http://www.faz.net/-gtl-rx1k

Sven-Göran Eriksson : Wenn ein „Scheich“ die Zunge lockert

  • Aktualisiert am

Freundlicher Plauderer: Sven-Göran Eriksson Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Als Nationaltrainer ist Sven-Göran Eriksson in England ein gefragter Mann. Schön, wenn sich dann in Dubai ein reicher Scheich Zeit für ein gemütliches Fußball-Gespräch nimmt. Dumm nur, wenn der Scheich nicht echt ist.

          Falsche Scheichs sind, etwa im Rheinland, um diese Jahreszeit kein seltener Anblick. In England hat man weniger Erfahrung mit solch karnevalistischer Tradition. Dort übernimmt die Boulevardpresse die Rolle des Karnevals, ganzjährig übrigens. Gern findet sie dabei solch freundliche Mitstreiter wie Sven-Göran Eriksson.

          Der englische Nationaltrainer ließ sich in Dubai von einem „Scheich“ zum Gespräch laden. Es ging um einen Beraterjob für eine Fußballakademie. Und um ein Investment in der Premier League. Das lockerte die Zunge. Eriksson sprach davon, aufzuhören, wenn England den WM-Titel gewinnen sollte. Um vielleicht Trainer von Aston Villa zu werden, falls die Araber den Klub übernehmen und - nach Chelsea-Vorbild - mit Öl-Millionen überhäufen sollten.

          Dann plauderte Eriksson von seinen Stars. Davon, daß Owen in Newcastle unglücklich sei und Beckham in Madrid auch, Rooney zu impulsiv und Ferdinand zu faul. So jedenfalls stand das später in „News of the World“, dem Blatt, das falsche Scheichs als Reporter beschäftigt. Diese Idee ist in der deutschen Presse seit Günter Wallraff zwar außer Mode gekommen. Aber warum eigentlich? Hallo, Herr Eriksson, falls Sie das lesen und Rosenmontag noch nichts vorhaben: Wir hätten da ein Angebot.

          Weitere Themen

          Die britischen Fans lieben Harry Kane Video-Seite öffnen

          Langersehnter Sieg : Die britischen Fans lieben Harry Kane

          Es war der erste Sieg des englischen Teams bei einer WM seit 2010: Großbritannien hat gegen Tunesien gewonnen. Beide Tore hat der Stürmer von Tottenham Hotspur, Harry Kane, geschossen.

          Topmeldungen

          Familientrennung an der Grenze : Selbst bei Kindern bleibt Trump hart

          Für Donald Trump ist die Trennung von illegalen Einwandererfamilien an der Grenze nur folgerichtig. Doch mit seiner Haltung steht er nicht nur gegen die Mehrheit der Amerikaner – auch in seiner Partei regt sich Widerstand.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.