Home
http://www.faz.net/-gtm-rg6m
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Rechtsextremistische Gesten Di Canio widersetzt sich Blatters Drohung

19.12.2005 ·  Lazio Roms Kapitän Paolo Di Canio hat mit rechtsextremistischen Gesten erneut für Aufsehen gesorgt. „Ich werde auch weiter so grüßen“, meinte Di Canio, dem Fifa-Präsident Blatter bereits mit Sanktionen gedroht hatte.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Lazio Roms Kapitän Paolo Di Canio zeigt keine Einsicht: Obwohl der italienische Fußballverband und sogar der Weltverband Fifa gegen ihn wegen seiner rechtsextremistischen Gesten ermittelt, fiel der 37jährige am Wochenende erneut aus der Rolle. Im Match Lazio gegen Juventus Turin hatte der Römer am Samstag erneut für Aufsehen gesorgt, als er sich bei seiner Auswechslung im römischen Olympiastadion von seinen Fans wieder mit dem von den Faschisten benutzten römischen Gruß verabschiedet hatte.

„Ich werde auch weiter so grüßen. Dann werden sie mich ich jedem Spiel verurteilen müssen“, meinte Di Canio in einem Fernsehinterview und zeigte sich uneinsichtig: „Jeder kennt meine Ideen. Der römische Gruß ist Geschichte, und wenn wir das bestreiten wollen, müssen wir aus Rom mehrere Statuen entfernen.“

Blatter droht mit Ausschluß

Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hatte in der vergangenen Woche Di Canio in aller Deutlichkeit ermahnt. Der Schweizer bestätigte die Anlegung eines Dossiers über den „Wiederholungstäter“ und betonte, daß die Fifa beim Nachweis rassistischen Verhaltens in aller Schärfe gegen Klub und Spieler vorgehen werde. Blatter drohte dem Italiener mit dem Ausschluß aus allen Wettbewerben, sollte er für schuldig befunden werden.

„Bis jetzt kenne ich keine Fakten, sondern weiß nur, was mir berichtet worden ist. Aber in solchen Fällen müssen wir auch Spieler aus unserer Familie ausschließen“, erklärte der Fifa-Boß. Di Canio hatte ausgerechnet beim Lazio-Gastspiel in der kommunistischen Hochburg Livorno (1:2) mit dem ausgestreckten rechten Arm provoziert. Bei einer ähnlichen Entgleisung im Derby gegen den AS Rom hatte der Stürmer im Januar eine Geldstrafe von 10.000 Euro zahlen müssen.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel
Fußball
 Bundesliga 
 2. Bundesliga 
  Verein Sp Diff Pkt.  
1.  Logo: Borussia Dortmund
Borussia Dortmund   34  55   81 Gleichheit zur Vorwoche
2.  Logo: Bayern München
Bayern München   34  55   73 Gleichheit zur Vorwoche
3.  Logo: FC Schalke 04
FC Schalke 04   34  30   64 Gleichheit zur Vorwoche
4.  Logo: Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach   34  25   60 Gleichheit zur Vorwoche
5.  Logo: Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen   34  8   54 Gleichheit zur Vorwoche
6.  Logo: VfB Stuttgart
VfB Stuttgart   34  17   53 Gleichheit zur Vorwoche
7.  Logo: Hannover 96
Hannover 96   34  -4   48 Gleichheit zur Vorwoche
8.  Logo: VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg   34  -13   44 Gleichheit zur Vorwoche
9.  Logo: Werder Bremen
Werder Bremen   34  -9   42 Gleichheit zur Vorwoche
10.  Logo: 1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg   34  -11   42 Gleichheit zur Vorwoche
11.  Logo: 1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim   34  -6   41 Gleichheit zur Vorwoche
12.  Logo: SC Freiburg
SC Freiburg   34  -16   40 Gleichheit zur Vorwoche
13.  Logo: FSV Mainz 05
FSV Mainz 05   34  -4   39 Gleichheit zur Vorwoche
14.  Logo: FC Augsburg
FC Augsburg   34  -13   38 Verbesserung zur Vorwoche
15.  Logo: Hamburger SV
Hamburger SV   34  -22   36 Verschlechterung zur Vorwoche
16.  Logo: Hertha BSC
Hertha BSC   34  -26   31 Verbesserung zur Vorwoche
17.  Logo: 1. FC Köln
1. FC Köln   34  -36   30 Verschlechterung zur Vorwoche
18.  Logo: 1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern   34  -30   23 Gleichheit zur Vorwoche

Nicht gewonnen, nicht verloren

Von Peter Heß

Im Formel-1-Tempo sollte in der durch Korruptionsvorwürfe durchgeschüttelten Fifa aufgeräumt werden. Im Moment bewegt sie sich mit der Geschwindigkeit eines Motorrollers. Mehr 1

Ergebnisse, Tabellen und Statistik