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Hamburg - Schalke 1:0 Rangnicks Elf verliert den Anschluß

29.10.2005 ·  Mahdavikia war für den HSV erfolgreich. Das Team von Thomas Doll präsentierte sich vor dem Uefa-Cup-Spiel gegen Stavanger in guter Form. Für Kollege Rangnick brechen dagegen vermutlich unruhige Zeiten an.

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Der aufstrebende Hamburger SV hat Schalke 04 die erste Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga zugefügt und den Konkurrenten im Kampf um einen Champions-League-Platz auf sechs Punkte distanziert.

Beim verdienten 1:0-Sieg des HSV am Samstag vor 55.800 Zuschauern in der ausverkauften AOL- Arena war Mehdi Mahdavikia in der 19. Minute der Torschütze. Schalke verlor nicht nur die Punkte, sondern auch Christian Poulsen wegen Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte (62.).

Die nach dem 0:6-Pokal-Debakel in Frankfurt verunsicherten Gelsenkirchener ließen die erwartete Trotzreaktion vermissen und offenbarten drei Tage vor dem so eminent wichtigen Champions-League-Spiel gegen Fenerbahce Istanbul viele Schwächen. Dagegen ist der HSV für das Uefa-Cup-Spiel am Donnerstag gegen Viking Stavanger gerüstet.

Kunstschütze Beinlich

In der zum dritten Mal nacheinander ausverkauften Arena erwischten die von der Spielanlage reiferen Hamburger den deutlich besseren Start. In der Anfangsphase zeichnete sich Piotr Trochowski aus, der abermals für den in der Bundesliga gesperrten Spielmacher Rafael van der Vaart zum Einsatz kam. Dreimal ergriff er mit Distanzschüssen jedoch vergeblich die Initiative (6./9./10.). Aus der Distanz versuchte sich auch der gut aufgelegte Stefan Beinlich, der mit einem sehenswerten 25-Meter-Freistoß an der Latte scheiterte (38.). „Ein super Freistoß“, lobte der etatmäßige Freistoßschütze van der Vaart. Erfolgreicher war Mitspieler Mahdavikia in der 19. Minute mit seinem dritten Saisontor. Der Iraner, der erstmals in der Bundesliga von der rechten Defensivposition aus Antreiber war, traf nach einem Eckball zum hochverdienten 1:0 für die kombinationssicheren Hanseaten.

„Der HSV war in der ersten Halbzeit in vielen Punkten überlegen, besonders in der Aggressivität“, sagte Schalke-Trainer Ralf Rangnick hinterher. „Unsere eigenen Chancen haben wir durch die Gelb-Rote Karte reduziert.“ Zufrieden war hingegen sein Kollege Thomas Doll: „Das war ein hochverdienter Sieg.“

Die Schalker Defensive, in die nach dem Pokal-Debakel die wieder genesenen Dario Rodriguez und Mladen Krstajic zurückgekehrt waren, hinterließ beim Gegentor einen unsortierten Eindruck. Auch im Angriff lief es gegen die gut postierten Hamburger nicht rund. Die verhalten agierenden Gelsenkirchener waren in der Offensive ideenlos. Erst als die Hamburger mehr und mehr die Zügel schleifen ließen, strahlten die Schalker ein wenig Gefahr aus. Kevin Kuranyi hatte mit einem Kopfball (36.) und einem Heber (37.) die besten Chancen.

Die „Knappen“, die in dieser Saison nach der Pause in der Regel erfolgreicher als vor dem Seitenwechsel spielten, mühten sich in den zweiten 45 Minuten mehr - doch fast alles blieb Stückwerk. Dagegen verpaßten David Jarolim (57.) und Daniel van Buyten (86.) das 2:0. Nach dem Poulsen-Platzverweis wurden die „Königsblauen“ in Unterzahl gegen selbstgefällige Hamburger, denen das immer schlechter werdende Spiel aus den Händen zu gleiten drohte, stärker. Die Durchschlagskraft fehlte jedoch.

Hamburger SV - Schalke 04 1:0
Hamburg: Wächter - Mahdavikia, Boulahrouz, van Buyten, Atouba - Wicky - Jarolim, Beinlich - Trochowski (90. Klingbeil) - Barbarez, Mpenza (76. Lauth). - Trainer: Doll
Schalke: Rost - Rafinha (69. Ernst), Bordon, Krstajic, Rodriguez (79. Varela) - Poulsen - Altintop, Kobiaschwili - Lincoln - Kuranyi, Larsen (51. Sand). - Trainer: Rangnick
Schiedsrichter: Fandel (Kyllburg)
Tor: 1:0 Mahdavikia (19.)
Zuschauer: 55.800 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Poulsen wegen wiederholten Foulspiels (63.)
Gelbe Karten: Beinlich (3), Barbarez (3) - Krstajic (5), Altintop (4), Kuranyi (3)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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