http://www.faz.net/-gtl-763dr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 27.01.2013, 18:52 Uhr

Handball Spanien gewinnt die Heim-WM

Der Gastgeber behält den WM-Pokal in der Heimat. Im Endspiel der Handball-WM in Barcelona dominieren die Spanier ihren Gegner Dänemark erstaunlich deutlich.

© REUTERS Deutlich überlegen: Spanien und Rivera dominieren Dänemark im Finale der WM

„Eviva Espana“, schallte es von den Rängen. Spaniens Handballer haben mit einem Rekordsieg zum zweiten Mal nach 2005 den WM-Titel gewonnen. Im Beisein von Kronprinz Felipe und der dänischen Kronprinzessin Mary deklassierte der Gastgeber am Sonntag in Barcelona Europameister Dänemark mit 35:19 (18:10).

Dank eines bärenstarken Torhüters Arpad Sterbik und Jorge Maqeuda als besten Torschützen feierte Spanien eine mitreißende Handball-Fiesta. Die völlig hilflosen und gnadenlos überforderten Dänen mussten sich nach der Blamage wie bei der WM 2011 mit Silber trösten. Den zuvor höchsten Finalsieg hatte es 1958 mit dem 22:12 zwischen Schweden und der CSSR gegeben. Die deutsche Mannschaft hatte nach der 24:28-Niederlage gegen Spanien im Viertelfinale Platz fünf belegt.

Eklat bei der Hymne

Die Final-Partie begann mit einem Eklat. Während der spanischen Hymne entrollten Demonstranten auf der Tribüne gegenüber von Kronprinz Filipe ein riesiges gelbes Transparent mit der Aufschrift: „Katalonien ist nicht Spanien“. In Windeseile wurden die Leute und ihr Tuch von Sicherheitskräften aus der Halle gebracht.

Mehr zum Thema

Spaniens Handballer hatten von der Aktion in ihrem Rücken nichts mitbekommen. Angetrieben vom heißblütigen Jubel der Fans entfachte der Gastgeber von der ersten Minute an ein Feuerwerk. Nach dem 3:0 (5.) nahm Dänemarks Trainer Ulrik Wilbek schon die erste Auszeit. Sein Team war sehenden Auges in die Konterfalle der Spanier getappt. Doch auch danach konnten sich die Spieler um den ehemaligen Welthandballer Mikkel Hansen, der zum wertvollsten Akteur des Turniers gewählt wurde, nicht befreien.

Spanish players and officials celebrate a goal of their team against Demnark during their Men's Handball World Championship final match in Barcelona © REUTERS Vergrößern Früher Jubel: Die Spanier haben die Partie zeitig entschieden

Fehler über Fehler im Angriff und ein glänzend aufgelegter Sterbik im spanischen Tor raubten dem Europameister zeitig die Nerven. Die Gastgeber kamen so zu ihrem gefürchteten Konterspiel. Nach dem 9:8 (20.) stürmten die Spanier bis zur Pause auf 18:10 davon. Im zweiten Durchgang wurde es ganz bitter: Die Dänen fielen als Mannschaft auseinander. Sterbik hielt bärenstark und ein Konter nach dem anderen überrollte die Dänen. Spanien deklassierte den Europameister in der 44. Minute beim 29:12 mit einem 17-Tore-Vorsprung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

22973162 © AFP Vergrößern Bitter enttäuscht: Der dänische Nationaltrainer Ulrik Wilbek

Quelle: dpa.

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Olympische Spiele in Rio Ohne brasilianische Note

Der Funke ist bei den Cariocas in Rio noch nicht übergesprungen. Große finanzielle Sorgen und riesige Belastungen für die Bevölkerung lassen keine Begeisterung für die Olympischen Spiele aufkommen. Mehr Von Tobias Käufer, Rio de Janeiro

28.07.2016, 14:25 Uhr | Sport
Hammerwerferin Welche Ziele hat Betty Heidler für Rio?

Hammerwerferin Betty Heidler gehört zur deutschen Spitze der Leichtathletik. Für die Olympischen Spiele in Rio hat sie ein klares Ziel. Mehr

28.07.2016, 16:32 Uhr | Sport
Eurokrise Spaniens Arbeitslosenquote auf tiefstem Stand seit 2010

Im Sommer gibt es in Spanien vor allem dank des Tourismusgeschäfts weniger Menschen ohne Arbeit. Die Quote sei aber noch sehr hoch, sagt der Wirtschaftsminister. Mehr

28.07.2016, 14:37 Uhr | Wirtschaft
Olympische Spiele Diskuswerfer Harting will vorne mit dabei sein

Der Olympia-Sieger im Diskuswerfen von London, Robert Harting, fährt optimistisch nach Rio und will dort um olympische Medaillen kämpfen. Wegen Verletzungen musste der Diskuswerfer in jüngster Vergangenheit jedoch einige Trainingspausen einlegen und Wettbewerbe absagen. Mehr

28.07.2016, 16:25 Uhr | Sport
Bayern München in Amerika Nachzügler im Siedler-Treck

Die meisten Topklubs schauen schon lange regelmäßig in Amerika vorbei. Auch wenn keiner weiß, wie fruchtbar der Boden dort für sie überhaupt werden kann. Nun kommen auch die Bayern hinzu. Als Nachzügler, mit stotterndem Motor. Mehr Von Andreas Werner, Chicago

29.07.2016, 09:05 Uhr | Sport
Anzeige
Folgende Karrierechancen könnten Sie interessieren:
Weitere Stellenangebote