Home
http://www.faz.net/-gtl-75du6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

„Gottes Quarterback“ Falsches Spiel

Footballspieler Tim Tebow wurde in Amerika vor einem Jahr noch als „Gottes Quarterback“ gefeiert. Vom Ruhm des Missionarssohns ist nichts mehr übrig geblieben.

© REUTERS Vergrößern „Tebowing“: Tim Tebow nach einem Sieg mit dem Broncos im vergangenen Januar

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, da wurde Tim Tebow als „Gottes Quarterback“ gefeiert. Der tiefgläubige Spielmacher der Denver Broncos hatte sein Team mit spektakulären, oft auch unorthodoxen Aktionen in den letzten Minuten zu wichtigen Siegen und seit langer Zeit wieder einmal ins Viertelfinale der Play-offs der National Football League geführt. Dass er seine Erfolge immer kniend und betend feierte, bescherte den amerikanischen Sportfreunden den Neologismus „Tebowing“. Er stand für eine Geste, die viele Fans und Sportler nachahmten, darunter auch die herausragende Skirennläuferin Lindsey Vonn.

Doch vom Ruhm des Missionarssohns ist nichts mehr übrig geblieben. Erst schoben ihn die Broncos nach dem Einkauf von Star-Quarterback Peyton Manning an die New York Jets ab. Dort konnte sich Tebow nie durchsetzen. In der Nachweihnachtszeit bat er nun darum, ihn auch nicht mehr bei der sogenannten „Wildcat Formation“ einzusetzen, bei der der Quarterback den Ball sofort an einen Running Back abgibt - eine nicht sonderlich anspruchsvolle Aufgabe. Ein ESPN-Analyst nannte ihn deshalb „so falsch wie eine Drei-Dollar-Note“ - und „Tebowing“ ist schon längst aus der Mode.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 31.12.2012, 12:17 Uhr

Ein Trainer als Spielball

Von Frank Heike

Das Traditionshaus hält viel auf seinen Namen, seinen Stil. Doch die sportlichen Angestellten fliegen reihenweise. Mirko Slomka hatte beim HSV keine Chance und reiht sich ein bei vielen Teilzeitarbeitern. Mehr 6 2