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UI-Cup HSV feiert van der Vaart

28.07.2005 ·  Mit einem sehenswerten Tor hat „Fünf-Millionen-Mann“ van der Vaart die erste Rate seiner Ablösesumme zurückgezahlt. „Er war Extraklasse“, lobte Hamburgs Trainer Doll seinen Matchwinner nach dem Halbfinalsieg im UI-Cup.

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Die fünf Millionen-Investition Rafael van der Vaart beginnt sich für den Hamburger SV auszuzahlen. Schon in seinem vierten Pflichtspiel deutete der Niederländer an, wie wertvoll er für die Hanseaten werden kann.

„Das war Extraklasse“, schwärmte HSV-Trainer Thomas Doll nach dem Tor des Abends beim 1:0-Hinspielsieg am Mittwoch im UI-Cup-Halbfinale bei Sigma Olmütz. Von der Strafraumgrenze hatte der holländische Nationalspieler mit links den Ball unhaltbar ins Netz gezirkelt. „Deswegen haben wir ihn geholt“, meinte Doll, der trotz der Pflichtaufgabe am kommenden Mittwoch (20.15 Uhr) im Rückspiel gedanklich wohl schon beim Finale gegen den FC Valencia ist, das gegen Roda Kerkrade 4:0 gewann (Siehe auch: Ergebnisse Fußball Euro 2008).

Mit geschlossenen Augen

Van der Vaart selbst war ein wenig erleichtert nach seinem ersten Pflichtspieltreffer: „Ich bekomme den guten Paß von Jarolim, schließe meine Augen und schieße.“ Damit deutete der Spielgestalter hinter den Spitzen Sergej Barbarez und Emile Mpenza sein hohes technisches Niveau an, das den HSV voran bringen könnte. „Das sind spielentscheidende Sachen, die er macht. Die Partie wird ihm Selbstvertrauen geben für die kommenden Aufgaben“, sagte Dietmar Beiersdorfer. Der Sportdirektor war selbst als damaliger HSV-Kapitän vor 14 Jahren mit zwei Niederlagen sang- und klanglos im Uefa-Pokal gegen Olmütz ausgeschieden. „Meine Spieler haben sich weiterentwickelt. Sie begreifen, daß man auch mal humorlos 1:0 siegen kann. Die Null muß stehen“, sagte Doll, der seinem Kader in der Vorbereitung einiges abverlangt hatte.

„So hart habe ich noch nie trainiert, in Holland haben wir mehr technisch gearbeitet“, sagt der 22jährige van der Vaart, der sich nach den Strapazen selbst ganz schmal vorkommt. Doch Doll weiß aus eigener Erfahrung, daß in der langen Bundesligasaison konditionelle Vorteile zählen. „Wir sind im Plan. Trotz des UI-Cups haben wir die Grundlagen legen können. Jetzt fehlt noch die Spritzigkeit.“ Vor dem Rückspiel gibt sich der junge Coach, der erstmals eine Erstliga-Mannschaft auf eine Spielzeit vorbereitet, äußerst gelassen: „Jetzt sehen wir uns das mal an, was sie hier machen. Denn auch nach dem 1:0 standen sie noch hinten drin. Da brauchen wir keine Show abzuziehen.“ So verbrachte Torhüter Stefan Wächter auch mit nur zwei gehaltenen Bällen einen ziemlich ruhigen Abend im ausverkauften Andruv-Stadion. Einzig die heißblütigen Fans beschmissen ihn dauernd mit Toilettenpapierrollen, fünf Ordner waren zeitweise beim Keeper, nur der Schiedsrichter griff nicht ein.

UI-Cup, Halbfinale, Hinspiele:

VfL Wolfsburg - RC Lens 0:0
Wolfsburg: Jentzsch - Karhan, Quiroga, Hofland, Weiser (75. Schnoor) - Fischer, Thiam, Hrgovic (46. Hrgovic) - D'Alessandro - Klimowicz (82. Topic), Menseguez
Lens: Itandje - Demont, Coulibaly, da Silva, Assou-Ekotto - Carriere (85. Barul), Bak, Keita, Jamaa - Bakari (68. Dindane), Cousin (68. Fereira Vleira)
Schiedsrichter: Bozinovski (Mazedonien)
Zuschauer: 10.511
Gelbe Karten: - / Assou-Ekotto, Keita

Sigma Olmütz - Hamburger SV 0:1 (0:0)
Olmütz: Blaha - Hudec, Hubnik (39. Kopecky), Kovar, Pecnik - Randa, Melinho, Onofrej, Vacek - Babnic, Rojka (57. Bednar)
Hamburg: Wächter - Klingbeil, van Buyten, Boulahrouz, Atouba - Wicky (88. Karl), Jarolim, Beinlich, van der Vaart - Barbarez, Mpenza (73. Lauth)
Schiedsrichter: Bertini (Italien)
Zuschauer: 12.052 (ausverkauft)
Tor: 0:1 van der Vaart (49.)
Gelbe Karten: - / Klingbeil, Atouba

Quelle: dpa
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