http://www.faz.net/-gtl-3od3

Golf : Waliser Woosnam allein an der Spitze

  • Aktualisiert am

Langer legt sich den Ball zurecht: nicht immer lag er richtig Bild: AP

Bernhard Langer fiel bei den German Masters der Golfprofis nach zwei Runden mit 138 Schlägen auf den 23. Rang zurück.

          Die Chancen von Deutschlands Vorzeige-Golfer Bernhard Langer auf eine erfolgreiche Titelverteidigung beim top-besetzten German Masters in Pulheim vor den Toren Kölns haben am zweiten Tag einen Dämpfer erhalten. Langer spielte drei Birdies auf den ersten neun Löchern, leistete sich dann aber zwei Bogeys und verlor zur Halbzeit mit 138 Schlägen (68+70) die Tuchfühlung zur Spitzengruppe.

          Die zweite Runde des mit drei Millionen Euro rekord-dotierten Turniers stand dafür ganz im Zeichen von Ian Woosnam. Der Waliser avancierte mit sensationellem Golf und mit der brillanten tagesbesten 64er-Runde bei insgesamt 132 Schlägen (68+64) auf dem Par-72-Kurs zum Titelanwärter. „Sechs Schläge hinter Woosnam, das ist zwar noch nicht die Welt, aber am Wochenende darf ich mir keinen Bogey mehr erlauben“, sagte Bernhard Langer, der sein Turnier schon viermal gewonnen hat.

          Cejka sehr zufrieden mit seinem Spiel

          Sogar der großartig aufspielende Alexander Cejka (136) aus München war zwei Schläge besser als der Titelverteidiger. „Ich habe sehr gutes Golf gespielt. Seit ich mit Heinz-Peter Thül arbeite, geht es aufwärts“, sagte Cejka, der sich für die US-Tour qualifizieren will. Neben Langer und Cejka schaffte vor 9000 Fans von den Deutschen nur noch der Nürnberger Tobias Dier (142- 73+69) den Cut der 70 Besten.

          Unterdessen scheint Ian Woosnam wieder an alte Zeiten anknüpfen zu wollen. Neun Birdies auf der Runde, Putts phasenweise wie an der Schnur gezogen, der 44 Jahre alte Profi aus Oswestry spielte brillant. Bei den PGA Championships und in München scheiterte der Waliser noch am Cut, in Pulheim spielte der Masters-Sieger von 1991 in Augusta wie von einem anderen Stern. „Ich habe neue Schläger, und ich musste mich erst darauf einstellen. Aber ich habe in den vergangenen Wochen hart und intensiv trainiert.“

          Rich Beam schafft nicht mal den Cut

          Woosnams letzter großer Sieg datiert von 2001, als er die Match Play Championships in Wentworth gegen den Iren Padraig Harrington für sich entschied. Mithalten konnten da nur der Engländer Warren Bennett und der Australier Stephen Leaney (beide 133), der die Auftaktrunde für sich entschieden hatte, sowie der Waliser David Pilkington (134).

          British-Open-Sieger Els ließ nach starkem Beginn mit einem Eagle am 11. Grün noch stärker nach und lag am Ende mit 139 Schlägen (69+70) sogar hinter Langer. Ryder-Cup- Spieler Björn, der vor 14 Tagen die BMW Open in München gewonnen hatte, beendete den zweiten Tag wie Langer mit 138 Schlägen (67+71). Der US-Gaststar Rich Beem, der nach zwei hochkarätigen Siegen in USA und seinem Sprung in der Weltrangliste auf Rang 21 mit viel Geld über den Atlantik gelockt worden war, schaffte dagegen nicht einmal den Cut.

          Weitere Themen

          Leipziger Unverständnis für Löw

          Nationalmannschaft : Leipziger Unverständnis für Löw

          Die Nationalmannschaft spielt am Donnerstag in Leipzig, aber nur einer der zuletzt konstant starken deutschen RB-Stars ist im Kader. Trainer Ralf Rangnick kritisiert Bundestrainer Löw für seine Auswahlkritierien.

          Solari wohl Dauerlösung als Trainer

          Real Madrid : Solari wohl Dauerlösung als Trainer

          Länger auf dem Schleudersitz? Santiago Solari soll bei Real Madrid offenkundig vom Interimstrainer zum Chef befördert werden. Der spanische Verband hat jedenfalls fristgerecht keine andere Meldung des Klubs erhalten.

          Zverev gewinnt Auftaktspiel

          Tennis-WM : Zverev gewinnt Auftaktspiel

          Hauptsache gewonnen: Alexander Zverev startet mühevoll in die Tennis-WM in London. Aber am Ende gewinnt er in zwei Sätzen gegen Marin Cilic.

          Topmeldungen

          Wahlchaos in Florida : Erinnerungen an Bush gegen Gore

          In Florida werden die Stimmen für die Senats- und die Gouverneurswahl neu ausgezählt. Donald Trump spricht schon von Betrug. Böse Erinnerungen werden wach.
          Der Kult-Comicautor Stan Lee

          Ganz normale Superhelden : Kult-Comicautor Stan Lee ist tot

          Im Wettkampf am Zeitungskiosk war Stan Lee eine treibende Kraft, die Charaktere sprudelten aus dem Comicautor nur so heraus. Viele seiner rund 350 Figuren waren menschlicher und nahbarer als die der Konkurrenz. Die Comic-Welt verliert einen Helden unter Superhelden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.