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Hamburg - Duisburg 2:0 HSV etabliert sich als dritte Kraft

20.11.2005 ·  Die Elf von Trainer Doll hat den Anschluß an das Spitzenduo gewahrt und gleichzeitig eine gelungene Generalprobe für das Uefa-Cup-Spiel beim AS Monaco gefeiert.

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Der Hamburger SV hat sich in der Fußball- Bundesliga als „dritte Kraft“ etabliert und zugleich für das Uefa-Cup-Gastspiel beim AS Monaco warm geschossen.

Vier Tage vor der Europacup-Herausforderung bei den Monegassen lösten die Norddeutschen am Sonntag abend beim hoch verdienten 2:0 gegen den MSV Duisburg ihre Pflichtaufgabe in der Meisterschaft souverän und weisen nun schon sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenvierten Schalke 04 auf.

Tore durch zwei Sorgenkinder

Vor 51.769 Zuschauern in der AOL-Arena erzielten ausgerechnet die zuletzt vielgescholtenen Stürmer Sergej Barbarez (39. Minute) und Benjamin Lauth (45.) die Tore für den HSV, der damit Anschluß an den FC Bayern München und Werder Bremen hält. Die Duisburger bleiben nach der achten Saisonniederlage Tabellenvorletzte.

Beim HSV machte sich die Rückkehr von Rotsünder Rafael van der Vaart nach dessen Drei-Spiele-Sperre positiv bemerkbar. Angetrieben von ihrem Spielmacher aus den Niederlanden machten die Norddeutschen gegen den Aufsteiger, der auf sechs Stammspieler verzichten mußte und in Abdelaziz Ahanfouf nur eine Sturmspitze aufbot, von Beginn an viel Druck. Allerdings konnte die Heimelf, die den MSV zum Teil in der eigenen Hälfte einschnürte, trotz aller Überlegenheit zu wenig klare Einschußmöglichkeiten herausspielen.

MSV wie ein Abstiegskandidat

Hinzu kam Pech, daß Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) dem HSV einen Elfmeter verweigerte, als Barbarez von zwei MSV-Akteuren in die Zange genommen wurde (21.). Und als David Jarolim (29.) frei aus drei Metern am Tor vorbeizielte, stellte sich sogar etwas Hektik bei den Hanseaten ein. Das überfällige 1:0 durch Barbarez' fünften Saisontreffer nach Mahdavikia-Flanke wirkte wie eine Erlösung. Lauth ließ kurz vor der Pause das zweite Tor folgen, als er Barbarez' Steilpaß zu seinem ersten Bundesligator seit dem 12. März nutzte.

Auch nach Wiederanpfiff kontrollierten die Hamburger die harmlosen Westdeutschen, deren Schlußmann Georg Koch gegen den starkwen Barbarez (53.) und van der Vaart (57.) einen höheren Rückstand verhinderte. Auf der Gegenseite prüfte Iviva Grlic in der 70. Minute per Fernschuß HSV-Keeper Stefan Wächter erstmals ernsthaft. Kurz darauf vergab Ahanfouf (72.) die beste Chance, als er freistehend vorbeischoß.

Hamburger SV - MSV Duisburg 2:0 (2:0)
Hamburg: Wächter - Mahdavikia, Boulahrouz, van Buyten, Atouba - Wicky (67. Trochowski) - Jarolim (81. Ziegler), Beinlich - van der Vaart - Lauth (77. Mpenza), Barbarez. - Trainer: Doll
Duisburg: Koch - Möhrle, Baelum, Biliskov - Willi, Tjikuzu, Anfang, Meyer - Grlic (76. van Houdt) - Rietpietsch (64. Kurth), Ahanfouf. - Trainer: Meier
Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne)
Tore: 1:0 Barbarez (39.), 2:0 Lauth (45.)
Zuschauer: 51.765
Gelbe Karten: Beinlich (4), Wicky (4), Atouba (3) - Kurth (3), Anfang (2), van Houdt (2)

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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