Um Haaresbreite ist der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger auf der Autobahn 5 bei Frankfurt einem möglicherweise tödlichen Unfall entgangen. Die Polizei bestätigte am Samstag einen Bericht, wonach Zwanzigers Dienstwagen bei der Durchfahrt unter einer Brücke von Betonteilen getroffen wurde.
Weil der Brocken in der Windschutzscheibe stecken blieb, blieben der auf dem Beifahrersitz sitzende Zwanziger und sein Fahrer unverletzt. Der Unfall habe sich am frühen Donnerstag morgen ereignet. Die Polizei ermittelt nach Angaben vom Samstag nun gegen die Mitarbeiter einer Baufirma wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Nach ersten Erkenntnissen waren die Betonteile, die bei Sanierungsarbeiten auf einer Brücke nahe Sossenheim zum Einsatz kommen sollten, ungesichert. Die Ermittler schlossen aus, daß die Betonbrocken absichtlich auf die Fahrbahn geworfen wurden.
Zwanziger beschrieb den Zwischenfall mit drastischen Worten: „Ein unglaublicher Knall. Scherben splitterten rein. Mein Fahrer konnte den Wagen reaktionsschnell in der Spur halten. Es waren Momente der Todesangst.“ Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigte den Unfall. Dank der Reaktion des Fahrers Gunnar Egenolf und des Umstandes, daß der Stein in der Scheibe stecken blieb, seien der Geschäftsführende DFB-Präsident und sein Chauffeur mit dem Schrecken davon gekommen. Nach einer kurzen Pause auf dem Standstreifen der Autobahn konnten sie die Fahrt mit dem demolierten Auto sogar fortsetzen.