Im Duell der Fehlstarter in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga hat sich der Hamburger SV auf seine Heimstärke besonnen und den VfL Wolfsburg mit 2:0 (1:0) besiegt. In einem niveauarmen Nordderby trafen Sergej Barbarez (18. Minute) mit seinem achten Saisontreffer und Nationalspieler Christian Rahn (88.). Damit revanchierten sich die Hanseaten am Samstag für das 1:5-Debakel in der Hinrunde. Für Wolfsburg war es bereits die dritte Niederlage in Serie.
HSV-Coach Klaus Toppmöller begann vor 41.017 Zuschauern in der AOL-Arena offensiv und brachte Naohiro Takahara neben Bernardo Romeo im Sturm. Nach acht Minuten gab Stefan Beinlich einen Warnschuß aus 25 Metern ab, die Durchschlagskraft fehlte den zu Beginn tonangebenden Hamburgern aber. Mit nur 16 gesunden Profis war VfL-Coach Jürgen Röber in die Hansestadt gereist. Dafür führte erstmals im neuen Jahr Spielmacher D'Alessandro nach seiner Verletzungspause Regie, blieb aber unauffällig und ging nach 76 Minuten vom Platz. Zudem hatte Röber überraschend Marco Topic als zweite Spitze nominiert.
Schnoor konnte Barbarez nicht bremsen
Die harmlosen Niedersachsen erarbeiteten sich in den ersten 45 Minuten keine echte Torchance. Lediglich Abwehrspieler Maik Franz kam nach zwölf Minuten zu einer Kopfballmöglichkeit, die HSV-Keeper Stefan Wächter ohne Mühe parierte. Die wenigen Konter der Wolfsburger verliefen im Sande. Wieder einmal war es Sergej Barbarez, der für den spielerischen Höhepunkt in der ersten Halbzeit sorgte: Nach einem Paß von Mehdi Mahdavikia setzte sich der Bosnier gegen Kapitän Stefan Schnoor energisch durch und traf mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 20 Metern Entfernung. Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch streckte sich vergebens. Nach dem Führungstor erlahmten jedoch die Angriffsbemühungen auf beiden Seiten.
Wie verwandelt kam der HSV aus der Kabine und erarbeitete sich Torchancen im Minutentakt. Stefan Beinlich (50.) hatte die größte Möglichkeit, als er freistehend aus zehn Metern per Kopf vergab. Auch David Jarolim (57.) und Takahara (60.) scheiterten in bedrängter Situation. Danach erlahmte das Angriffsspiel abermals. Erst die Hereinnahme von Rahn für den harmlosen Takahara belebte die schwache linke Seite mit guten Flanken. Dem viel kritisierten Offensivspieler glückte zwei Minuten vor Schluß das 2:0 nach einer starken Vorarbeit von Jarolim.