Home
http://www.faz.net/-gtm-74zb1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

„Stadionerlebnis“ Die Anträge zum Sicherheitskonzept

Bei der Vollversammlung der 36 Profivereine der beiden Bundesligen wurde an diesem Mittwoch über 16 Anträge abgestimmt, die der Sicherheit in den Stadien dienen sollen. FAZ.NET stellt sie vor.

© dapd Vergrößern Verboten, weil gefährlich: Streitpunkt Pyrotechnik in Fankurven

Das Konzept „Stadionerlebnis“, das die Sicherheit in den Stadien verbessern und den deutschen Fußball im Kampf gegen Randalierer voranbringen soll, umfasst 16 Anträge. Bei der Vollversammlung der 36 Proficlubs an diesem Mittwoch (11.00 Uhr) in Frankfurt/Main wird darüber abgestimmt. Normalerweise reicht eine einfache Mehrheit, eine Zwei-Drittel-Mehrheit ist notwendig, wenn bei einem Antrag die Lizenzspielordnung geändert wird. Das „Antragspaket“ umfasst 37 Seiten in ausführlichem Juristendeutsch. Die Nachrichtenagentur dpa fasst die Anträge in jeweils einem Satz zusammen:

Antrag 1: Die Veranstaltungsleiter von Bundesliga-Spielen bekommen eine genaue Funktionsbeschreibung.

Mehr zum Thema

Antrag 2: Ein verbindlicher Dialog zwischen Fans und Clubs wird verankert.

Anträge 3 und 4: Die Polizei bekommt bei Videoüberwachung in den Stadien mehr Kompetenzen.

Antrag 5: Der Ordnungsdienst des Gastvereins wird im Stadion des Heimvereins mit einbezogen.

Antrag 6: Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten werden genau festgelegt.

Antrag 7: Verbindliche Teilnahme des Veranstaltungsleiters an Sicherheitsbesprechungen bei Risikospielen.

Antrag 8: Kontrollen an Stadioneingängen werden verschärft.

Antrag 9: Ordnungsdienstkräften werden geschult.

Antrag 10: Aufgaben des Fanbeauftragten am Spieltag werden festgelegt.

Antrag 11: Festlegungen für Risikospiele und Spiele unter Beobachtung.

Antrag 12: Ein Zertifizierungsverfahren („Stadionerlebnis“) wird entwickelt.

Antrag 13: Eine ständige Kommission Stadionerlebnis wird eingerichtet.

Antrag 14: Festgelegt wird, wann das Ticketkontingent für Auswärtsfans reduziert werden darf.

Antrag 15: Weiterentwicklung der DFB-Sportgerichtsbarkeit (Anträge sollen erst zum DFB-Bundestag im Oktober 2013 erarbeitet werden).

Antrag 16: Erlöse aus der Vermarktung (Fernsehgelder) werden zweckgebunden an die Vereine ausbezahlt, wenn diese wiederholt Sicherheitsmaßnahmen nicht erfüllen.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bremen Bürgerschaft bringt Gesetz über Polizeieinsätze auf den Weg

Bremen treibt seinen Alleingang voran: Das Parlament unterstützt in einem ersten Schritt die Pläne des Senats, die Deutsche Fußball Liga an den Kosten von Polizei-Einsätzen bei Risikospielen zu beteiligen. Sollte dies umgesetzt werden, will die DFL rechtlich dagegen angehen. Mehr

25.09.2014, 15:34 Uhr | Sport
NRW will Polizeieinsätze in Stadien reduzieren

Nordrhein-Westfalen ist das Land mit den meisten Bundesliga-Clubs. Nun soll der Polizeieinsatz bei absehbar friedlichen Spielen verkleinert werden. Risikospiele blieben von dem Versuch ausgenommen, teilte Innenminister Jäger mit. Mehr

04.08.2014, 18:28 Uhr | Sport
Im Gespräch: Christopher Lauer Die Grünen hatten zum Streiten nur das Fax

Den Geschäftsführer forderte er per SMS zum Rücktritt auf. Jetzt ist Christopher Lauer selbst bei den Piraten ausgetreten. Woran lag es, an der liquiden Demokratie? Mehr

23.09.2014, 18:36 Uhr | Feuilleton
Rufe nach Konsequenzen wegen mutmaßlicher Flüchtlingsmisshandlung

Polizeigewerkschaft: Probleme entstehen durch Privatisierung öffentlicher Aufgaben Mehr

29.09.2014, 20:17 Uhr | Politik
Die F.A.Z. auf der Buchmesse Halle 3.1, C 105

Insgesamt 65 Veranstaltungen, im halbstündigen Takt, an allen fünf Tagen: Das Programm am F.A.Z.-Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2014. Mehr

30.09.2014, 15:34 Uhr | Feuilleton
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 11.12.2012, 11:52 Uhr

Medaillen sind nicht alles

Von Anno Hecker

Die Eislauf-Trainerkarriere des ehemaligen Stasi-Spitzels Ingo Steuer ist gefährdet. Wer im Fall Ingo Steuer von einem Berufsverbot für den Eislauftrainer spricht, verkennt die Realität. Mehr 2 4