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Uefa-Pokal Stuttgart verpaßt nach Gegentor den Gruppensieg

15.12.2005 ·  Zum Abschluß der Gruppenphase im Uefa-Cup hat der VfB Stuttgart Rapid Bukarest mit 2:1 besiegt. Dennoch fielen die Stuttgarter von Rang eins auf Rang drei - das Gegentor war schuld.

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Der VfB Stuttgart hat durch ein spätes Gegentor den Gruppensieg im Uefa-Pokal verspielt. Zwar besiegten die Schwaben zum Abschluß der Gruppenphase Rapid Bukarest 2:1 (2: 0), doch aufgrund des Treffers der Rumänen durch Lucian Burdujan in der 80. Minute rutschte der Bundesligist noch vom ersten auf den dritten Tabellenplatz ab.

Zuvor hatte Mario Gomez den VfB mit einem „Doppelpack“ (20., 37.) klar auf die Siegerstraße gebracht. „Es war ein schöner Abend für mich. Wir haben zu Hause verdient gewonnen. Es ist nur schade, daß wir durch das Gegentor noch den Gruppensieg verpaßt haben“, sagte VfB-Coach Giovanni Trapattoni. Damit belegt der VfB in Gruppe G aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter dem viermaligen rumänischen Meister sowie dem ukrainischen Klub Schachtjor Donezk nur den dritten Platz und droht bei der Auslosung der Zwischenrunde am Freitag in Nyon auf einen schwereren Gegner zu treffen.

Auf sieben Postionen verändert

Trapattoni riskierte dabei viel und ließ vor rund 10.000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion eine B-Elf auflaufen. Weil die Stuttgarter schon vor der Partie für die Zwischenrunde qualifiziert waren, veränderte der „Maestro“ seine Startelf im Vergleich zum 1:0 im Ligaspiel am vergangenen Samstag beim VfL Wolfsburg gleich auf sieben Positionen. Der leicht angeschlagene Nationaltorhüter Timo Hildebrand stand ebenso wie Innenverteidiger Fernando Meira und Dänemarks Stürmerstar Jon Dahl Tomasson (Oberschenkelverhärtung) noch nicht einmal im Kader. Verzichten mußte „Trap“ ohnehin auf den gelb-rot-gesperrten Silvio Meißner. Kapitän Zvonimir Soldo und Angreifer Danijel Ljuboja, der den VfB mit drei Toren in der Gruppenphase fast im Alleingang vorzeitig in die Zwischenrunde geschossen hatte, saßen nur auf der Bank.

Doch auch ohne ein halbes Dutzend Stammspieler machte der VfB nach anfänglichen Problemen seine Sache gut - allen voran Gomez. Bei der 1:0-Führung profitierte der hochgewachsene Stürmer allerdings von einem kapitalen Fehler von Mihai Minca. Der Bukarester Ersatzkeeper konnte den Ball nicht festhalten, Gomez schob ungehindert zum 1:0 ein und fügte den Rumänen den ersten Gegentreffer in der Gruppenphase zu. Danach wurde der VfB sicherer. Nur zwei Minuten nach der Führung hätte Christian Gentner nachlegen können. Bei einem Distanzschuß von Thomas Hitzlsperger (34.) war Minca auf dem Posten, ehe erneut Gomez mit einem abgefälschten Schuß für das 2:0 sorgte.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus Bukarest wieder stärker. Doch Hildebrand-Vertreter Dirk Heinen hinterließ einen souveränen Eindruck im Tor und verhinderte mit guten Paraden lange Zeit einen Gegentreffer. Auf der Gegenseite hätte der für Gomez eingewechselte Marco Streller nach schnellen Kontern für die Entscheidung sorgen müssen. Zunächst erkannte der italienische Schiedsrichter Domenico Messina einen Treffer des Schweizers wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht an (62.). Eine Minute später scheiterte Streller frei an Minca. Bestnoten beim VfB verdienten sich die „jungen Wilden“ Gomez und Gentner. Auffälligste Spieler bei den Gästen waren Kapitän Vasile Maftei und Angreifer Robert Ilyes.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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