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Spanischer Fußball Die Hundert-Punkte-Marke im Blick

 ·  115 Tore, 94 Punkte: Real Madrid bricht Barcas Vorherrschaft und sichert sich zwei Spieltage vor Saisonende den Titel. José Mourinho ist der erste Trainer, der binnen zehn Jahren in vier Ländern Meister wurde.

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© Reuters Siegerkette: Madrid hat Barcelona diesmal abgehängt

Real Madrid hat die Vorherrschaft des FC Barcelona nach drei Jahren gebrochen und sich zum 32. Mal die spanische Fußball-Meisterschaft erkämpft. Mit einem ungefährdeten 3:0 (2:0) bei Athletic Bilbao machte die Millionen-Truppe von Trainer José Mourinho am späten Mittwochabend den Titelgewinn vorzeitig perfekt. Für den Torschützen Mesut Özil und Sami Khedira, die beide in der Startelf standen, war es der erste Titel mit den „Königlichen“.

Mit nunmehr 94 Punkten und der Rekord-Torquote von 115:30 ist Real an den letzten beiden Spieltagen vom Verfolger FC Barcelona nicht mehr einzuholen. Die Katalanen haben nach dem 4:1-Sieg gegen den FC Malaga 87 Zähler auf dem Konto - sieben weniger als der Erzrivale aus der Hauptstadt.

Eine Woche nach dem Aus des neuen spanischen Meisters im Halbfinale der Champions League gegen Bayern München konnte Real Madrid doch noch feiern. Nach 20 Minuten war bereits eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen. Die Treffer für das Starensemble erzielten Gonzalo Higuain (16. Minute), Özil (20.) und Cristiano Ronaldo (50.), der seinen 44. Saisontreffer erzielte.

Mit einem Hattrick gegen Malaga hatte sich Weltfußballer Lionel Messi (nunmehr 46 Tore) zwei Stunden zuvor allerdings zum alleinigen Top-Torjäger der Primera Division aufgeschwungen. Mit dem Dreierpack knackte Messi auch den fast 40 Jahre alten Torrekord von Gerd Müller in Vereins-Pflichtspielen. Der argentinische Weltfußballer kommt in der laufenden Saison auf 68 Tore und hat damit eins mehr erzielt als der „Bomber der Nation“ 1972/73.

Messi erzielte seine Treffer allerdings in sechs verschiedenen Wettbewerben, Müller traf in Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup sowie dem damals zur Überbrückung der Olympia-Pause eingeführten Ligapokal. Addiert man allerdings die Länderspiel-Tore in den jeweiligen Spielzeiten hinzu, hat Müller mit 73 Toren gegenüber 70 von Messi noch die Nase vorn.

Mourinhos vierter Ländertitel

„Barca“ hatte die vergangenen drei Spielzeiten (2009 bis 2011) jeweils den Titel bejubeln dürfen. Dafür wird Real in diesem Jahr als Meister der Rekorde in die Annalen eingehen: Die Liga-Bestmarke von 107 Toren haben sie mit ihren bislang 115 erzielten Treffen längst gebrochen; zudem ist Real-Coach Mourinho nunmehr der erste Trainer, der binnen zehn Jahren in vier Ländern die Meisterschaft erobert hat: Mourinho war 2003 und 2004 mit dem FC Porto portugiesischer Meister, gewann 2005 und 2006 mit Chelsea die englische sowie 2009 und 2010 mit Inter Mailand die italienische Meisterschaft.

Trotzdem sitzt die Enttäuschung über das Verpassen des Königsklassen-Finales bei Real immer noch tief, und im spanischen Pokalendspiel ist Real ebenfalls nur Zuschauer. Dort kämpfen „Barça“ und Athletic Bilbao am 25. Mai um den Titel.

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