Energie Cottbus kehrt in die Fußball-Bundesliga zurück. Der Klub aus der Lausitz begleitet nach dem 3:1-Erfolg über den TSV München 1860 am letzten Spieltag die seit längerem als Aufsteiger feststehenden Westvereine VfL Bochum und Alemannia Aachen auf dem Weg nach oben.
Der Erfolg vom Sonntagnachmittag stand in der ersten Halbzeit noch auf der Kippe, als Agostino die „Löwen“ in Führung gebracht hatte (21. Minute). Dann aber rissen die Energie-Profis im mit 22.500 Zuschauern ausverkauften Stadion der Freundschaft zusammen, glichen durch einen von Berhalter (41.) genutzten Handelfmeter aus und erzielten durch da Silva (54.), der in der 83. Minute die Gelb-Rote Karte sah, und McKenna (78.) die Treffer zum umjubelten Erfolg.
Unterhaching rettet sich mit einem Punkt
Die Spiele der auf einen Ausrutscher der Cottbuser hoffenden Konkurrenz waren im nachhinein ziemlich wertlos. Die Spielvereinigung Fürth, nach 37 Spieltagen mit einem Punkt Rückstand zu Cottbus Vierter, verlor beim zuvor ebenfalls noch eine Chance witternden SC Freiburg 0:1; der Karlsruher SC bekam seine Nerven bei der 2:3-Niederlage gegen den SC Paderborn nicht in den Griff.
Vierter Absteiger in die Regionalliga ist trotz eines 3:1-Erfolges beim FC Hansa Rostock Dynamo Dresden. Dem sächsischen Traditionsverein nutzte der Sieg im Ostseestadion nichts, weil gleichzeitig die Spielvereinigung Unterhaching den einen noch fehlenden Punkt zum Klassenverbleib mit einem 0:0 gegen Aufsteiger Bochum sicherte. In die zweite Liga steigt erstmals der TuS Koblenz auf, der am Samstag nach dem FC Augsburg am Klassenziel in der Regionalliga war.
Dreijahresrhythmus der Veränderungen
In Cottbus herrschte nach dem Abpfiff der Partie durch Schiedsrichter Florian Meyer helle Begeisterung, hatte doch die Mannschaft von Trainer Petrik Sander zuletzt eine kleine Schwächephase zu überwinden. Letztlich aber setzte sich das robuste Team vor den etwa gleich starken Konkurrenten Freiburg, Fürth und Karlsruhe durch.
Der vorher beschworene Dreijahresrhythmus der Veränderungen bei Energie hatte sich bewahrheitet. 2003 stiegen die 2000 in die Bundesliga gekommenen Cottbuser nach drei Jahren der Erstklassigkeit ab; 1997, nach dem Zweitliga-Aufstieg aus der Regionalliga hatte Cottbus drei Jahre Drittklassigkeit hinter sich. Ob sich die Mannschaft, die ab sofort wieder den Osten in der ersten Liga repräsentiert, nun wieder drei Jahre ganz oben halten kann, war am Sonntag verständlicherweise noch kein Thema.