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VfB-Sportdirektor Heldt im Interview „Unser Niveau hat für diesen Wettbewerb nicht gereicht“

08.11.2007 ·  Nach vier Spielen ohne Sieg ist der VfB Stuttgart in der Champions League gescheitert. Sportdirektor Horst Heldt im Interview über die Gründe für das Ausscheiden des deutschen Meisters und die Vorteile der europäischen Konkurrenz.

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Nach vier Spielen ohne Sieg ist der VfB Stuttgart in der Champions League gescheitert. Sportdirektor Horst Heldt im Interview über die Gründe für das Ausscheiden des deutschen Meisters und die Vorteile der europäischen Konkurrenz.

Der VfB Stuttgart ist durch das 2:4 bei Olympique Lyon aus der Champions League ausgeschieden. Welches Fazit ziehen sie nach den vier Niederlagen in Folge?

Letztendlich hat unser Niveau für diesen Wettbewerb nicht gereicht. Dazu reicht ein Blick auf die nackten Zahlen. Wir haben aus vier Spielen null Punkte geholt. Wir sind natürlich enttäuscht und verärgert. Wir haben uns das alles ganz sicher anders vorgestellt haben. Jeder Einzelne muss aus diesem Wettbewerb lernen. Unser Anspruch ist sehr hoch, und ich hoffe, dass wir das zeigen können, wenn wir wieder die Chance haben, in diesem Wettbewerb zu spielen.

Wie kann es sein, dass das Niveau des Meisters nicht gereicht hat? Waren sie zu Unrecht in der Königsklasse dabei?

Na klar, jetzt kommt das wieder. Aber gut, wenn wir uns schon für die Meisterschaft ständig entschuldigen müssen, dann mache ich das jetzt auch für die Champions League. Auf die eine Entschuldigung kommt es auch nicht mehr an.

Dann sprechen wir nicht nur über den Meister. Insgesamt haben sich die Bundesliga-Teams bisher in der Champions League nicht mit Ruhm bekleckert. Haben sie eine Erklärung dafür?

Da ist man doch an dem Punkt, wo man sich fragen muss, ob man in Deutschland bereit ist, neue Wege zu gehen. Wenn ein Aufsteiger in die englische Premiere League 40 Millionen Euro an Fernsehgeldern bekommt und wir als deutscher Meister 26 Millionen, dann ist da eine Diskrepanz. Wir versuchen ja, diese Diskrepanz auszugleichen und wollen nicht ständig über Geld reden, aber wir als Meister konkurrieren mit Aufsteigern der Premier League um Spieler. An diesen Fakten müssen wir uns orientieren. Außer dem FC Bayern hat doch niemand in der Bundesliga die Möglichkeit, mal eben 70 Millionen auszugeben.

Sie können der Königsklasse nicht lange nachtrauern, denn am Samstag erwarten sie bereits Bayern München zum Südgipfel. Wie gehen sie diese Partie an?

Das ist sicher ein sehr wichtiges Spiel für uns, denn die Bayern haben schließlich noch nicht verloren. Wir werden sicher ein paar Leute finden, die gegen Lyon gut gespielt haben und so etwas Positives aus dem Spiel ziehen können. Wir werden aber sicher auch ein paar Leute finden, die mit ihrer Leistung nicht zufrieden sein können und sich gegen die Bayern steigern müssen.

Nationalspieler Mario Gomez war mit zwei Toren wieder der Alleinunterhalter im Angriff. Wann treffen auch die anderen Stürmer wieder?

Es ist sicher so, dass die Mannschaft nicht von einem allein Leben kann. Aber die Kurve von Mario zeigt nach oben. Ich hoffe, er kann den ein oder anderen mitziehen. Ich bin mir sicher, dass die anderen das auch wieder hinbekommen.

Wie beurteilen Sie die Leistung von Ludovic Magnin und wann wird es Gespräche über eine Verlängerung seines auflaufenden Vertrags geben?

Wir werden uns im Januar mit Ludo zusammensetzen und dann eine Entscheidung treffen. Er sondiert sicher den Markt, das ist sein gutes Recht. Ob er beim VfB bleibt oder den Verein wechselt kann man jetzt noch nicht sagen.

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