Home
http://www.faz.net/-gtm-rgrc
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Uefa-Pokal HSV gewinnt 2:0 gegen Slavia Prag

15.12.2005 ·  Zum ersten Mal seit 16 Jahren überwintert der Hamburger SV wieder im Europacup: Der Bundesliga-Zweite setzte sich im letzten Spiel 2:0 gegen Slavia Prag durch und zog damit hinter dem punktgleichen AS Monaco in die Runde der letzten 32 ein.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (0)

Zum ersten Mal seit 16 Jahren überwintert der Hamburger SV wieder im Europacup. Der Bundesliga-Zweite setzte sich im letzten Spiel der Uefa-Pokal-Gruppenphase am Donnerstag mit 2:0 (1:0) gegen Slavia Prag durch und zog als Zweiter der Gruppe A hinter dem punktgleichen AS Monaco und vor Prag in die Runde der letzten 32 ein.

Als Gegner für die K.o.-Spiele am 15. und 23. Februar wird am Freitag in Nyon einer der Champions-League-Absteiger aus dem Lostopf gefischt. „Damit beschäftige ich mich aber überhaupt noch nicht. Wir nehmen, was kommt“, sagte HSV-Trainer Thomas Doll. Die Tore für die Hamburger, denen bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen gereicht hätte, erzielten Sergej Barbarez (9.) per Kopf und Emile Mpenza (57.), der zuvor die Chance auf einen höheren Sieg vergeben hatte. Der Belgier verschoß in der 31. Minute den fälligen Elfmeter nach einem an ihm begangenen Foul.

Rote Karte für Slavia-Torhüter Kozacik

Torhüter Matus Kozacik sah für die Notbremse im Strafraum die Rote Karte (27.). Der ohne die Chance zum Aufwärmen eingewechselte Ersatz-Keeper Aleksander Seliga parierte den schwachen Schuß von Mpenza. „Wir haben von der ersten Minute an gezeigt, daß wir auch im nächsten Jahr dabei sein wollen. Das war klasse“, sagte Doll, dessen Mannschaft Selbstvertrauen für die zwei letzten Spiele vor der Winterpause tankte. Am Sonntag wollen die Hamburger bei Verfolger Werder Bremen den zweiten Platz in der Bundesliga-Tabelle verteidigen, am kommenden Mittwoch wartet im DFB-Pokal-Achtelfinale Cupverteidiger Bayern München.

Die 46.353 Zuschauer in Hamburg sahen gegen den zwölfmaligen tschechischen Meister ein abwechslungsreiches Spiel, nur der arg ramponierte Rasen paßte nicht recht ins Bild. Mit den Worten „Die Partie gegen Prag ist ein Endspiel“ hatte Doll seine Mannschaft auf das Entscheidungsspiel eingestimmt, das die Hamburger ohne ihren besten Europacup-Torschützen absolvieren mußten. Rafael van der Vaart hatte bis zum Prag-Spiel vier der fünf HSV-Treffer im Uefa-Cup erzielt. Doch der Niederländer mußte die Partie nach einer Operation an beiden Knöcheln zu Hause vor dem Fernseher verfolgen. Es wurde ein ruhiger Fernsehabend, denn Barbarez und Mpenza sprangen für den treffsicheren Regisseur in die Bresche. Das Sturmduo sorgte vom Anpfiff weg für Unruhe im Slavia-Strafraum. In der 6. Minute verpaßte Barbarez im Fünfmeterraum noch eine flache Eingabe von Stefan Beinlich. Drei Minuten später brachte er seine Mannschaft mit einem herrlichen Kopfball nach einer Beinlich-Flanke in Führung.

„Wenn du für die Mannschaft arbeitest, kommen die Tore immer“

Mpenza war ebenfalls fleißig, zunächst jedoch glücklos im Abschluß. In der 8. und 15. Minute vergab er hochkarätige Chancen. Und als ihn seine Mitspieler beim Elfmeter zu seinem Glück zwingen wollten, versagten ihm die Nerven. In der zweiten Halbzeit brach Mpenza mit einem gefühlvollen Heber dann doch noch den Torbann: Es war sein erster Treffer seit dem 6. August. „Wenn du für die Mannschaft arbeitest, kommen die Tore immer“, meinte er nach dem Schlußpfiff erleichtert.

Glücklich war auch HSV-Mittelfeldspieler David Jarolim, denn der Familienfrieden blieb trotz der Prager Niederlage gewahrt. Durch den 2:1-Erfolg des AC Monaco über ZSKA Sofia zog Slavia mit Davids Vater Karel und Bruder Lukas Jarolim ebenfalls in die k.o.-Runde.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   21  32   46 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   21  35   44 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   21  22   43 Verbesserung zur Vorwoche
4.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   21  18   41 Verschlechterung zur Vorwoche
5.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   21  -1   33 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   21  0   31 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   21  -2   31 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   21  -11   27 Verbesserung zur Vorwoche
9.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   21  3   26 Verbesserung zur Vorwoche
10.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   21  -8   26 Verbesserung zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   21  -2   25 Verschlechterung zur Vorwoche
12.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   21  -12   24 Verschlechterung zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   21  -6   23 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   21  -12   22 Gleichheit zur Vorwoche
15.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   21  -11   20 Gleichheit zur Vorwoche
16.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   21  -11   18 Gleichheit zur Vorwoche
17.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   21  -14   18 Gleichheit zur Vorwoche
18.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   21  -20   17 Gleichheit zur Vorwoche

Die Zukunft ist weiblich

Von Peter Penders

Die Niederlage im Fed-Cup ist vergessen: Angelique Kerber bestätigt mit dem Turniersieg in Paris den Aufwärtstrend der deutschen Tennisdamen. Der Erfolg der Damen lenkt jedoch am vom Niedergang. Mehr

Ergebnisse, Tabellen und Statistik