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Golf Schmerzhaftes Deja-vu-Erlebnis für Langer

 ·  In wenigen Minuten hat Bernhard Langer beim Golf Masters in Augusta alle Chancen auf den Sieg verspielt. Es führt zur Halbzeit Vijay Singh aus Fidschi.

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Wer aus Schaden nicht klug wird, darf speziell in Augusta nicht auf die Gnade der Golf-Götter hoffen. Als Bernhard Langer am Freitag beim US Masters wie bei seiner Auftaktrunde am 15. Loch mit einem Double-Bogey sämtliche Chancen auf eine Rückkehr in die Spitzengruppe verspielte, wusste der 44-jährige Anhausener sofort um die Konsequenzen: „So etwas lässt sich kaum noch ausbügeln. Es ist frustierend. Ich habe vier Stunden lang hart gearbeitet und in wenigen Minuten alles verspielt.“

Nach einer 72er-Runde belegte der Champion von 1985 und 1993 mit 145 Schlägen am Samstag im Zwischenklassement den 24. Platz.

Allerdings war Langer der letzte Spieler, der die zweite Runde beenden konnte. Nach monsunartigen Regenfällen wurde die zweite Runde abgebrochen und 38 der insgesamt 88 Teilnehmer mussten „nachsitzen“.

Tiger Woods in die Regenpause

An Vijay Singh aus Fidschi dürfte allerdings zur Halbzeit des ersten Major-Turniers des Jahres niemand mehr herankommen. Der Sieger des Jahres 2000 spielte auf dem erschwerten Platz von Augusta National mit 65 Schlägen seine beste Masters-Runde und setzte sich mit 135 Schlägen unangefochten an die Spitze.

Der Spanier Sergio Garcia, Angel Cabrera aus Argentinien und der Ire Padraig Harrington hatten mit je 139 Schlägen bereits vier Schläge Rückstand. Top-Favorit und Titelverteidiger Tiger Woods aus den USA musste auf Bahn zehn in die Regenpause und lag zu diesem Zeitpunkt acht Schläge zurück. Der Führende des ersten Tages, Davis Love (USA), hatte mit insgesamt 142 Schlägen kaum noch Chancen auf den Masters-Sieg.

Langer-Komplex an 15. Bahn

Diese darf sich auch Langer nicht mehr ausrechnen, doch der routinierte Schwabe hielt sich noch eine winzige Hintertür offen. „Wenn ich hier zwei fantastische, unglaubliche Runden hinlege, ist alles möglich.“ Dann müsste Langer allerdings zuerst seinen Komplex an Bahn 15 ablegen. Das relativ einfach spielbare Par 5-Loch - in der Vergangenheit eigentlich immer ein dankbarer „Birdie-Garant“ für den Deutschen - avancierte plötzlich zum „Angstgegner“.

Wie am Vortag blieb sein zweiter Schlag zu kurz, nach einem kurzen Flirt mit dem Grün rollte die weiße Kugel wie in Zeitlupe zurück in den Wassergraben. Nach einem „Drop“ und drei Putts quittierte er das zweite Double-Bogey in zwei Tagen. Die anschließende Reaktion - der Spielball landete nach einem seltenen Gefühlsausbruch des sichtlich angefressenen Langers in hohem Bogen im Wasser - war nach Ansicht des Hauptdarstellers gerechtfertigt: „Das sind halt die Momente, wo Golf keinen Spaß macht.“

Vijay Sing fühl sich wohl

Mehr Freude an der Arbeit hatte sein Kollege Singh. „Er war für mich von Anfang an einer der Favoriten. Der neue Platz ist für ihn prädestiniert“, sagte Langer. Eine Meinung, der sich der Führende widerspruchslos anschloss: „Ich habe mich selten so wohl auf dem Platz gefühlt wie in diesem Jahr.“ Geht es nach Singh, sollte sich die Konkurrenz für das Masters-Finale wenig ausrechnen: „Ich spiele besseres Golf, als bei meinem Sieg vor zwei Jahren. Das müsste mich sicher durchs Turnier bringen.“

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