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Schwerverletzte in Ligue 1 : Spielabbruch nach Unfall auf Tribüne

  • Aktualisiert am

Sanitäter versorgen die Verletzten, auch die Polizei ist vor Ort nach dem Unglück. Bild: AFP

Die Partie zwischen Amiens und Lille in der französischen Fußballliga dauert nur 16 Minuten. Nach einem Tor für die Gäste kommt es zu einem Unglück mit vielen Verletzten.

          Beim Zusammenbruch eines Tribünengeländers in der Ligue 1 während der Begegnung der französischen Fußball-Erstligavereins SC Amiens und OSC Lille sind nach offiziellen Angaben mindestens 29 Personen verletzt worden, fünf von ihnen schwer.  Die Partie am Samstagabend war wegen des Zwischenfalls in der 16. Spielminute nach einer vorläufigen Unterbrechung endgültig abgebrochen. TV-Bildern und ersten Medienberichten zufolge stürzten mehrere Gästefans unkontrolliert etwa anderthalb Meter in die Tiefe. Sie mussten von Rettungsdiensten auf Tragen aus dem Stade de la Licorne von Amiens gebracht werden. Zur Ursache für den Zusammenbruch der Bande vor dem Spielfeld lagen zunächst keine Angaben vor. Möglicherweise jedoch gab die Begrenzung unter dem Druck vieler jubelnder Lille-Anhänger nach einem Treffer ihrer Mannschaft nach.

          Zuvor hatte Paris St. Germain seinen Triumphzug im Liga-Alltag mit einer Torflut fortgesetzt. Drei Tage nach der 3:0-Demütigung des deutschen Rekordmeisters Bayern München in der Champions League, schlug die Millionen-Mannschaft den Tabellendritten Girondins Bordeaux 6:2 (5:1). Ablöse-Weltrekordler Neymar eröffnete die Tor-Gala in der fünften Minute. Der Uruguayer Edinson Cavani (12.) und Thomas Meunir (22.) erhöhten auf 3:0. Younousse Sankhare verkürzte noch für die Gäste (31.), ehe Neymar (40.) per Elfmeter, Weltmeister Julian Draxler (44.) und Kylian Mbappe (58.) den Pariser Torreigen fortsetzten. Malcom (89.) sorgte per Strafstoß für das zweite Tor der Girondins.

          Mit dem souveränen Heimsieg festigt Paris seinen Platz an der Tabellenspitze und bleibt mit sechs Siegen und einem Remis in der neuen Saison weiterhin ungeschlagen. Unter den zahlreichen Treffern fand vor allem Neymars Elfmetertor im Parc des Princes große Beachtung, nachdem ein Disput zwischen dem Brasilianer und Cavani über die Ausführung eines Strafstoßes im Ligaspiel gegen Lyon am 17. September für Aufsehen gesorgt hatte. Der Uruguayer hatte sich geweigert, Neymar den Ball für den Elfmeter auszuhändigen und ihn anschließend selbst verschossen. Dieses Mal überließ er dem 25-Jährigen den Vortritt. Der deutsche Nationalspieler Draxler startete neben 222-Millionen-Mann Neymar und dem 180 Millionen Euro teuren Riesentalent Mbappe in der Start-Elf.

          Nach dem Tor für Lille kennt die Begeisterung der Fans keine Grenzen. Bilderstrecke
          Nach dem Tor für Lille kennt die Begeisterung der Fans keine Grenzen. :

          Manchester City bleibt derwiel dank des ehemaligen Bundesligaprofis Kevin de Bruyne Tabellenführer der englischen Premier League. Der Belgier, der einst beim VfL Wolfsburg spielte, führte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola am Samstagabend mit seinem Treffer (67.) zum 1:0 (0:0) im Spitzenspiel gegen den FC Chelsea. Die Citizens haben nach sieben Spieltagen 19 Zähler auf ihrem Konto und liegen punktgleich vor Manchester United, das am Nachmittag 4:0 (2:0) gegen Schlusslicht Crystal Palace gewonnen und nur für wenige Stunden die Spitze übernommen hatte.

          Die Red Devils gewannen am Samstag im Old Trafford dank Toren von Juan Mata (3. Minute), Marouane Fellaini (35./49.) und Romelu Lukaku (86.). Der belgische Nationalspieler Lukaku hat damit in seinen ersten sieben Saisonspielen siebenmal getroffen. In der Premier League war das zuvor nur dem Engländer Andrew Cole gelungen. Krisenklub Crystal Palace erlitt dagegen im siebten Spiel die siebte Niederlage und hat in dieser Saison noch kein einziges Tor erzielt – ein Negativrekord in der Premier League.

          Neben Man United befand sich auch Tottenham Hotspur am Samstag weiter auf Erfolgskurs. Die Londoner siegten deutlich mit 4:0 (3:0) beim Aufsteiger Huddersfield Town mit dem deutschen Trainer David Wagner. „Es war ein Klassenunterschied zwischen ihnen und uns“, räumte Wagner anschließend ein. Englands Nationalspieler Harry Kane (9./23.) gelang abermals ein Doppelpack. Außerdem trafen Ben Davies (16.) und Moussa Sissoko (90.+1) für die überlegenen Spurs, die den vierten Sieg im vierten Auswärtsspiel feierten. Das gelang zuletzt in der Saison 1960/61, als Tottenham zum bis dato letzten Mal englischer Meister wurde.

          Während die Londoner durch den Erfolg zumindest vorübergehend auf Platz drei der Premier-League-Tabelle kletterten, stand Huddersfield nach der zweiten Saisonniederlage am Samstag zunächst auf Platz elf. Das Team um die deutschen Profis Chris Löwe, Christopher Schindler und Elias Kachunga hatte zuvor in sechs Ligaspielen insgesamt nur drei Gegentore kassiert.

          Quelle: tora./sid/dpa

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