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Gesundheit Weniger Kalorien - mehr Leben?

 ·  „Die einzig hundertprozentige Möglichkeit, das Leben zu verlängern, besteht im Kalorienverzicht - im Dinner Cancelling“, sagt der Hormonforscher Johannes Huber seit Jahren.

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„Die einzig hundertprozentige Möglichkeit, das Leben zu verlängern, besteht im Kalorienverzicht - im Dinner Cancelling“, sagt und schreibt der Wiener Gynäkologe und Hormonforscher Professor Johannes Huber seit Jahren.

Warum bedeuten weniger Kalorien ein längeres Leben? Huber erklärt es genau in seinem Buch „Länger leben, später altern“.

Weniger Verdauung, weniger freie Radikale

Beim Verdauungsprozess - „besonders von Fett“ - entstehen freie Radikale, und die greifen Zellen und Erbsubstanz an. Weniger Verdauung bedeute weniger freie Radikale.

„Jeder Mensch schleppt bösartige Zellen mit sicher herum, die allerdings in den meisten Fällen vom körpereigenen Immunsystem erkannt und zerstört werden.“ Für die bösartigen Zellen, die übrigbleiben, sei Kalorienverzicht tödlich: „Bei einer Reduktionsmaßnahme werden wegen des Energiesparens Zellen abgestoßen und aufgelöst, die der Körper nicht mehr benötigt."

Es sei bis heute unklar, warum der menschliche Organismus in Hungerzuständen zu allererst die bösartigen Zellen zum Tode verurteilt. Mit einer zielsicheren Beharrlichkeit entzieht der Körper immer dann, wenn er hungert, vorweg den Krebszellen jede Nahrung.“ Dann sterbe die Zelle den programmierten Zelltod (Apoptose).

Leerer Magen schläft besser

„Sinken die verfügbaren Kalorien, bildet der Körper Melatonin und Wachstumshormon. Diese beiden Wirkstoffe sind nachgewiesene Faktoren für das Jungbleiben und gegen das Altwerden", so Huber: „Kurz nach Mitternacht setzt der Körper die größten Mengen an Wachstumshormon frei. Mit diesem Potential werden Reparaturen vorgenommen und der Körper für den folgenden Tag gerüstet. Eine kalorienreiche Abendmahlzeit verringert die Freisetzung dieses Hormons."

Ein ähnlicher Erfekt ergebe sich beim Melatonin. "Ein leerer Magen regt das Gehirn nachhaltig an, vermehrt Melatonin zu bilden. Dieses wiederum legt die Körpersysteme ruhig, so dass sie während der Nacht regeneriert werden können.“

* Johannes Huber und Alfred Worm, Länger leben, später altern, Verlag Wilhelm Maudrich, 1998

Quelle: @nicl
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