23.08.2012 · Nach runden Tischen und Gipfeln bleibt vor der neuen Saison ein Unbehagen, ob sich das Problem in und um die Stadien eindämmen lässt. Schon warnt ein Staatsanwalt vor Rockerbanden als Ordnerdiensten.
Von Michael AshelmRichtlinien für Lesermeinungen
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Mit Steuergeldern wird Privatvergnügen erst möglich?
Die Kosten für eine Polizeiaktion wg. einer "eskalierten"
Facebook-Party soll der Gastgeber bezahlen. Treffen sich die
Schläger - die sich Fußballfans nennen - soll der
Steuerzahler für die Kosten aufkommen?
Die Probleme treten doch nicht im Stadion auf, bzw. sollte es dort
einfach sein, die Verursacher zu ergreifen. Wenn Eisenbahnzüge,
Raststätten etc. zerstört werden, sollte die Rechnung den
Vereinen (im Verhältnis 50:50) in Rechnung gestellt werden.
Den Innenministern fehlt das Geld für ausreichend Personal, dass
Samstags auch noch Fußballfans ins Stadion bringen soll? Seit wann
gehört Fußball zur Grundversorgung der Bundesrepublik.
Am Montag werden Personal, Aufwand etc. berechnet, die Rechnung erstellt
und den Vereinen zugeschickt. Die haben die Ursache gesetzt, dann sollen
die auch bezahlen! Dann werden die schnell dafür sorgen, dass sich
das Problem löst. Schließlich ist es ihr Geld.
Es gibt gesellschaftliche Normen, größtenteils durch Gesetze
und Verordnungen konkretisiert. Zu diesen Normen zählt, dass man
fremdes Eigentum weder zerstört, noch entwendet; man
außerhalb der Notwehr das Recht auf körperliche
Unversehrtheit achtet usw.
Ich möchte mich nicht damit abfinden, dass Zustände
kollektiven Wahnsinns regelmäßig als Freibrief für
Grenzüberschreitungen gehandelt werden. Egal, ob man nun seinen
Alltagsfrust abzubauen gedenkt oder seiner Fußballfreude
besonderen Ausdruck verleihen möchte - die Verbindlichkeit jener
Normen in einem dicht besiedelten Raum wie der BRD muss Bestand haben.
"Intensive Dialoge", "unnötige(!) Provokation und
Konfrontation", "Fanvertreter"... das ist eine Sprache,
die ich nicht hören möchte, wenn ich als Unbeteiligter
mitunter um Hab und Gut bangen oder meine Gesundheit fürchten muss,
weil König Fußball mal wieder bürgerkriegsähnliche
Zustände heraufbeschwört!
Ich würde den Author doch mal bitten zu
folgender Aussage Stellung zu beziehen:
Ein eklatanter Anstieg von Gewalt in Fußballstadien wird gerne
behauptet. Bekanntermaßen ist dieser Befund nach Maßgabe des
aktuellen Berichts der ZIS (Zentralen Informationsstelle
Sporteinsätze) falsch: Vergleicht man die letzten drei Berichte der
ZIS, erkennt man in fast allen Bereichen einen deutlichen Rückgang
sicherheitsbeeinträchtigender Ereignisse: So sank die Zahl der
eingeleiteten Strafverfahren von 6.030 (2008/09) über 6.043
(2009/10) auf 5.818 in der Saison 2010/11. Die Zahl
freiheitsentziehender Maßnahmen (strafprozessuale Festnahmen und
polizeirechtliche Ingewahrsamnahmen) gegen Fußballfans sank von
9.174 (2008/09) über 6.784 (2009/10) auf 6.061 (2010/11). Die Zahl
der Einsatzstunden der Polizei sank von etwa 1,525 Millionen (2008/09)
über 1,217 Millionen (2009/10) auf 1,122 Millionen (2010/11).
Die Kosten für diese spezielle Unterhaltung soll der Steuerzahler tragen
Für die Sicherheit bei regelmäßigen Veranstaltungen in
und um den Stadien haben die Veranstalter zu sorgen. Die Veranstalter
sind auch für das Aufheizen der Massen vor dem Spiel
verantwortlich. Diese Kosten haben diejenigen zu tragen, die diese
Unterhaltung genießen.
Bei Unruhen im ferneren Umfeld hat die Polizei die Aufgabe, die
öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Dass sich
die Polizisten, wie in NRW bei Herrn Jäger, zur De- Eskalation
anpöbeln lassen müssen, ist eine Bankroterklärung des
Staats. Für die Polizisten unerträglich, und als Arbeitgeber
unverantwortlich seinen Untergeben gegenüber.
Wie man eskalierenden Meuten zu Ruhe bring, hat man bei den Unruhen in
England gesehen.
Hohe Strafmaße und Schnellgerichte.
Alle sind verunsichert, frustriert und ratlos angesichts unschöner
Bilder aus Fussballstadien
und der Erwartung auf noch unerfreulichere Ereignisse in der kommenden
Spielzeit.Als leidenschaftlicher Fussballfan(MSV Duisburg)empfinde ich
es beschämend, dass, laut Artikel 15.000 gewaltbereite Vollpfosten
eine Debatte auslösen,die von einem wichtigen Punkt ablenkt.Gewalt
im Allgemeinen mag in unserer Gesellschaft ein Problem sein. Mit diesem
Problem muss sich aber jede gesellschaftliche Gruppierung
auseinandersetzen.Nur unsere Profivereine,DFB und DFL rufen nach dem
Staat(Ist bei Problemen heute populär).Dabei hat es doch jeder
Profiklub in der Hand, über professionionelle Fanarbeit und
Einlasskontrollen sowie koordinierte Polizeieinsätze und
insbesondere Konsequenz der Gewalt im Stadion entgegenzuwirken. Dies
kostet Geld und da die Profivereine aus den Erträgen für
Fernsehrechte lieber Söldner und Funktionäre bezahlen,wird die
Gewalt in Fussballstadien weiterhin dem Staat überantwortet
Es dient nicht mehr Leistungswillen und Spiel...
...jegliche spielerische Leichtigkeit ist genommen. Es geht nur noch um brutale Gewalt. Und es gibt keine Kompensationsmittel, außer Härte und Gewalt. Insofern denke ich mir hat der Leistungssport in dieser Form seit Jahren ausgedient. Denn es sind keine Freundschaftsspiele, es sind Gewaltspiele, angeheizt durch unnatürliche Substanzen. Wenn das unsere Welt von morgen sein soll - na danke, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Und ich denke mir es bedarf kluger Köpfe um das endlich einzudämmen- die Sportler und Förderer scheinen jedenfalls gar kein Interesse daran zu haben, Gewalt als Lösung gegenüber anderen Menschen ist für sie zur Normalität geworden. Und wer Familie fördert will auch dass die Männer die Hälfte des Lebens zu Hause sind, bei der Familie und ein gesundes Mass zwischen Arbeit und Beruf finden. Ehrgeizmissbrauch und Grössenwahn, an uns, an den Kindern und an dem grossen Ganzen. So ist es alles oder nichts, EXTREME! Es geht um Lebenszeit!
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