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Showdown gegen Ghana Der „Sheriff“ pfeift das Gruppen-Endspiel

22.06.2010 ·  Er hat sich mit Schimpfwörtern vertraut gemacht, um Rooney besser verstehen zu können. Er trägt den Spitznamen „Sheriff“, weil er Karten im Stile eines Westernhelden verteilen soll. Am Mittwoch pfeift der Brasilianer Carlos Simon die deutsche Elf.

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Droht da etwa der nächste Showdown? Nachdem sich die deutschen Nationalspieler gegen Serbien mehr vom Schiedsrichter denn vom Gegner besiegt fühlten, wartet nun der nächste „Scharfschütze“ unter den Unparteiischen auf das Team von Joachim Löw. Der Brasilianer Carlos Simon pfeift das alles entscheidende letzte Gruppenspiel zwischen Deutschland und Ghana am Mittwoch - aus seiner Heimat bringt er den Spitznamen „Sheriff“ mit, weil er dort Gelbe und Rote Karten gerne einmal im Stile eines Westernhelden verteilen soll.

Natürlich ist das liebevoll gemeint und scherzhaft zu verstehen. Aber ob Schweinsteiger und Co. nach dem Platzverweis von Miroslav Klose und den zahlreichen Gelben Karten gegen Serbien darüber lachen können?

Kein Witz ist, dass der 44 Jahre alte Simon, im Hauptberuf Journalist, selbst in seiner Heimat umstritten ist. In Südafrika ist er zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei - das konnten nicht einmal die Verantwortlichen von Flamengo Rio de Janeiro verhindern.

Ein Klaps auf den Rücken des Schiedsrichters

Weil Simon 2008 beim Spiel gegen Cruzeiro einen Elfmeter nicht pfiff und stattdessen den gefoulten Spieler wegen einer „Schwalbe“ vom Platz stellte, schickte Flamengo das Bildmaterial zusammen mit einem flammenden Appell an den Fußball-Weltverband Fifa. Man möge den „Sheriff“ doch bitte von der WM fernhalten. Zudem sperrte ihn der brasilianische Fußballverband für sechs Wochen. Die Fifa zeigte sich unbeeindruckt - und nominierte Simon für Südafrika. Allerdings hat die deutsche Nationalmannschaft das erste Aufeinandertreffen mit dem angeblich so schießwütigen „Sheriff“ schadlos überstanden.

Vor vier Jahren stellte Simon im Achtelfinale der WM nicht Miroslav Klose vom Platz, sondern den Schweden Teddy Lucic, der Klose gefoult hatte. Zum Dank gab es von Lukas Podolski einen Klaps auf den Rücken des Schiedsrichters. In Südafrika leitete Simon bislang das Auftaktspiel der Engländer gegen die Vereinigten Staaten. Zuvor hatte er sich mit englischen Schimpfwörtern vertraut gemacht, um Wayne Rooney notfalls besser verstehen zu können. So weit kam es jedoch gar nicht erst. Der „Sheriff“ zog nur sechs Gelbe Karten - gerecht verteilt, drei auf jeder Seite. Rooney ging leer aus.

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Von Peter Heß

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