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Golf Langer: „Kann Tiger schlagen“

 ·  Das Blitzlichtgewitter und Ballyhoo um Tiger Woods konnte Bernhard Langers Selbstvertrauen vor dem Start der „Deutsche Bank - SAP Open“ nicht erschüttern.

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Das Blitzlichtgewitter und übliche Ballyhoo um Tiger Woods konnte Bernhard Langers Selbstvertrauen vor dem Start der vor dem Start der mit 2,7 Millionen Euro dotierten „Deutsche Bank - SAP Open“ nicht erschüttern.

„Auch ich kann Tiger Woods schlagen“, meinte der 44- jährige deutsche Ausnahme-Golfprofi vor seinem ersten Abschlag am Freitag auf dem Par 72-Kurs in St. Leon-Rot. Mehr als eine Hand voll der 156 Konkurrenten seien in der Lage, dem 26- jährigen Weltranglisten-Ersten bei seinem ersten Saisonauftritt in Europa die Siegprämie von 450.000 Euro bei der Europameisterschaft der Golfprofis (TPC) streitig zu machen.

Titelverteidiger Woods

„Ich liebe Deutschland, ich habe hier immer eine fantastische Zeit gehabt. Nur ist der neue Platz viel schwieriger, flach und eng auf den Fairways mit harten Grüns“, betonte Woods, der vor einer Woche mit dem 3. Platz bei der Byron Nelson Classic in Texas seine gute Form vom Masters-Sieg im April konservieren konnte.

Vor einem Jahr gewann Woods auf dem alten Platz in St. Leon-Rot nach einer begeisternden Aufholjagd noch mit vier Schlägen Vorsprung vor dem Neuseeländer Michael Campbell. Der Maori hatte nach zwei Runden noch mit zehn Schlägen vor Woods in Führung gelegen.

„Tigermania“

Langer kam damals abgeschlagen auf Rang 47 ins Clubhaus, während Woods unter den mehr als 65 000 eine wahre „Tigermania“ auslöste.

Doch die Begeisterung um den hundertfachen Werbemillionär hielt sich vor seinem vierten Auftritt vor den Toren Heidelbergs in Grenzen. „Ich bin gerne Favorit, aber ich werde rausgehen und den Wettkampf genießen“, freute sich Woods, der zehn Minuten nach Langer an den Start gehen wird, „es wäre super, wenn ich wieder im letzten Flight als Spitzenreiter auf die letzte Runde gehen könnte. Jeder kann hier gewinnen. Die Fans haben ihren Favoriten. Ich nicht.“

Längere Fairways, geringere Chancen

Der neue Platz stellt mit einer Länge von 6634 Metern nicht nur Woods, sondern im besonderen Langer vor Probleme. Je länger die Fairways, desto geringer die Chancen des Schwaben, der schon bei den Abschlägen im Schnitt rund 35 Meter auf Woods verliert.

„Die Longhitter haben wahnsinnige Vorteile auf dem Platz, Ich bin zwar noch nicht in der Form des Vorjahres. Aber wenn Wind kommt, kann sich alles ändern“, sagte Langer, der 2001 nach langer Durststrecke ein starkes Comeback gefeiert hatte.

Bis auf den 11. Weltranglisten-Platz war der 44-jährige Anhausener 2001 nach vorne gekommen und mit einem Prämiensegen von drei Millionen Dollar belohnt worden. Davon ist der Schwabe in diesem Jahr trotz seines 4. Ranges in Hilton Head (USA) noch weit entfernt. Die Ergebnisse davor seien eher mittelmäßig gewesen, gab Langer zu.

Doch der Schub vom Vorjahr hat ihn überzeugt: „Es ist toll, dass ich die Leistung noch bringen kann.“ 65 Siege weltweit seit 1974 sprechen für den Anhausener.

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