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Zweite Bundesliga Rückschläge für Spitzenteams

Schlechter Sonntag für Aufstiegsanwärter: Paderborn und St. Pauli verlieren an Boden. Erzgebirge Aue nähert sich dem Klassenerhalt. Rostock hat kaum noch Chancen.

© dpa Vergrößern Freud und Leid: Duisburgs Bruno Soares jubelt im Angesicht der Paderborner Trauer

Der SC Paderborn 07 hat in der 2. Fußball-Bundesliga wohl seine letzte Aufstiegschance verspielt. Beim 1:2 (0:1) im Heimspiel gegen den MSV Duisburg am Sonntag gelang den Ostwestfalen auch im dritten Spiel hintereinander kein Sieg. Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt ist mit 50 Punkten zwar noch Fünfter, verliert aber immer mehr an Boden.

Vor 12.178 Zuschauern sicherten Kevin Wolze (11. Minute) und Waleri Domowtschijski (68.) dem MSV drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Daniel Brückner (51.) gelang nur der zwischenzeitliche Ausgleich für die insgesamt überlegenen Paderborner, die viele Chancen vergaben.

In der Abwehr musste der SC zahlreiche Ausfälle verkraften. Bereits beim ersten MSV-Angriff wirkte die Defensive unsortiert. Nach einem Zuspiel von Jürgen Gjasula traf Wolze aus fünf Metern. Nach Brückners Ausgleich wurde Paderborn erneut kalt erwischt. Domowtschijski erlöste das Team von MSV-Trainer Oliver Reck, das eine Woche nach dem Derbysieg gegen Bochum einen weiteren wichtigen Dreier landete.

St. Pauli verliert Kontakt

Der FC St. Pauli hat die Gelegenheit verpasst, im Aufstiegsrennen Boden gut zu machen. Einen Tag nach dem überraschenden 1:1 des Rivalen Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig kam der ambitionierte Kiez-Club am Sonntag gegen Energie Cottbus nicht über ein enttäuschendes 0:0 hinaus und weist weiterhin zwei Punkte Rückstand zum Tabellendritten Düsseldorf auf. Vor 23.535 Fans im Millerntor-Stadion konnten die Gastgeber ihre Überlegenheit nicht in Tore ummünzen.

FC Hansa Rostock - Erzgebirge Aue © dpa Vergrößern Sieg im Kellerduell: Aue gewinnt beim Letzten in Rostock

Am 2. April geht es für St. Pauli zum Mitkonkurrenten Düsseldorf. Bei frühlingshaften Temperaturen machten die Hanseaten auf dem gepflegten neuen Rasen in den ersten 20 Minuten Druck. Durch Patrick Funk (32.) hatten sie auch die Topchance der ersten 45 Minuten, doch Gäste-Torwart Thorsten Kirschbaum war per Glanzparade zur Stelle. Cottbus verlegte sich ganz auf die Defensive und machte es St. Pauli mit einer klugen Raumaufteilung schwer.

Das galt auch für die zweite Halbzeit, in der beide Teams kaum Nennenswertes boten. Trainer André Schubert versuchte dann mit der Hereinnahme von Mahir Saglik, Dennis Daube und Kevin Schindler die Entscheidung zu erzwingen, doch das erlösende Tor für den FC St. Pauli wollte einfach nicht fallen.

Rostock fast abgestiegen

Hansa Rostock schlittert derweil dem Abstieg entgegen. Der Aufsteiger und Tabellenletzte unterlag am Sonntag daheim dem FC Erzgebirge Aue mit 0:1 (0:1). Nach einer Roten Karte gegen Stephan Busche nach einem allerdings unabsichtlichen Kung-Fu-Tritt gegen Fabian Müller musste Rostock die Partie 78 Minuten lang in Unterzahl bestreiten.

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Die Verunsicherung in der Hintermannschaft nutzte Jan Hochscheidt in der 22. Minute zur Gäste-Führung. Die beste Hansa-Chance vergab vor 13.000 Zuschauern der Schwede Fredy Borg, der in der 52. Minute mit einem Foulelfmeter an Aues Torhüter Martin Männel scheiterte. Aue machte mit dem Erfolg einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die frühe Dezimierung schockte die Gastgeber. Danach gelang ihnen bis zur Halbzeit nichts Konstruktives. Aue kontrollierte die Partie und vergab durch Ronny König (33.) und Müller (45.+1) klare Tormöglichkeiten.

In der zweiten Hälfte wurden die Hanseaten mutiger. Nach dem vergebenen Foulelfmeter spielten die Gastgeber Alles oder Nichts. Männel rettete gegen Borg (81.). Aue verlegte sich auf Konter. Der eingewechselte Enrico Kern vergab das 2:0 (73.).

Quelle: DPA

 
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