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Überfall auf Fanbeauftragte Brutaler Tabubruch

 ·  Nicht selten kommen rechtsextreme Straftäter aus dem Umfeld des BVB. Nach einem Überfall auf Fanbeauftragte der Borussia soll nun der Kampf gegen Neonazigruppen verstärkt werden.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (19)
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Hermann Goedel

Warum werde ich den Verdacht nicht los, daß es eine gewisse Tendenz in den Medien gibt, ...

... einigermaßen "normale" Prolo-Angewohnheiten mit "Rechts" zu identifizieren? Ich bitte um Hilfe!

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Peter Pagel
Peter Pagel (DerMatz) - 17.02.2013 14:34 Uhr

@Klier

So erkennt man den Ideologen: Er passt sein Weltbild nicht den Fakten an, sondern die Fakten seinem Weltbild. Und was nicht zusammenpasst, wird eben zurechtgebogen...

Wollen wir hoffen dass es in Dortmund nicht so weit kommt wie in Aachen und Verein und Fanszene irgendwann vor den Rechten kapitulieren müssen. Deren Einschüchterungen in Form von Gewaltandrohungen und 'Hausbesuchen' kann keine zivilcouragierte Privatperson lange standhalten. Was anmutet wie Gruselgeschichten aus den 30ern des letzten Jahrhunderts ist leider wieder Realität in Deutschland. Der einzig wirksame Schutz ist eine wache Öffentlichkeit, denn die Rechten wissen: Schlechte Publicity erschwert ihnen die Unterwanderung der Gesellschaft. Aus diesem Grund versuchen Leute wie Herr Klier auch verzweifelt, den im Artikel erwähnten Vorfall mit irgendwelchen Pseudo-Fakten auszubügeln.

'Dortmund bleibt Rechts' ...dieser Ausruf sagt bereits mehr über das Selbstverständnis der dortigen braunen Szene aus als alle Statistiken

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Stehplätze weg. Eintrittspreise rauf. Eventfaktor erhöhen.

Abschaum hat im Stadion nichts zu suchen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 17:51 Uhr
Peter Schmeichel

Ganz genau

Schüler und Studenten haben in Fußballstadien nichts zu suchen. Ebenso, wie Individuen aus dem unteren Drittel der Einkommensverteilung!!! Falls doch eine Glatze mehr oder minder viel verdienen sollte, ist sie im Sitzen sicher weniger gefährlich als im Stehen....
(Ironie off)

Wie kann man nur so einen Müll von sich geben frage ich Sie???

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Markus Sommer
Markus Sommer (sx2008) - 17.02.2013 13:27 Uhr

§ 224 Gefährliche Körperverletzung

(1) Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung
begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

Mit diesem Überfall haben sich die Angreifer meiner Meinung nach für 2-3 Jahre Gefängnis qualifiziert.

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Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 17.02.2013 13:14 Uhr

Die Vereine werden sich noch umgucken...

...spätestens, wenn all die schönen VIP-Lounges leer bleiben, weil die Unternehmen ein Engagement in dem immer schmuddeliger werdenden Umfeld als imageschädigend ansehen und daher wegbleiben.

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Henk Hulst
Henk Hulst (HenkHulst) - 17.02.2013 13:03 Uhr

Wichtig

Eine wichtige Information zu einem wichtigen Themenkomplex, der noch immer mit Achselzucken beantwortet wird - "so ist das halt im Fußball".
Offenbar wurden aber die falschen Schlüsselwörter in diesem Beitrag gewählt, sonst hätten wir schon mind. 67 pathetisch-apokalyptische Kommentare.

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Das ist die Konsequenz überflüssiger und falscher Toleranz.

Proleten wie diese verstehen nur eine Sprache, die endlich mit ihnen gesprochen werden sollte.

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Torsten Klier

Falls es jemand interessiert

Obwohl die es aus allen Ecken zusammengekehrt haben, kann der Verfassungsschutz für das letzte Jahr gerade mal 619 rechte Gewalttaten vermelden. Bezogen auf die 520.000 Gewalttaten in D in der gleichen Zeit sind das sagenhafte 0,12%.
Diese 0,12% heben die Republik aus den Angeln. Die restlichen 99,88% sind Folklore.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 13:37 Uhr
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@Klier

1. Für 2012 gibt es noch keinen Bericht.
2. Für 2011 nennt der Verfassungsschutz - der eher zur Verharmlosung neigt - 16.142 rechtsextremistisch motivierte Straftaten.

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Joachim Mense
Joachim Mense (JMense) - 17.02.2013 13:11 Uhr

Herzlichen Glückwunsch

Herzlichen Glückwunsch, Herr Klier. Sie beherrschen Ihr kleines Einmaleins und Prozentrechnen gleich dazu. Das war es aber auch schon. Der Rest ist schäbig und wohl auch populistisch, wenn nicht gar interessensgetrieben. Jedenfalls steckt hinter den 619 Gewalttaten ein System, und zwar das der Einschüchterung, der Eroberung von Einfluss und der Ausweitung von Macht. Und die meisten der Gewalttaten haben zusätzlich eine lange Vorgeschichte, bestehend aus verbalen Übergriffen, Drohungen, Provokationen.

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Sie lassen aber auch keine Gelegenheit aus, @Klier, Rechtes zu verharmlosen.

Sie sollten sich schämen.

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Peter Ambros
Peter Ambros (Lilo11) - 17.02.2013 12:26 Uhr

Na endlich..

..kann man Nazis für die Gewalttätigkeiten verantwortlich machen. Jetzt wird endlich durchgegriffen. Wird zumindest behauptet.
Solange nur Schlagetots und Idioten aller Schichten Gewalt ausüben, tut man nichts oder ruft nach Geld für Sozialarbeiter. Funktionäre setzen sich mit kriminellen Gewalttätern zu Verhandlungen an einen Tisch. Kaum erscheint ein tatsächlicher oder vermuteter oder behaupteter Nazi, ist die Empörung da. Na gut, wenn´s hilft.
Immerhin können die Vereine nun sagen, nicht "Fans" wären die Übeltäter, sondern von irgendwoher kommende "Nazis".
Damit entzieht man sich der Verantwortung und schiebt sie auf den Staat. Der soll die Nazis abschaffen und bis dahin die Kosten tragen. Statt der Vereine.

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Peter Bergemund

Das Problem liegt tiefer

Nazi-Probleme in Dortmund sind lange bekannt und seit einiger Zeit von keinem Verantwortlichen mehr zu leugnen. Auch rechtsextreme in BVB-Umfeld sind schon lange ein Problem und nicht erst seit einem halben Jahr da. Als ein Solidaritätsbanner für den "NS-Dortmund" entrollt wurde.[1] Allseits bekannter Beleg die von Siegfried "SS-Siggi" Borchardt[2] angeführt Borussenfront[3]. Letzter Vorwurf war die Beschäftigung von Neo-Nazis als Ordner und der ähnliche geartet Überfall auf einen S04-Fan[4]. Einen Guten Überblick übder die Verhältnisse in Dortmund bietet die Broschüre "Dortmunder Zustände"(2010)[5].
[links entfernt, bitte Richtlinien beachten; Mod.]

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Bernhard Henn

Wird (Profi-)Fußball zur Unterschichtenangelegenheit?

Die Vereinschefs müssen sehr genau aufpassen. Die Fußballbegeisterung und die harmlose, humorvolle Vereinsidentifikation bricht bei vielen Gymnasiasten ab 15 weg. In intelligenteren Bevölkerungskreisen kann man nicht mehr wie noch vor 20 Jahren einfach mal das Thema Fußball ansprechen. Die Berichte über Fußball-Prolls und rechtsradikale Fans, aber auch über naive Gutmenschen-Fanprojekte wirken unterschwellig und zeitverzögert und m.E. weiter demotivierend für Fußball-Interessierte aus der Mitte der Gesellschaft.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 18:25 Uhr
Peter Schmeichel

Die Veränderung verläuft umgekehrt!

Früher war Fußball Unterschichten Sport und ist heute in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Falls es Kreise geben sollte, in denen man sich als Erwachsener Mann dafür entschuldigen muss Fußball-Fan zu sein, dann liegt dies an der, auf Skandalisierung ausgerichteten, Berichterstattung. Man meint es wäre niemals schlechter gewesen?
Man muss sich nur an die 80er Jahre erinnern, wo Pyro, Nazis und PLatzstürme (nicht des Jubelns willen) Normaliltät waren.

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Thomas Müller
Thomas Müller (tholer) - 17.02.2013 10:08 Uhr

Honig saugen.

Wenn ich das schon lese. Auf der einen Seite sollen die Fanbeauftragten massiv angegriffen worden sein, auf der anderen Seite ist aber alles glimpflich verlaufen. Was denn nun? Entweder war es ein brutaler Angriff, dann wäre interessant zu wissen ob die Opfer Prellungen, Knochenbrüche hatten und in die Intensivstation eingeliefert werden mussten, oder es war eine Rangelei, wie sie im Umfeld von Fußballstadien tausendfach vorkommt.

Und wieso muß ich mir solche Gedanken machen? Wieso macht das nicht die FAZ für mich? Wer soll in den Wahrheitsgehalt hier bei solchen offensichtlichen Stories eigentlich noch Vertrauen haben?

Tag für Tag kann man in Lokalzeitungen von ganz anderen Fällen lesen, die auszuschlachten aber wohl politisch weniger opportun sind. Diese gehen übrigens oft genug nicht glimpflich aus...

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Sven Mueller

Na, immerhin haben Sie sich diesmal ...

... demagogische Ueberschriften wie die am 30.11.2011 hier in der FAZ ("Neonazis in Dortmund-Der Osten reicht bis in den Westen") verkniffen ...

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Sabine Rössler

Ganz schlimm!

Artikel wie diese müssen ganz prominent erscheinen! Sie sind ein Beitrag gegen die völlig entfesselte Gewalt. Solcher Hass, solche Aggression- keine Ziele und Wünsche können sie rechtfertigen! Lasst uns aufmerksamer werden auch in unserem Umfeld!

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16.02.2013, 19:42 Uhr

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