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Veröffentlicht: 07.01.2013, 20:04 Uhr

Zum vierten Mal Weltfußballer Immer wieder Messi

Lionel Messi wird zum vierten Mal in Serie zum Weltfußballer des Jahres gekürt. Der argentinische Profi des FC Barcelona setzt sich bei der Fifa-Wahl in Zürich gegen Cristiano Ronaldo und Andres Iniesta durch.

© AFP Der Beste der Besten: das argentinische Fußballgenie Lionel Messi

Lionel Messi ist zum vierten Mal in Serie zum Weltfußballer des Jahres gewählt worden und hat somit in seiner atemraubenden Karriere eine weitere Bestmarke erreicht. Der Argentinier setzte sich bei der glamourösen Wahl des Weltfußballverbandes Fifa an diesem Montagabend in Zürich gegen Cristiano Ronaldo von Real Madrid und seinen Vereinskollegen Andres Iniesta durch. Mit dem wiederholten Gewinn des Ballon d’Or überholte der 25-Jährige die Dreifachsieger Sieger Ronaldo (1996, 1997, 2002) und Zinedine Zidane (1998, 2000, 2003).

In seiner kleingepunkteten Abendrobe samt Fliege wirkte der Mann, der wie kein zweiter Fußball zelebriert, auf der Fifa-Bühne noch immer wie der kleine Junge, der „immer nur mit dem Ball spielen“ wollte. „Ich bin sehr nervös“, meinte er in seiner Dankesrede. Ganz anders sah das im Jahr 2012 auf dem Platz aus. Wie 2010 holte Messi die begehrte Auszeichnung ohne den Gewinn eines internationalen Titels mit dem FC Barcelona oder Argentinien. Seine persönlichen Leistungen, sein fußballerisches Genie waren jedoch außergewöhnlich genug, um den Mangel an internationalen Titeln auszugleichen.

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Die Rekordmarke von 91 Toren für Barca im vergangenen Kalenderjahr und 14 Tore in der Champions-League-Saison 2011/2012 legitimierten ihn nach Meinung der Jury als besten Fußballspieler des Planeten. „Ich glaube nicht, dass es mein bestes Jahr war“, sagte Messi kurz vor der Gala im Kongresshaus am Zürichsee. „Es ist ein Jahr, in dem wir viel geleistet haben, es ist ein weiteres erfolgreiches Jahr.“ Mit seinem Klub schied er im Halbfinale der Champions League gegen den späteren Sieger FC Chelsea aus. In der spanischen Liga musste man Real Madrid den Vortritt lassen, es blieb nur der spanische Pokalsieg.

Regent der Fußballwelt

Dennoch: Messi ist für die wahlberechtigten Journalisten, Nationaltrainer, und -kapitäne der unbestrittene Regent der Fußballwelt. Der Respekt der Fußball-Welt ist im längst sicher. „Wenn einer annähernd 100 Tore in einem Jahr schießt, kann es keine zwei Meinungen über den Weltfußballer geben“, sagte zum Beispiel Gerd Müller an diesem Montag im Trainingslager des FC Bayern München in Doha. Messi hatte den Tore-Rekord des „Bombers der Nation“ im Dezember mit seiner magischen Quote eingestellt. Für den Portugiesen Cristiano Ronaldo blieb indes wieder nur die ungeliebte Rolle des Gratulanten. So gerne hätte der Portugiese selbst den mächtigen Goldball zum zweiten Mal nach 2008 in Empfang genommen.

Kollegial akzeptierte der Spanier Iniesta die Entscheidung. Spaniens Europameister hatte als einziger der drei Finalkandidaten 2012 einen internationalen Titel geholt, doch der individuellen Klasse eines Lionel Messi scheint selbst der brillante Mittelfeldstratege Barcas bei einer Wahl nicht gewachsen. Bei den Frauen setzte sich Abby Wambach aus den Vereinigten als beste Spielerin gegen ihre Teamkollegin Alex Morgan und die Brasilianerin Marta durch.

Bild Spieler Es kann nur einen geben: Ronaldo (links), Iniesta (Mitte) und Messi vor Bekanntgabe der Entscheidung © AFP Bilderstrecke 

Vicente del Bosque wurde zum Fußball-Welttrainer des Jahres 2012 gewählt. Der Coach der spanischen Nationalmannschaft setzte sich in der Abstimmung gegen José Mourinho von Real Madrid und den früheren Coach des FC Barcelona, Josep Guardiola, durch. Die Auszeichnung als beste Trainerin eines Frauenteams erhielt Pia Sundhage. Die Schwedin führte die amerikanische Auswahl bei den Olympischen Spielen in London zum Gewinn der Goldmedaille. Franz Beckenbauer bekam den FIFA Presidential Award. Ansonsten war die deutsche Fußball-Prominenz in Zürich nur Zuschauer. Die für die Weltauswahl nominierten Nationalspieler Manuel Neuer, Philipp Lahm, Mats Hummels, Bastian Schweinsteiger, Mesut Özil, der bei der Wahl zum Weltfußballer als bester Deutscher auf den 14. Platz kam, und Mario Gomez schafften nicht den Sprung in die elitäre Elf. Alle gewählten Akteure der Weltauswahl spielen in Spanien, sechs davon für das spanische Nationalteam.

Die Weltfußballer (seit 2010 FIFA Ballon d’Or/Goldener Ball):

Spieler seit 1991
Jahr Spieler Nation Verein
1991 Lothar Matthäus Deutschland Inter Mailand
1992 Marco van Basten Niederlande AC Mailand
1993 Roberto Baggio Italien Juventus Turin
1994 Romario Brasilien FC Barcelona
1995 George Weah Liberia PSG / AC Mailand
1996 Ronaldo Brasilien PSV Eindhoven / Barcelona
1997 Ronaldo Brasilien Barcelona / Inter Mailand
1998 Zinédine Zidane Frankreich Juventus Turin
1999 Rivaldo Brasilien FC Barcelona
2000 Zinédine Zidane Frankreich Juventus Turin
2001 Luis Figo Portugal Real Madrid
2002 Ronaldo Brasilien Inter Mailand / Real Madrid
2003 Zinédine Zidane Frankreich Real Madrid
2004 Ronaldinho Brasilien FC Barcelona
2005 Ronaldinho Brasilien FC Barcelona
2006 Fabio Cannavaro Italien Juventus / Real Madrid
2007 Kaká Brasilien AC Mailand
2008 Cristiano Ronaldo Portugal Manchester United
2009 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona
2010 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona
2011 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona
2012 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona

 

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

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