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WM-Qualifikation Spanien feiert schon - Türkei mit wenig Hoffnung

13.11.2005 ·  Schon nach den Play-off-Hinspielen im Kampf um die drei letzten europäischen WM-Startplätze scheinen die Fronten geklärt. Spanien, die Schweiz und Tschechien erspielten sich Siege und lassen der Slowakei, der Türkei und Norwegen wenig Hoffnung.

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Luis Garcia läßt Spanien von der Rückkehr glorreicher Fußball-Zeiten träumen - auch für die Schweiz und Tschechien liegt das Ticket für die Weltmeisterschaft 2006 griffbereit. Schon nach den Play-off-Hinspielen im Kampf um die drei letzten europäischen Startplätze für das Turnier vom 9. Juni bis 9. Juli in Deutschland scheinen die Fronten geklärt.

Spanien verschaffte sich mit dem 5:1 gegen die Slowakei ein komfortables Polster für das Rückspiel am kommenden Mittwoch. Für die Eidgenossen dürfte das 2:0 gegen den WM-Dritten Türkei ebenfalls schon die halbe Miete sein und auch Tschechien liegt als 1:0-Sieger in Norwegen klar auf WM-Kurs.

„Unsere Chancen stehen bei 99,9 Prozent“

Noch keine Vorentscheidung brachten die Relegations-Hinspiele auf anderen Kontinenten. Der zweifache Weltmeister Uruguay besiegte Australien durch ein Tor des Schalker Bundesliga-Profis Dario Rodriguez mühevoll mit 1:0. Trinidad/Tobago und Bahrain trennten sich in ihrem ersten Duell 1:1.

„Der Retter aus Liverpool - Luis Garcia fällt das Urteil“, feierte „El Mundo“ den 27 Jahre alten Matchwinner. Die von dem Champions-League-Sieger mit drei Toren garnierte Gala gegen die überforderten Slowaken im Calderon-Stadion von Madrid ließ die Iberer schwärmen. „Nach dem Kantersieg steht Spanien vor der deutschen Grenze“, jubelte die Zeitung „As“. Auch Trainer Luis Aragones ist sich seiner Sache sicher: „Unsere Chancen stehen bei 99,9 Prozent.“ Im Beisein von König Juan Carlos und Kronprinz Felipe machten Fernando Torres und Garcias Teamkollege Fernando Morientes das Schützenfest gegen die Slowaken perfekt, die zudem Marian Had durch Platzverweis verloren.

Tschechien siegt mit Nedved

Auch Kapitän Miroslav Karhan ist für die zweite Partie gesperrt. „Es ist noch nicht vorbei. In Bratislava wird es ein anderes Spiel“, kündigte der Wolfsburger Bundesliga-Profi trotzig an. Für Trainer Dusan Galis, der wegen Protestierens auf die Tribüne geschickt wurde, war der italienische Referee Massimo de Santis Sündenbock für das Debakel: „Die Spanier hatten die Hilfe des Schiedsrichters nicht nötig. Mit 11 gegen 14 kann man nicht gewinnen.“

Dank des Treffers von Vladimir Smicer verschafften sich die Tschechen eine hervorragende Ausgangsposition, um erstmals seit der Eigenständigkeit des Landes 1993 bei einer WM dabei zu sein. Auf dem schwer zu spielenden Rasen im Osloer Ullevaal-Stadion bestimmten die Gäste von Beginn an das Geschehen und besaßen noch eine Reihe weiterer guter Möglichkeiten. In seinem ersten Länderspiel seit 492 Tagen zog Pavel Nedved im Mittelfeld der Tschechen die Fäden und leitete auch den Angriff ein, der über Karel Poborsky zum Siegtor durch Smicer führte.

Türkische Defensivtaktik scheitert

Als „fantastisches Resultat“ feierte der Schweizer Trainer Jakob „Köbi“ Kuhn den 2:0-Sieg in Bern gegen die Türkei, den mit Philippe Senderos und Valon Behrami zwei Youngster sicher stellten. Mit einer starken Leistung und den Bundesliga-Profis Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) und Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen) als treibenden Kräften legten die Eidgenossen im ausverkauften Stade de Suisse den Grundstein für ihre erste WM-Teilnahme seit 1994. Dagegen ging das Rezept des WM-Dritten, ein 0:0 über die Zeit zu bringen, nicht auf. Die erste Auswärts-Niederlage in der WM-Qualifikation läßt dem Team von Fatih Terim für das Rückspiel wohl kaum noch Chancen.

Im Centenario-Stadion von Montevideo hielt Australiens Torhüter Mark Schwarzer seine Mannschaft im WM-Rennen, als er drei Minuten vor dem Ende einen Schuß von Alvaro Recoba spektakulär meisterte. Für
das Rückspiel am Mittwoch in Sydney bangt Uruguay um den Einsatz von Top-Stürmer Diego Forlan, der nach einer Muskelverletzung früh ausgewechselt werden mußte.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa/sid/AP
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