach ihrem Finalsprung riesig gejubelt. Wussten Sie schon, dass die Weite zum Sieg reicht?

Das wusste ich nicht, aber ich musste meine Freude einfach herausschreien. Die Anspannung war so groß. Ich war in dem Moment einfach froh, dass der Wettkampf zu Ende ist.

Aber Sie wirken doch eigentlich locker und gelöst ...

Das sieht nur so aus. Innerlich habe ich 200 Puls und kriege bald den Herzkasper. Wenn das mit dem Nervendruck so weiter geht, fange ich ich im nächsten Jahr bei den Nordisch-Kombinierten an. Ich bin wirklich froh, wenn hier jeder Tag rum ist.

Jetzt haben Sie bei Halbzeit 20 Punkte Vorsprung auf Adam Malysz, und die größten Schanzen kommen noch. Ist der Gesamtsieg bei der Tournee jetzt oberstes Ziel?

Ich schaue erst einmal nur bis Innsbruck. Die Schanze dort ist ganz neu und soll Weiten über 130 Meter zulassen. Das kommt uns Deutschen sicher entgegen. Ich versuche, weiter mein Zeug zu machen. Den Rest werden wir sehen. Ich brauche doch bloß mal bei einem Jubler auf dem Hosenboden rodeln, und schon ist der ganze Vorsprung weg.

Sind Sie derzeit in der Form Ihres Lebens?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals eine so gute Form hatte. Ich habe bei jedem Sprung ein schönes Gefühl. Und solche Sachen wie Anfahrtgeschwindigkeit oder Material interessieren mich überhaupt nicht.

Was machen Sie eigentlich mit den Siegerpokalen. Werden die bis zum Ende in Bischofshofen mitgeschleppt?

Nein, hoffentlich nicht. Mir ist nämlich schon mal einer kaputt gegangen. Ich hoffe, ich sehe meinen Vater hier noch mal und kann ihm die Pokale mitgeben. Da sind sie sicher.

Quelle: dpa, sid

 
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