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Uefa-Cup Hertha nach 0:0 eine Runde weiter

16.12.2005 ·  Die Minimalisten von Hertha BSC haben sich mit Kampf und Krampf und dem sagenhaften Torverhältnis von 1:0 in vier Spielen in die Runde der letzten 32 des Uefa-Cups gezittert.

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Die Minimalisten von Hertha BSC haben sich mit Kampf und Krampf und dem sagenhaften Torverhältnis von 1:0 in die Runde der letzten 32 des Uefa-Cups gezittert.

Mit reichlich Glück kamen die Berliner am Donnerstag im „Endspiel“ der Gruppe C zu einem torlosen Unentschieden gegen Steaua Bukarest und schafften damit als Dritter hinter dem 21fachen rumänischen Fußball-Rekordmeister und RC Lens, das Sampdoria Genua durch ein Tor in letzter Minute auf Platz vier verwies, den Einzug in die K.o.-Runde. Dort wird einer der sieben anderen Gruppenersten wie der AS Monaco, Olympique Marseille oder Rapid Bukarest der Gegner sein. Ausgelost werden die Spiele, die am 15./16. und 23. Februar ausgetragenen werden, am Freitag in Nyon.

„Nur noch verwaltet“

„Wir haben heute viele junge Spieler im Team gehabt. Am Ende haben wir nur noch den Ball verwaltet. Das war sicher nicht unsere wahre Leistungsstärke“, sagte Hertha-Trainer Falko Götz, der das Team des Bundesliga-Fünften vor der Negativ-Kulisse von 15.603 Zuschauern im Olympiastadion auf fünf Positionen ändern mußte. In der Abwehr, in der Dick van Burik und Josip Simunic ausfielen, rückte Nationalspieler Arne Friedrich als Leitwolf für die unerfahrenen Malik Fathi und Soflan Chahed ins Zentrum. Sein Europacup-Debüt durfte der 19jährige Ashkan Dejagah feiern, der nach nur fünf Bundesliga-Minuten als einziger Stürmer den verletzten Nando Rafael ersetzen durfte.

„Die Jungen haben gegengehalten und viel Erfahrung gesammelt“, sagte Götz. Die als bessere Nachwuchs-Mannschaft anzusehenden Berliner übernahmen zwar die Regie auf dem Platz, doch viel Konstruktives sprang zunächst nicht heraus. Die beste Chance vor der Pause hatte der 18jährige Kevin Boateng, der in der 29. Minute allerdings knapp vorbei schoß. Die besseren Gelegenheiten hatten die Gäste aus Rumänien, die aus einer kontrollierten Abwehr heraus zu gefährlichen Kontern kamen. Banel Nicolita (27.) und Gabriel Bostina (21.), der mit seinem Freistoß Hertha-Keeper Christian Fiedler zu einer Faustparade zwang, hatten die Führung auf dem Stiefel.

Alle Augen auf Marcelinho

Obwohl er sich bemühte, konnte auch der zuletzt viel kritisierte Marcelinho dem Spiel keine Wende geben. „Er soll sich beweisen“, hatte Götz dem Brasilianer mit auf den Weg gegeben, der nach seiner Gelb-Roten Karte in Hamburg allerhand Kritik auch von den Kollegen zu hören bekam. Alle Augen waren auf ihn gerichtet, doch mehr als ein strammer 20-Meter-Schuß nach einer Stunde Spielzeit sprang nicht heraus. So blieb es bei dem einen Tor für Hertha aus dem ersten Spiel in Halmstad, das allerdings mehr ein Eigentor war.

Die guten Ansätze der Gastgeber in der ersten Halbzeit setzten sich nach der Pause nicht fort. Dagegen hatten die spielstarken Rumänen, denen das Unentschieden zum Gruppensieg reichte, mehr und mehr Chancen zur Führung. Die beste Möglichkeit hatte Victoras Iacot (54.), der im Zweikampf mit Friedrich nur den Pfosten traf. Zwei Minuten zuvor verfehlte auch Mirel Radoi nur knapp das Tor der Berliner, die für den enttäuschenden Yildiray Bastürk in der 79. Minute Andreas Neuendorf brachten und das Remis glücklich über die Zeit retteten.

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