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Schalke 04 Rangnick erhält auf Schalke Schonfrist

30.10.2005 ·  Nach dem Pokal-K.o. und der Niederlage in Hamburg rettet sich Schalkes Manager Rudi Assauer vor dem Champions-League-Spiel in Sarkasmus: „Dann holen wir uns halt die dritte Klatsche ab.“

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Trainer Ralf Rangnick erhält bei Schalke 04 vorerst eine Schonfrist, statt dessen hat Manager Rudi Assauer mit einer Brandrede seine schwächelnden Stars in die Pflicht genommen.

Einen Tag nach der wenig berauschenden Vorstellung und der 0:1-Niederlage beim Hamburger SV hat die Führungsetage der „Königsblauen“ den zuletzt in die Kritik geratenen Coach beim Krisengipfel am Sonntag nochmals den Rücken gestärkt (Siehe auch: FAZ.NET-Spezial: Der 11. Bundesligaspieltag). Dagegen richtete Assauer in einer 90minütigen Aussprache im Beisein von Rangnick deutliche Worte an die Spieler. „Vor dem wichtigen Spiel gegen Fenerbahce Istanbul war es an der Zeit, mit der Mannschaft über die Situation zu reden. Wir wollten dem Trainer zeigen, daß er nicht alleine ist. Die Spieler sind nun in der Pflicht“, berichtete Müller und auch Assauer stellte sich hinter dem Trainer: „Die Leistung der Mannschaft ist entscheidend, nicht der Trainer. Ich habe keine Ahnung, was in den Köpfen der Spieler vorgeht.“

„Jetzt kommen die üblichen Standardfloskeln“

Bereits um 8.30 Uhr am Sonntag hatte der erweiterte Mannschaftsrat am Klubheim zum Rapport antreten müssen. „Wir wollten mit den führenden Spielern ausloten, woran es liegt, daß die Mannschaft unter ihren Möglichkeiten blieb“, so Müller. Kapitän Ebbe Sand, Fabian Ernst, Mladen Krstajic, Marcelo Bordon, Lewan Kobiaschwili und Christian Poulsen waren dabei in das Büro von Assauer bestellt worden. „Wir wußten vorher auch nicht genau, woran es liegt. Es war wichtig, in so einem Gespräch alle Sachen auf den Tisch zu legen. Jetzt geht es weiter“, sagte Kapitän Sand im Anschluß (Siehe auch: Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

Sein Stellvertreter Frank Rost gehörte dagegen dem Kreis nicht an. Der Keeper hatte seine Meinung aber bereits am Samstag offen kundgetan. „Jetzt kommen wieder die üblichen Standardfloskeln. Das ist kein Problem des Trainers. Wir müssen es kapieren. Die Trainerfrage ist müßig. Schalke hat soviel Trainer gehabt, immer wieder wurden Burgen aufgebaut und dann wieder abgerissen. Wir müssen einfach die Nerven behalten und an dem Einfachen anknüpfen“, sprach sich Rost für ein Bleiben von Rangnick aus.

Rost verhinderte neues Debakel

Auf dem Spielfeld hatten dagegen die Schalker Spieler ihren Trainer im Regen stehen lassen. Nur der mangelhaften Chancenverwertung des HSV war es zu verdanken, daß ein Debakel drei Tage nach dem 0:6 im Pokal bei Eintracht Frankfurt ausgeblieben war. In der Tabelle vergrößerte sich allerdings der Rückstand auf den anvisierten dritten Tabellenplatz auf sechs Zähler. Die enttäuschten Schalker Fans quittierten den müden Auftritt in der Hansestadt mit ersten „Rangnick raus“-Rufen. Assauer flüchtete sich nach der sportlichen Talfahrt in Galgenhumor: „Wir warten auf den Dienstag und holen uns die dritte Klatsche ab, dann gibt es eine runde Geschichte, dann freuen sich alle und klatschen in die Hände. Sehr viele warten darauf, daß der FC Schalke 04 nicht nach oben kommt.“

So könnten die Schalker bei einer Niederlage gegen den von Christoph Daum trainierten türkischen Meister Fenerbahce am Dienstag (20.45 Uhr/im FAZ.NET-Ticker) innerhalb von sieben Tagen auch das dritte Saisonziel aus den Augen verlieren. Mit nur zwei Punkten aus drei Spielen ist für den Vizemeister ein Sieg Pflicht.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
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