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Handball : Wallau/Massenheim droht Absturz in die C-Liga

Goldene Zeiten im Ländchen: SG Wallau/Massenheim wird 1993 zum zweiten Mal Meister Bild: dpa

Zwei Insolvenzen hat der Deutsche Handball-Meister von einst schon hinter sich. Doch so tief ist er noch nie gestürzt. Da hilft auch die A-Jugend in der Bundesliga wenig.

          Spannung, Leidenschaft und Herzblut verspricht die Homepage der Handballer aus Wallau/Massenheim. Angekündigt ist das erste Bundesliga-Spiel an diesem Samstag um 18 Uhr in der Wallauer Ländcheshalle gegen den TV Hüttenberg. Was klingt wie eine Reminiszenz an die frühen neunziger Jahre, als der zweimalige Meister und Pokalsieger eine Marke in der deutschen Handball-Landschaft war, ist Realität der Saison 2017/18. Allerdings nur bei den Siebzehn- und Achtzehnjährigen: Die HSG Wallau/Massenheim schaffte in der vergangenen Spielzeit den Aufstieg in die Jugend-Bundesliga und steht nun vor ihrer Premierensaison in der Staffel Ost.

          Die Herrenmannschaft der einst ruhmreichen „Ländches-SG“ ist dagegen so weit von der Erstklassigkeit entfernt wie noch nie. Selbst nach den beiden Insolvenzen 2005 und 2014 spielten die Nachfolgevereine immerhin noch Regional- oder Bezirksliga. Nun droht Wallau/Massenheim eine Zukunft ganz unten. Eine Woche vor dem geplanten Saisonstart hat HSG-Sprecher Stefan Ullrich den Notstand ausgerufen. Nur vier Spieler hätten sich am Training beteiligt, sagte er dem Wiesbadener Kurier. Unter diesen Bedingungen wollte der einstige Zweitliga-Spieler Ralph Gaßmann nicht als Trainer fungieren. Die Akteure der zweiten Mannschaft aus der C-Liga, Durchschnittsalter 48, wollten die Lücken im Kader nicht schließen. Und die Talente aus der A-Jugend könne man unmöglich doppelt spielen lassen. Sollte nicht binnen acht Tagen ein Handball-Wunder geschehen, so wird kommende Woche die Seniorentruppe ganz unten das höchstklassigste Team des einstigen Europapokalsiegers stellen.

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