Home
http://www.faz.net/-gtl-7phh8
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER

Tor oder kein Tor Schiedsrichter für Tortechnologie

WM-Referee Brych und der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission Fandel wollen mit Einführung der Torlinientechnik der „niveaulosen Diskussion“ ein Ende setzen.

© REUTERS Das Nicht-Tor der Saison: Dante klärt Hummels’ Kopfball von der Linie - oder hinter der Linie?

Deutschlands WM-Schiedsrichter Felix Brych und der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission Herbert Fandel haben sich abermals vehement für die Einführung der Tortechnologie ausgesprochen. „Ich habe noch nie etwas gefordert, aber ich bin da klar bei Herrn Rummennige. Die Nutzung der Torlinientechnologie würde dieser niveaulosen Diskussion ein Ende setzen, gerade auch nach so einem großartigen Finale“, sagte Fandel am Montag in Frankfurt am Main. „Bei den großen Aufregern geht es doch immer um die Frage, Tor oder nicht Tor. Wir würden uns sehr freuen, wenn uns dabei geholfen würde“, meinte Brych.

Mehr zum Thema

Nach Angaben der Deutschen Fußball Liga liegt eine mögliche neue Abstimmung über die Einführung der Torlinientechnik ausschließlich in den Händen der Vereine. „Wenn es der Wunsch der Clubs ist, steht einer erneuten Abstimmung über die Einführung einer Torlinien-Technologie nichts im Wege. Die DFL selbst war und ist bei diesem Thema bestens vorbereitet“, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Montag.

Um ein neues Votum zur Torlinientechnik herbeizuführen, müsste nur ein Verein vor einer Mitgliederversammlung der DFL einen entsprechenden Antrag stellen. Erst vor knapp zwei Monaten hatten die 36 Erst- und Zweitligisten die Einführung allerdings mehrheitlich abgelehnt. Nur neun der 18 Bundesliga-Clubs und drei der 18 Zweitligisten hatten am 24. März für die Einführung der Torlinientechnik abgestimmt. Abgelehnt wurde die Einführung auch, weil viele Clubs die Kosten für den Einbau der Technik scheuen.

Die Diskussion über technische Hilfsmittel war am Wochenende durch das nicht gegebene Tor für Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München neu entflammt. Ligapräsident Reinhard Rauball hatte der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt: „Wenn Borussia Dortmunds Vorstandschef Joachim Watzke oder ein Vertreter eines anderen Clubs die Torlinientechnik erneut vorschlagen, werde ich das befürworten.“ Dies sei auch „sofort“ denkbar und möglich.

Borussia Dortmund ? FC Bayern München © dpa Vergrößern Fassungslos: der verhinderte Torschütze Hummels

In der 64. Minute des Pokalendspiels war ein vermeintliches Tor des Dortmunders Hummels von Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) nicht gegeben worden, obwohl der Ball wohl  die Linie überquert hatte, ehe Bayerns Verteidiger Dante ihn weg schießen konnte.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Fußball-Transferticker Atlético Madrid greift tief in die Tasche

Madrid findet Mandzukic-Ersatz ++ Porto kauft teuer ein ++ Frankfurt holt Stürmer ++ Götz hat neuen Job ++ Ilicevic bleibt doch beim HSV, Kacar überlegt noch ++ Di Santo bleibt Bremer ++ Alle Infos im Transferticker. Mehr

02.07.2015, 15:45 Uhr | Sport
Watzke über Reus Das sind die Spieler, die Legenden werden

Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, äußert sich begeistert über die Vertragsverlängerung mit Marco Reus. Der BVB setzt in harten Zeiten ein Zeichen und verlängert den Vertrag bis 2019 - mit einem finanziellen Kraftakt. Mehr

10.02.2015, 18:41 Uhr | Sport
Wechsel zum VfB Stuttgart Langerak versucht sich im Ländle

Alles neu macht der Trainingsauftakt: Der VfB Stuttgart präsentiert Trainer Zorniger und verpflichtet Torhüter Langerak von Borussia Dortmund. Der neue Coach lobt seinen künftigen Schlussmann – erinnert zugleich aber auch an dessen schlechtestes Spiel. Mehr

29.06.2015, 14:00 Uhr | Sport
Fußball-Bundesliga Jürgen Klopp verlässt Borussia Dortmund

Jürgen Klopp verlässt zum Saisonende Borussia Dortmund als Trainer. Er hat den BVB um die Auflösung seines Vertrages gebeten. Mehr

15.04.2015, 15:43 Uhr | Sport
Sitzung des Exekutivkomitees Uefa feiert ihr Financial Fairplay

Für den europäischen Fußballverband ist das Financial Fairplay ein Erfolgsmodell. Die Schulden der Vereine sollen um mehr als siebzig Prozent gesunken sein. Doch auch wenn die Regularien weiter verfeinert werden: Es regt sich Widerstand gegen das Programm. Mehr

30.06.2015, 13:45 Uhr | Sport
   Permalink
 Permalink

Aktualisiert: 19.05.2014, 12:46 Uhr

Veh bewegt die Eintracht

Von Marc Heinrich

Jede Menge Hoffnung: Ohne Zweifel ist Trainer Armin Veh bislang der aufregendste Zugang bei der Frankfurter Eintracht. Doch um auch dem Team eine frische Identität verpassen zu können, sind nun erst einmal die Spieler am Zug. Mehr 5 1