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Vorentscheidung in Spanien „Real hat den Titel fast schon sicher“

10.03.2008 ·  Mit der Heimniederlage gegen Villarreal sind die Chancen für den FC Barcelona, den Titel in der spanischen Meisterschaft zu erobern, weiter gesunken. Real Madrid hat mittlerweile acht Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze.

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Nach der unerwarteten Heimschlappe des FC Barcelona ist in der spanischen Fußballmeisterschaft eine Vorentscheidung zugunsten von Real Madrid gefallen. „Der Titel entwischt uns“, räumte Barcelonas Vereinspräsident Joan Laporta in der Nacht zum Montag nach dem 1:2 gegen den FC Villarreal ein. Real Madrid hatte zuvor Espanyol Barcelona 2:1 bezwungen. Damit rangiert das Team von Trainer Bernd Schuster als Tabellenführer elf Spieltage vor Saisonschluss acht Punkte vor dem Erzrivalen.

„Real hat den Titel fast schon sicher“, schrieb das in Barcelona erscheinende Fachblatt „Sport“ am Montag. „Die Katalanen können nur noch auf ein Wunder hoffen.“ Für Real kam der Patzer des Rivalen genau zur rechten Zeit. Schuster und sein Team können sich nach dem Ausscheiden aus der Champions League nun mit den Hoffnungen auf den Titel in der Primera División trösten.

„Schwer, diesen Rückschlag zu verdauen“

Den Siegtreffer für den FC Villarreal im Camp-Nou-Stadion erzielte der frühere Stuttgarter Jon Dahl Tomasson (81.). Zuvor hatte Marcos Senna (30.) den Tabellendritten in Führung gebracht und Xavi (66.) für Barça zwischenzeitlich ausgeglichen. Bei den Katalanen wurde der verletzte Dribbelkünstler Lionel Messi schmerzlich vermisst. Die Stürmerstars Ronaldinho, Thierry Henry und Samuel Eto'o enttäuschten die Fans maßlos.

„Es wird schwer, diesen Rückschlag zu verdauen“, meinte Trainer Frank Rijkaard. Barça muss nun sogar um den zweiten Platz bangen, der zur direkten Qualifikation für die europäische Elite-Liga berechtigt. Der Provinzclub Villarreal rückte bis auf vier Punkte an die Katalanen heran. Allerdings ist der FC Barcelona noch im Viertelfinale der Champions League und im Halbfinale des spanischen Pokals dabei.

Bei Real stärkte Vereinspräsident Ramón Calderón derweil Schuster abermals den Rücken. „Der Trainer bleibt auf jeden Fall im Amt“, sagte der Clubchef einem argentinischen Radiosender. „Selbst wenn Real nicht Meister wird, werden wir Schuster behalten, sofern der Trainer dies will.“ Das Sportblatt „Marca“ allerdings erinnerte daran, dass Calderón sich vor einem Jahr ähnlich über Trainer Fabio Capello geäußert hatte. Drei Monate später wurde der Italiener trotz des Titelgewinns entlassen.

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