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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Sicherheit im Fußball Zwischen Krawalltourismus und Hysterie

 ·  Nach runden Tischen und Gipfeln bleibt vor der neuen Saison ein Unbehagen, ob sich das Problem in und um die Stadien eindämmen lässt. Schon warnt ein Staatsanwalt vor Rockerbanden als Ordnerdiensten.

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Claus Behrens
Claus Behrens (chipin) - 24.08.2012 10:38 Uhr

Mit Steuergeldern wird Privatvergnügen erst möglich?

Die Kosten für eine Polizeiaktion wg. einer "eskalierten" Facebook-Party soll der Gastgeber bezahlen. Treffen sich die Schläger - die sich Fußballfans nennen - soll der Steuerzahler für die Kosten aufkommen?
Die Probleme treten doch nicht im Stadion auf, bzw. sollte es dort einfach sein, die Verursacher zu ergreifen. Wenn Eisenbahnzüge, Raststätten etc. zerstört werden, sollte die Rechnung den Vereinen (im Verhältnis 50:50) in Rechnung gestellt werden.
Den Innenministern fehlt das Geld für ausreichend Personal, dass Samstags auch noch Fußballfans ins Stadion bringen soll? Seit wann gehört Fußball zur Grundversorgung der Bundesrepublik.
Am Montag werden Personal, Aufwand etc. berechnet, die Rechnung erstellt und den Vereinen zugeschickt. Die haben die Ursache gesetzt, dann sollen die auch bezahlen! Dann werden die schnell dafür sorgen, dass sich das Problem löst. Schließlich ist es ihr Geld.

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Christian Hund

Null Toleranz!

Es gibt gesellschaftliche Normen, größtenteils durch Gesetze und Verordnungen konkretisiert. Zu diesen Normen zählt, dass man fremdes Eigentum weder zerstört, noch entwendet; man außerhalb der Notwehr das Recht auf körperliche Unversehrtheit achtet usw.
Ich möchte mich nicht damit abfinden, dass Zustände kollektiven Wahnsinns regelmäßig als Freibrief für Grenzüberschreitungen gehandelt werden. Egal, ob man nun seinen Alltagsfrust abzubauen gedenkt oder seiner Fußballfreude besonderen Ausdruck verleihen möchte - die Verbindlichkeit jener Normen in einem dicht besiedelten Raum wie der BRD muss Bestand haben. "Intensive Dialoge", "unnötige(!) Provokation und Konfrontation", "Fanvertreter"... das ist eine Sprache, die ich nicht hören möchte, wenn ich als Unbeteiligter mitunter um Hab und Gut bangen oder meine Gesundheit fürchten muss, weil König Fußball mal wieder bürgerkriegsähnliche Zustände heraufbeschwört!

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Walter  Kleinert

Ich würde den Author doch mal bitten zu

folgender Aussage Stellung zu beziehen:
Ein eklatanter Anstieg von Gewalt in Fußballstadien wird gerne behauptet. Bekanntermaßen ist dieser Befund nach Maßgabe des aktuellen Berichts der ZIS (Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze) falsch: Vergleicht man die letzten drei Berichte der ZIS, erkennt man in fast allen Bereichen einen deutlichen Rückgang sicherheitsbeeinträchtigender Ereignisse: So sank die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren von 6.030 (2008/09) über 6.043 (2009/10) auf 5.818 in der Saison 2010/11. Die Zahl freiheitsentziehender Maßnahmen (strafprozessuale Festnahmen und polizeirechtliche Ingewahrsamnahmen) gegen Fußballfans sank von 9.174 (2008/09) über 6.784 (2009/10) auf 6.061 (2010/11). Die Zahl der Einsatzstunden der Polizei sank von etwa 1,525 Millionen (2008/09) über 1,217 Millionen (2009/10) auf 1,122 Millionen (2010/11).

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Klaus Letis

Die Kosten für diese spezielle Unterhaltung soll der Steuerzahler tragen

Für die Sicherheit bei regelmäßigen Veranstaltungen in und um den Stadien haben die Veranstalter zu sorgen. Die Veranstalter sind auch für das Aufheizen der Massen vor dem Spiel verantwortlich. Diese Kosten haben diejenigen zu tragen, die diese Unterhaltung genießen.

Bei Unruhen im ferneren Umfeld hat die Polizei die Aufgabe, die öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrecht zu erhalten. Dass sich die Polizisten, wie in NRW bei Herrn Jäger, zur De- Eskalation anpöbeln lassen müssen, ist eine Bankroterklärung des Staats. Für die Polizisten unerträglich, und als Arbeitgeber unverantwortlich seinen Untergeben gegenüber.

Wie man eskalierenden Meuten zu Ruhe bring, hat man bei den Unruhen in England gesehen.
Hohe Strafmaße und Schnellgerichte.

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Joachim Kampen
Joachim Kampen (alfajoe) - 23.08.2012 21:45 Uhr

Der Markt machts

Alle sind verunsichert, frustriert und ratlos angesichts unschöner Bilder aus Fussballstadien
und der Erwartung auf noch unerfreulichere Ereignisse in der kommenden Spielzeit.Als leidenschaftlicher Fussballfan(MSV Duisburg)empfinde ich es beschämend, dass, laut Artikel 15.000 gewaltbereite Vollpfosten eine Debatte auslösen,die von einem wichtigen Punkt ablenkt.Gewalt im Allgemeinen mag in unserer Gesellschaft ein Problem sein. Mit diesem Problem muss sich aber jede gesellschaftliche Gruppierung auseinandersetzen.Nur unsere Profivereine,DFB und DFL rufen nach dem Staat(Ist bei Problemen heute populär).Dabei hat es doch jeder Profiklub in der Hand, über professionionelle Fanarbeit und Einlasskontrollen sowie koordinierte Polizeieinsätze und insbesondere Konsequenz der Gewalt im Stadion entgegenzuwirken. Dies kostet Geld und da die Profivereine aus den Erträgen für Fernsehrechte lieber Söldner und Funktionäre bezahlen,wird die Gewalt in Fussballstadien weiterhin dem Staat überantwortet

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Heike Schneider

Es dient nicht mehr Leistungswillen und Spiel...

...jegliche spielerische Leichtigkeit ist genommen. Es geht nur noch um brutale Gewalt. Und es gibt keine Kompensationsmittel, außer Härte und Gewalt. Insofern denke ich mir hat der Leistungssport in dieser Form seit Jahren ausgedient. Denn es sind keine Freundschaftsspiele, es sind Gewaltspiele, angeheizt durch unnatürliche Substanzen. Wenn das unsere Welt von morgen sein soll - na danke, da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Und ich denke mir es bedarf kluger Köpfe um das endlich einzudämmen- die Sportler und Förderer scheinen jedenfalls gar kein Interesse daran zu haben, Gewalt als Lösung gegenüber anderen Menschen ist für sie zur Normalität geworden. Und wer Familie fördert will auch dass die Männer die Hälfte des Lebens zu Hause sind, bei der Familie und ein gesundes Mass zwischen Arbeit und Beruf finden. Ehrgeizmissbrauch und Grössenwahn, an uns, an den Kindern und an dem grossen Ganzen. So ist es alles oder nichts, EXTREME! Es geht um Lebenszeit!

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Jahrgang 1965, Sportredakteur.

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