Alemannia Aachen und der VfL Bochum freuen sich aufs Aufstiegsfinale, und auch Energie Cottbus kann für die Fußball-Bundesliga planen. Am 29. Spieltag der zweiten Liga behaupteten die Lausitzer mit dem 1:0 am Sonntag bei LR Ahlen mit 50 Punkten den dritten Platz hinter dem Führungsduo aus Aachen und Bochum, das sich am Ostermontag auf dem „Tivoli“ im Duell um Platz eins gegenübersteht.
Die SpVgg Greuther Fürth (47) mit dem 2:0 gegen die SpVgg Unterhaching und der SC Freiburg (45) mit dem 1:0 gegen Aufsteiger SC Paderborn wahrten ihre Aufstiegschance und setzten den Karlsruher SC (46) beim Gastspiel am Montag (20.15 Uhr) bei Dynamo Dresden unter Erfolgdruck.
1860 muß weiter zittern
Im Rennen um den Klassenerhalt war Kickers Offenbach, das mit dem 2:1 am Freitag gegen FC Erzgebirge Aue die Abstiegszone verlassen hat, der Gewinner. Dagegen geht für den TSV 1860 München nach dem enttäuschenden 1:1 im bayerischen Derby gegen Wacker Burghausen die Zitterpartie weiter. Nach der Führung der „Löwen“ durch Steffen Hofmann (59.) vor 56.100 Zuschauern in der Allianz Arena verdarb das „Last-Minute“-Tor von Marek Kreiji (90.) den Münchnern eine erfolgreichen Revanche für das 0:1 vor zwei Wochen. Weiter bangen müssen auch Paderborn, Unterhaching und Braunschweig. Akute Abstiegsgefahr herrscht in Ahlen und beim 1. FC Saarbrücken, der bei Hansa Rostock mit 0:3 verlor. Mit Schlußlicht Sportfreunde Siegen (am Freitag 1:3 in Bochum) steht der erste Absteiger so gut wie fest.
Bei Spitzreiter Aachen herrschte am Freitag Aufstiegsstimmung. „Unglaublich, jetzt steige ich auf meine alten Tage noch auf“, sagte Alemannia-Kapitän Erik Meijer nach dem 1:0 in Braunschweig. „Erste Liga, Aachen ist dabei“, sangen die Aachener Fans, und Dieter Hecking stimmte zu. „Alemannia wird in der kommenden Saison in der ersten Liga spielen“, sagte der Trainer und schickte die Spieler bis Dienstag in Kurzurlaub. Reiner Plaßhenrich dachte vor der Heimfahrt bereits an das Duell um Platz eins am Ostermontag: „Jetzt wollen wir auch Bochum zu Hause schlagen und bis zum 14. Mai nicht mehr verlieren.“
Freiburg gewinnt wieder
Ähnlich ausgelassen war die Stimmung im Bochumer Ruhrstadion, wo sich der VfL mit dem 3:1 gegen Siegen auf die Begegnung im bereits ausverkauften Aachener „Tivoli“ einstimmte. Trainer Marcel Koller freute sich vor allem über die Gala-Vorstellung des zweifachen Torschützen Zvjezdan Misimoviv und gab der Mannschaft bis Mittwoch frei.
Im Rennen um den dritten Platz hat sich Fürth eindrucksvoll zurückgemeldet. Dank Christian Eigler (6.) mit seinem 17. Saisontor und Roberto Hilbert (36.) beendeten die Franken gegen die harmlosen Hachinger vor 6.100 Zuschauern ihre Minikrise von vier sieglosen Heimspielen und sind als Tabellenvierter erster Verfolger der Cottbuser, für die Francis Kioyo (52.) erfolgreich war. Freiburg kehrte nach drei sieglosen Partien auf Erfolgskurs zurück und wahrte vor 12 700 Zuschauern dank des Treffers von Soumaila Coulibaly (20.) seine Aufstiegschance.
Mit sieben Punkten Rückstand auf den Tabellendritten Cottbus kann Hansa Rostock im Aufstiegsrennen vielleicht noch einmal mitmischen. Marc Stein (9.), Kai Bülow (12.) und Enrico Kern (14.) machten in der ersten Halbzeit den vierten Heimsieg hintereinander perfekt und beendeten die Erfolgsserie der Saarländer, die ihre letzten vier Spiele gewonnen hatten.