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„Gottes Quarterback“ : Falsches Spiel

  • -Aktualisiert am

„Tebowing“: Tim Tebow nach einem Sieg mit dem Broncos im vergangenen Januar Bild: REUTERS

Footballspieler Tim Tebow wurde in Amerika vor einem Jahr noch als „Gottes Quarterback“ gefeiert. Vom Ruhm des Missionarssohns ist nichts mehr übrig geblieben.

          Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, da wurde Tim Tebow als „Gottes Quarterback“ gefeiert. Der tiefgläubige Spielmacher der Denver Broncos hatte sein Team mit spektakulären, oft auch unorthodoxen Aktionen in den letzten Minuten zu wichtigen Siegen und seit langer Zeit wieder einmal ins Viertelfinale der Play-offs der National Football League geführt. Dass er seine Erfolge immer kniend und betend feierte, bescherte den amerikanischen Sportfreunden den Neologismus „Tebowing“. Er stand für eine Geste, die viele Fans und Sportler nachahmten, darunter auch die herausragende Skirennläuferin Lindsey Vonn.

          Doch vom Ruhm des Missionarssohns ist nichts mehr übrig geblieben. Erst schoben ihn die Broncos nach dem Einkauf von Star-Quarterback Peyton Manning an die New York Jets ab. Dort konnte sich Tebow nie durchsetzen. In der Nachweihnachtszeit bat er nun darum, ihn auch nicht mehr bei der sogenannten „Wildcat Formation“ einzusetzen, bei der der Quarterback den Ball sofort an einen Running Back abgibt - eine nicht sonderlich anspruchsvolle Aufgabe. Ein ESPN-Analyst nannte ihn deshalb „so falsch wie eine Drei-Dollar-Note“ - und „Tebowing“ ist schon längst aus der Mode.

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