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Ski-WM in Schladming Deutsches Team holt Bronze

Lena Dürr, Maria Höfl-Riesch, Fritz Dopfer und Neureuther sichern dem deutschen Ski-Team bei der WM Bronze. Das Quartett scheitert im Teamwettbewerb erst im Halbfinale an Österreich. Der Gastgeber gewinnt sein erstes Gold bei dieser WM.

© REUTERS Vergrößern Mann gegen Mann, Frau gegen Frau - der Teamwettbewerb setzt auf Spannung

Felix Neureuther war gerade mal ein paar Sekunden unterwegs gewesen, da war sein erster Lauf bei den Ski-Weltmeisterschaften in Schladming schon wieder vorbei: In der ersten Runde des Teamwettbewerbs am Dienstagabend rutschte ihm sein Duell-Gegner Filip Zupcic aus Kroatien nach wenigen Toren des Parallelslaloms in die Beine. Beide stürzten und schieden aus. „Da ist es mir heiß und kalt den Rücken runtergelaufen“, sagte der deutsche Männer-Cheftrainer Karlheinz Waibel. In der Tat sah der Zusammenprall dramatisch aus. „Ich habe mir nur gedacht, hoffentlich schneidet er ihm nicht den Unterschenkel ab“, sagte Wolfgang Maier, der Alpindirektor des Deutschen Skiverbands (DSV).

Neureuther stand danach noch lange auf dem Hang und fasste sich immer wieder an sein rechtes Knie. Er konnte nach der ersten Schrecksekunde weiterfahren, war danach aber „richtig angefressen“, wie er sagte: „Man kann auch übermotiviert in ein Rennen reingehen. Ich bin froh, dass es so gut ausgegangen ist.“ Denn am Ende durfte sich Neureuther über Bronze mit dem deutschen Team freuen – es war die dritte Medaille für den DSV in Schladming. Gold ging an Österreich, das sich im Finale gegen Schweden durchsetzte.

Das deutsche Team freute sich am Ende über Bronze © AP Vergrößern Das deutsche Team freute sich am Ende über Bronze

Das deutsche Quartett mit Lena Dürr, Maria Höfl-Riesch, Fritz Dopfer, Neureuther und den Ersatzfahrern Veronique Hronek und Stefan Luitz stieß durch einen Sieg gegen die Kroaten ins Viertelfinale vor. Dort schlug es Titelverteidiger Frankreich hauchdünn – erst der letzte Läufer Fritz Dopfer machte den Einzug in das Halbfinale perfekt. Nächster Gegner war Österreich, mit einem überragenden Marcel Hirscher, der im Duell mit Dopfer in 18,90 Sekunden die schnellste Zeit des Wettbewerbs schaffte. Lena Dürr wie auch Maria Höfl-Riesch rutschten bei ihren Läufen gegen Nicole Hosp und Michaela Kirchgasser weg, und schließlich unterlag auch Neureuther unterlag Philipp Schörghofer – Österreich siegte 4:0.

Im Kampf um Bronze bekam es die deutsche Mannschaft mit Kanada zu tun. Lena Dürr brachte Deutschland gegen Brittany Phelan in Führung, Neureuther unterlag danach Michael Janyk, wie auch Maria Höfl-Riesch anschließend Erin Mielzynski. „Die Mädels haben das Ding sehr spannend gemacht“, sagte Maier. Am Ende sicherte wieder Dopfer gegen Philip Brown Rang drei – weil die Deutschen in der Addition der beiden besten Zeiten bei Männern und Frauen um drei Hundertstelsekunden vorne lagen.

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„Fritz Dopfer hat hier sein Meisterstück abgeliefert“, sagte Waibel. Auch Maier war voll des Lobes über Dopfer. „Fritz ist der Motor dieses Teams“, sagte er. „Es freut mich, dass er Akzente gesetzt hat, und dass er gezeigt hat, dass er gut vorbereitet zu dieser WM kommt.“  Und auch Maria Höfl-Riesch wusste ganz genau, wer den größten Anteil an Bronze hatte. „Fritz war der Mann des Tages“, sagte sie, „er hat uns zweimal gerettet“. Nur Dopfer selbst blieb, wie es seine Art ist, zurückhaltend. „Es macht mich unheimlich stolz, dass wir als Mannschaft den dritten Platz geholt haben“, sagte er.

Die Österreicher ließen im Finale auch Schweden keine Chance – durch einen 4:0-Sieg gewannen sie zum ersten Mal bei der WM in Schladming Gold. Entsprechend groß war die Freude der 15500 Fans im Zielstadion. „Das ist extrem wichtig gewesen für uns“, sagte der österreichische Männer-Cheftrainer Matthias Berthold. Vor allem für den rot-weiß-roten Superstar Hirscher war es eine perfekte WM-Premiere. Er zeigte, in welch guter Form er sich vor den Entscheidungen im Riesenslalom am Freitag und im Slalom am Sonntag befindet. Dort wird er sich aufs Neue mit Dopfer und Neureuther messen. Im deutschen Lager geht man das gelassen an. „Wir haben die Vorgabe erfüllt“, sagte Maier. „Was jetzt noch kommt“, sagte Maier, „ist Zugabe.“

Quelle: FAZ.NET/dpa

 
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