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Handball-WM Deutschland steht im Achtelfinale

Noch im November hatten die deutschen Handballer gegen Montenegro in der EM-Qualifikation verloren. Jetzt nutzten sie die Gelegenheit zur Revanche. Nach dem Sieg ist das WM-Achtelfinale sicher und gar der Gruppensieg möglich.

© dpa Deutschland setzt sich durch: Der Montenegriner Melic versucht Christophersen zu stoppen

Die deutschen Handballspieler gehören bei der WM in Spanien zu den Top 16. Mit einer Energieleistung und einem fast unüberwindbaren Abwehrriegel besiegte der EM-Siebte an diesem Mittwoch in Granollers Angstgegner Montenegro mit 29:21 (13:11). Durch den dritten Sieg im vierten Spiel der Vorrundengruppe A hat sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) wie ersehnt vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Montenegro, das in der WM-Qualifikation den Olympia-Zweiten Schweden ausgeschaltet hatte, bleibt ohne Punktgewinn.

Mit einem Sieg im abschließenden Vorrundenspiel am Freitag gegen Weltmeister Frankreich kann das Team von Bundestrainer Martin Heuberger nun sogar den Gruppensieg erringen und somit ein Duell gegen den Vierten der Parallelgruppe A sichern. Im Fall einer Niederlage ist freilich auch noch ein Abrutschen auf Rang drei möglich. Vor rund 3700 Zuschauern warf Dominik Klein vier Tore.

Germany vs Montenegro © dpa Vergrößern Dominik Klein im Spiel gegen Montenegro

Der Held des deutschen 31:27-Sieges gegen Argentinien am Vortag musste gegen Montenegro wieder auf der Bank Platz nehmen. Bundestrainer Heuberger setzte in seiner Startformation auf Silvio Heinevetter als Nummer 1 im Tor statt Carsten Lichtlein. „Wir haben zwei gute Torhüter dabei. Ich habe immer gesagt, dass Silvio Heinevetter die Nummer 1 ist“, erklärte Heuberger.

Gegen Montenegro war noch eine Rechnung offen

Lichtlein nimmt die Rangordnung an, ohne zu murren. „Wenn ich komme, muss ich 100 Prozent da sein. Wenn ’Heine’ gut hält, freue ich mich auch. Das Team muss zwei Punkte holen, egal wer im Tor steht“, sagte der Lemgoer. Und weiter: „Wir sind zwei verschiedene Typen. Ich ergänze mich sehr gut mit ’Heine’. Das ist wichtig und das sieht man, glaube ich, auch.“

Handball WM 2013 - Deutschland - Montenegro © dpa Vergrößern Zurück im deutschen Tor: Silvio Heinevetter

In jeder Auszeit diskutierten die beiden Schlussleute über das Wurfverhalten der Montenegriner. Wie das ganze Team hatten die beiden Torhüter nur eins im Sinn: Revanche nehmen für die 27:31-Niederlage in der EM-Qualifikation in Mannheim im November. „Mit Montenegro haben wir noch eine Rechnung offen“, sagte Lichtlein.

Fünf Minuten lang konzeptlos

„Wir haben daraus gelernt, dass man mit einer grottenschlechten Leistung gegen niemanden gewinnen kann. Das passiert uns hier nicht. Vielleicht war das Spiel in Mannheim ganz gut für dieses Turnier“, sagte Oliver Roggisch. Der Kapitän war der Schlüsselspieler in der vierten WM-Partie. Als Abwehrchef hielt er die Deckung zusammen. Zudem entlastete die Defensive, so Keeper Heinevetter. Roggisch, Spielmacher Michael Haaß und ihre Nebenleute sorgten mit ihrer Abwehr maßgeblich dafür, dass sich die deutsche Mannschaft auch dank zahlreicher Konter auf 12:8 (24.) absetzen konnte.

Martin Heuberger blieb seiner bisherigen Linie treu, wechselte Teile seiner erfolgreichen Startformation aus und brachte frische Kräfte. Doch damit nahm er der Abwehr die Stabilität und dem Angriff die Durchschlagskraft. Drei Gegentreffer in Serie waren die Folge, und zur Pause stand mit dem 13:11 lediglich ein Zwei-Tore-Vorteil zu Buche. „Wir haben für fünf Minuten unser Konzept verloren, sonst wäre die Führung deutlicher“, sagte Roggisch.

Auch nach der Pause blieb es zunächst ein zähes Ringen. Montenegro glich beim 13:13 (35.) aus. Doch das deutsche Team behielt die Nerven, zog durch sieben Treffer in Serie auf 21:14 (43.) davon und verschaffte sich damit den spielentscheidenden Vorteil.

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Quelle: dpa

 
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