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Uefa-Cup-Finale Frankfurt gewinnt Europapokal

 ·  Die Frauen des 1. FFC Frankfurt haben es geschafft: Durch einen 3:2-Sieg im Rückspiel gegen die Schwedinnen aus Umea holten sie den Uefa-Cup zum dritten Mal nach 2002 und 2006. Dafür mussten sie allerdings kräftig zittern.

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Die Fußballerspielerinnen des 1. FFC Frankfurt haben sich mit ihrem dritten europäischen Gipfelsturm zum Uefa-Cup-Rekordsieger gekrönt und dürfen weiter vom zweiten Triple nach 2002 träumen. Die Hessinnen machten den Erfolg mit einem 3:2 (1:0) im Finalrückspiel gegen den schwedischen Meister Umea IK perfekt, nachdem sich die beiden besten Vereinsmannschaften Europas im Hinspiel vor einer Woche in Nordschweden 1:1 getrennt hatten.

Vor der Rekordkulisse von 27.640 Zuschauern in der Frankfurter WM-Arena besiegelten Conny Pohlers (7./55.) mit zwei Treffern sowie Petra Wimbersky (72.) für den FFC den dritten Gewinn des Uefa-Cups nach 2006 und 2002. Umeas Lisa Dahlqvist per Foulelfmeter (68.) und Laura Österberg (84.) trafen für die Schwedinnen.

„Brutal starke“ Atmosphäre

„Ich wollte vor diesem geilen Publikum mit meiner Mannschaft unbedingt gewinnen. Wir hatten das Glück des Tüchtigen - lieber Gott, danke“, sagte Pohlers. Torfrau Silke Rottenberg sprach von einer „brutal starken“ Atmosphäre: „Das war ein geiles Gefühl.“ Unter dem großen Jubel von Spielerinnen und Fans übergab der frühere DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder Spielführerin Tina Wunderlich die 8,5 kg schwere Trophäe.

Uefa-Präsident Michel Platini hatte seinen Besuch wegen Terminproblemen abgesagt. Vor den Augen von DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Trainerin Silvia Neid dominierten die Gastgeberinnen vor allen Dingen die Anfangsphase klar. Bereits in der 2. Minute traf Wimbersky nach Flanke von Nationalmannschaftskollegin Kerstin Garefrekes den Pfosten. Fünf Minuten später hatte Stürmerin Pohlers mehr Glück und sorgte für die ersehnte frühe Führung.

Weltmeisterin Birgit Prinz hätte nach einer knappen halben Stunden erhöhen können, doch Gästetorfrau Ulla-Kathrin Rönnlund parierte glänzend. In der Folge kam Umea aber besser ins Spiel. Nicht zuletzt, weil Weltfußballerin Marta immer wieder ihr Können aufblitzen ließ. Verlassen konnten sich die Frankfurterinnen in der Drangperiode der Schwedinnen auf Rottenberg. Die 36 Jahre alte Torfrau klärte gleich zweimal in höchster Not gegen Marta (26./41.) und auch gegen Mami Yamaguchi (31.).

Prinz und Pohlers zeigen starkes Spiel

Allerdings musste Rottenberg in der Halbzeit wegen einer Fußverletzung gegen Stephanie Ullrich ausgewechselt werden. Auch nach dem Wechsel war das Sturmduo Pohlers/Prinz brandgefährlich. Nach Vorarbeit von Wimbersky nutzte Pohlers die Verwirrung in der Umea-Abwehr und erhöhte auf 2:0. Nach dem 2:1 verwandelte Wimbersky einen Freistoß aus 20 Metern direkt.

In der Tritschoks-Elf überzeugten besonders Pohlers und Prinz. Marta sowie Johanna Rasmussen verdienten sich bei Umea gute Noten. Die alte Rekordmarke im europäischen Vereinspokal bei den Frauen hatte bei 24.582 Zuschauern gelegen, die im Mai beim englischen Pokalfinale in Nottingham aufgestellt worden war. Nach der angekündigten Partynacht in Frankfurt will sich der derzeitige Tabellenführer der Bundesliga in den nächsten Wochen auf den Gewinn seiner insgesamt siebten deutschen Meisterschaft konzentrieren.

1. FFC Frankfurt - Umea IK 3:2 (1:0)
Frankfurt:
Rottenberg (46. Ullrich) - Kliehm (47. Günther), Tina Wunderlich, Lewandowski, Bartusiak - Weber, Krieger - Garefrekes, Wimbersky (90. Thomas) - Prinz, Pohlers. - Trainer: Hans-Jürgen Tritschoks
Umea: Rönnlund - Paulson, Westberg, Frisk, Berglund (46. Bachmann) - Dahlqvist, Yamaguchi, Rasmussen - Östberg, Edlund (64. Jakobsson), Marta. - Trainer: Andre Jeglertz
Schiedsrichterin: Alexandra Ihringowa (England)
Tore: 1:0 Pohlers (7.), 2:0 Pohlers (55.), 2:1 Dahlqvist (68., Foulelfmeter), 3:1 Wimbersky (72.), 3:2 Östberg (84.)
Zuschauer: 27.640
Gelbe Karte: Kliehm

Quelle: FAZ.NET mit Material von sid
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