Das Ganze, liebe Leute, heißt Finale der Champions League, ja genau: CHAMPIONS League, und, Preisfrage, wer sollte da spielen? Vorschlag: die Champions. Geht nicht, heißt es, sind alle gelbgesperrt, da müsse man ja die Regeln ändern. Genau, Uefa: Um zu verhindern, dass die Hälfte der Champions gelbgesperrt auf der Tribüne hockt, muss man die Regeln ändern. Und wenn es geht, noch in diesem Jahrhundert.
Dass es Sinn macht, wenn die Besten im Finale spielen, hat die Uefa freundlicherweise selbst festgestellt, über den Sinn brauchen wir also nicht zu diskutieren. Bei Europameisterschaften der Nationalteams gilt längst die Regel, dass alle Gelben Karten vor dem Halbfinale gelöscht werden. Warum? Damit kein Spieler im Finale fehlt, weil er im Halbfinale Gelb gesehen hat.
So, und jetzt übertragen wir das mal auf den Vereinsfußball, ist gar nicht so schwer. Einziger Unterschied, weshalb wir ein bisschen nachdenken müssen: Das Halbfinale in den europäischen Klubwettbewerben besteht aus zwei Spielen. Ergo sieht die Lösung so aus: Alle Gelben Karten werden vor dem Finale gelöscht oder, eleganter, die Regelung bleibt, wie sie ist, die individuelle Gelbsperre gilt aber nicht für das Finale, sondern für das erste Spiel der kommenden Europacup-Runde. Und schon hätten wir ein Finale der Besten, auch ohne Barcelona, das ja nicht an Gelb gescheitert ist, sondern am Torschuss.