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Frankreichs Nationalelf : „Ganz Europa lacht über uns“

  • Aktualisiert am

Auch er trifft nicht ins Tor der Luxemburger: Frankreichs Stürmer Antoine Griezmann. Bild: dpa

Nach dem Unentschieden gegen Luxemburg muss die französische Nationalmannschaft einige Häme einstecken. Dabei hat Trainer Deschamps eine Mannschaft im Wert von 500 Millionen Euro aufs Feld geschickt.

          Einige Häme der heimischen Medien musste Vize-Europameister Frankreich nach der trostlosen Nullnummer in Toulouse gegen den Fußball-Zwerg Luxemburg einstecken. „Wie sehen wir jetzt aus? Erstmals seit 1914 haben wir nicht gegen Luxemburg gewonnen, und ganz Europa lacht über uns“, schrieb die L“Equipe am Montag.

          Le Parisien kommentierte: „Eine stumme und unwirksame Nationalmannschaft. In allen Bereichen null. Ein kolossaler Ausrutscher. Ein kollektives Fiasko.“ Nationaltrainer Didier Deschamps hatte immerhin eine Mannschaft im Wert von einer halben Milliarde Euro aufs Feld geschickt, doch die Gastgeber taten sich drei Tage dem 4:0 gegen die Niederlande vor 33.000 Zuschauern trotz der Weltklasse-Offensive mit Antoine Griezmann, Kylian Mbappé und Olivier Giroud gegen den Tabellenletzten von Beginn an sehr schwer.

          Nach einer Stunde nahm Deschamps Mbappé, der von AS Monaco zu Paris St. Germain wechselt und im kommenden Jahr allein 180 Millionen Euro kostet, für den Münchner Kingsley Coman vom Feld. Aber die Equipe Tricolore rannte weiter erfolglos an. Der ehemalige Dortmunder Ousmane Dembélé (FC Barcelona), für 105 Millionen Euro plus bis zu 42 Millionen Euro Bonuszahlungen nach Katalonien gewechselt, war nicht nominiert worden.

          Ouest France schrieb: „Die Blauen haben das Loch in der Abwehr der Luxemburger nicht gefunden. Eigentlich wollten sie mit der Weinernte beginnen. Aber sie wurden durch dem 136. der Weltrangliste gestoppt. Das hinterlässt einen schlechten Eindruck. Es haben bei allen die Ideen gefehlt.“

          Kritisch ging auch Courrier de l“Ouest mit den Franzosen ins Gericht: „Der Boomerang ist nach dem 4:0 gegen die Niederlande zurückgeflogen. Die Franzosen sind wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Im Angriff war es die Nacht nach dem Tag.“ Nun geht das große Zittern in der Grande Nation los. „Das wird ein heißer Herbst. Um Tabellenführer zu bleiben, müssen die Blauen am 7. Oktober in Bulgarien gewinnen“, urteilte L“Equipe.

          Frankreich (17 Punkte) spielt in der WM-Qualifikation noch in Bulgarien und gegen Weißrussland, Schweden (16) empfängt noch Luxemburg und muss in den Niederlanden antreten. Das Oranje-Team muss als Tabellendritter (13) um die Qualifikation bangen. Nur acht Gruppenzweite haben über die Play-offs noch die Chance, das Russland-Ticket zu lösen.

          Quelle: SID

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