19.09.2010 · Der Schweigemarsch der Verlierer fand nach einer Dienstanweisung statt. Die Gladbacher Spieler sollten "sich besinnen" und "mit sich ausmachen", so Sportdirektor Max Eberl, was in Stuttgart beim 0:7 passiert war.
Der Schweigemarsch der Verlierer fand nach einer Dienstanweisung statt. Die Gladbacher Spieler sollten "sich besinnen" und "mit sich ausmachen", so Sportdirektor Max Eberl, was in Stuttgart beim 0:7 passiert war. Vier bis fünf der sieben Gegentreffer, da gehen selbst in Mönchengladbach die Meinungen ein bisschen auseinander, fielen nach Standardsituationen wie Freistößen oder Ecken. "Ehrlich gesagt, hatte ich bei jeder Flanke Angst, dass das Ding reingeht. Was ist einfacher, als gegen den Gegner im Eins-gegen-Eins bei einer Standardsituation zu verteidigen? Das ist Aufmerksamkeit, Bereitschaft und körperliche Arbeit. Davon war nichts zu sehen", sagte Eberl. Die Mannschaft bekomme den Kopf gewaschen. Über personelle Konsequenzen wollte Eberl nicht sprechen. Aber elf Gegentore in zwei Spielen seien nicht akzeptabel.
Zumindest auf die Kopfwäsche aber scheinen die Profis aus Mönchengladbach vorbereitet zu sein. So sagte Tobias Levels: "Wir haben - glaube ich - fünf Tore nach Standards bekommen. Das ist Kindergarten." Und Thorben Marx sagte: "Wir müssen schnell wieder eine Mannschaft werden." Trainer Michael Frontzeck kündigte nach der bitteren Niederlage "harte Tage" an bis zum nächsten Spiel am Mittwoch gegen den FC St. Pauli und nahm Torwart Logan Bailly in Schutz: "Wenn man 0:7 verliert, liegt es nicht allein am Torwart oder einem anderen Einzelnen." tru.