http://www.faz.net/-gtl-73azf
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Veröffentlicht: 02.10.2012, 11:21 Uhr

Galopprennsport Danedream läuft nicht in Paris

Die Weltklassestute Danedream wird ihren Titel beim Prix de l’Arc de Triomphe in Paris nicht verteidigen können. Die Kölner Rennbahn wurde wegen des Auftretens einer infektiösen Anämie unter Quarantäne gestellt.

© dapd Titelverteidigung in Paris unmöglich: Danedream und Andrasch Starke

Der Prix de l’Arc de Triomphe in Paris findet ohne die Weltklassestute Danedream statt. Weil die Kölner Rennbahn wegen des Auftretens einer infektiösen Anämie bei einem dort stationierten Rennpferd mit sofortiger Wirkung gesperrt wurde, musste die Mitfavoritin und Titelverteidigerin aus Köln den Start beim renommierten Galopprennen am Sonntag absagen.

Das städtische Veterinäramt stellte die Kölner Rennbahn vorübergehend unter Quarantäne. Damit fallen die geplanten Renntage am 3. Oktober und 17. Oktober aus. Danedream hatte den Prix de l’Arc de Triomphe im Vorjahr sensationell gewonnen. Nicht zuletzt deshalb galt die Stute für das Millionenrennen als Mitfavoritin.

Mehr zum Thema

In einem Kilometer Durchmesser rund um den Kölner Stall wird ein Sperrbezirk errichtet. „Die betreffenden Pferde dürfen für drei Monate das Gelände nicht verlassen. Außerdem dürfen in dieser Zeit keine neuen Pferde in den Sperrbezirk gebracht werden“, teilte die Stadt Köln mit.

Bei der Infektiösen Anämie handelt es sich um eine anzeigenpflichtige Tierseuche, die bekämpft werden muss. Durch die Krankheit können nur Pferde oder andere Einhufer infiziert werden. Menschen oder andere Tiere sind nicht betroffen.

„Es ist eine Katastrophe für alle Beteiligten“

Der Galopper-Dachverband zeigte sich schockiert: „Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen bedauert außerordentlich, dass nun Danedream ihren Titel im Arc nicht verteidigen kann und die anderen Pferde in Köln nicht an Leistungsprüfungen teilnehmen können. Es ist eine Katastrophe für alle Beteiligten, insbesondere Besitzer und Aktive in Köln“, kommentierte Turf-Chefmanager Andreas Tiedtke. Der für den 14. Oktober geplante Preis des Winterfavoriten soll auf eine andere Bahn verlegt werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Turniere finden statt Elf Pferde wegen Herpesinfektion eingeschläfert

Auf einem Hof im Kreis Limburg-Weilburg sind Pferde an Herpes erkrankt. Elf Tiere wurden eingeschläfert. Doch die Turniere sollen trotzdem wie geplant stattfinden. Mehr

21.07.2016, 18:38 Uhr | Rhein-Main
Cas Klage gegen Olympia-Ausschluss russischer Leichtathleten abgewiesen

Die russischen Leichtathleten dürfen laut Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen. Die Einsprüche und Klagen des russischen Olympischen Komitees sowie der 68 Athleten seien zurückgewiesen worden, so Cas-Generalsekretär Matthieu Reeb. Mehr

21.07.2016, 15:38 Uhr | Sport
Heuernte eine Kunst für sich Geschnitten, getrocknet und zu Ballen gepresst

Heu machen ist eine Kunst und fast schon eine Wissenschaft für sich. In diesem Jahr ist der Ertrag auf den Wiesen zwar ordentlich, aber zufrieden sind die Bauern nicht. Mehr Von Oliver Bock

21.07.2016, 18:38 Uhr | Rhein-Main
Bevorstehende Rückkehr zum BVB Ancelotti wünscht Götze viel Glück

Nach dem Testspiel zwischen Bayern München und Manchester City am Mittwochabend war der anstehende Wechsel von Mario Götze zu Borussia Dortmund ein wichtiges Thema. Bayern-Coach Carlo Ancelotti äußerte sich verhalten zur Personalie. Im Falle eines möglichen Vereinswechsel wünschte Ancelotti Götze jedoch viel Glück. Mehr

21.07.2016, 11:22 Uhr | Sport
Nachtests des IOC Weitere 45 Olympia-Athleten unter Dopingverdacht

Das IOC kontrolliert weiter alte Doping-Proben und wird wieder fündig. Bei einer weiteren Welle von Nachtests werden insgesamt weitere 45 Teilnehmer der Spiele 2008 und 2012 positiv getestet. Mehr Von Michael Reinsch

22.07.2016, 14:06 Uhr | Sport

Geliebter Jockey, gelebter Wahn

Von Evi Simeoni

Wer verdient den Hut, wer das Florett? In dieser Woche erinnern wir an ein dramatisches Pferderennen – an dem auch Russen beteiligt waren. Dazu stellen wir fest: Putin glaubt nicht an das Talent der eigenen Leute. Mehr 1

Abonnieren Sie den Newsletter „Sport-Analysen“